Mazda „Diesotto”: Ottomotor bekommt Kompressionszündung

Volle Leistung, weniger Verbrauch - mit diesem Vorsatz hat Mazda ein neues Verfahren für den Verbrennungsmotor entwickelt. Bis diese Antriebstechnik, eingebaut in die Serie Skyactiv-X, auf die Straße kommt, wird es jedoch noch zwei Jahre dauern.
Das beste aus zwei Welten: Mazda kombiniert im „Diesotto” die Funktionsweise der Kompressionszündung mit Benzin und will dadurch den Verbrauch um 20 bis 30 Prozent senken. Foto: Mazda/dpa-tmn Das beste aus zwei Welten: Mazda kombiniert im „Diesotto” die Funktionsweise der Kompressionszündung mit Benzin und will dadurch den Verbrauch um 20 bis 30 Prozent senken.
Bad Homburg. 

Mazda betritt Neuland im Motorenbau: Als erster Hersteller haben die Japaner jetzt den Serieneinsatz eines Benziners mit Kompressionszündung angekündigt.

Der Vierzylinder, der zumindest in den allermeisten Betriebsbereichen selbst zündet wie ein Diesel und deshalb auch als „Diesotto” geführt wird, soll in zwei Jahren unter dem Markennamen Skyactiv-X in Serie gehen, bestätigte Mazda. Mit zunächst 2,0 Litern Hubraum, etwa 140 kW/190 PS und einem Zielwert von 230 Nm wird der Motor dem Vernehmen nach seinen Einstand im nächsten Mazda3 geben, der ebenfalls 2019 an den Start geht.

Mit dem neuen Verbrennungsverfahren wollen die Japaner die Vorzüge von Diesel- und Benzinmotor kombinieren und mehr Fahrspaß bei weniger Verbrauch ermöglichen. So liege etwa das maximale Drehmoment 30 Prozent über den bisherigen Mazda-Benzinern, während der Verbrauch um 20 bis 30 Prozent zurückgehe, erläutern die Entwickler.

Auch wenn das Treibstoff-Luftgemisch nicht zuletzt mit Hilfe eines Kompressors so hoch verdichtet wird, dass es sich alleine entzündet, verzichtet Mazda nicht auf die bisherige Zündkerze. Sondern sie wird auch weiterhin benötigt, um den Verbrennungsvorgang zu steuern und den Motor auch außerhalb des Kompressionsmodus am Laufen zu halten.

Mit der aufwendigen Steuerung und dem Luftverdichter werde der Motor vermutlich teurer als ein konventioneller Benziner, soll aber auch weiterhin weniger kosten als ein Diesel, so Mazda weiter. Dennoch wollen die Japaner vor allem mit Blick auf das hohe Drehmoment und regionale Vorlieben fürs erste auch weiterhin am Diesel festhalten.

(dpa)
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