Gebrauchte Kindersitze mit unbekannter Herkunft nicht nutzen

Ein sicherer Kindersitz zählt zu den wichtigsten Anschaffungen, um Kinder bei der Fahrt im Auto ausreichend zu schützen. Ein Neukauf sei dabei unbedingt angebracht, erklärt die Prüforganisation Dekra.
Beim Kauf eines Kindersitzes ist darauf zu achten, dass er nicht gebraucht ist und ein offizielles Prüf-Siegel (Vorschrift ECE-R 44-04 oder ECE R129) besitzt. Foto: Fredrik von Erichsen/dpa Beim Kauf eines Kindersitzes ist darauf zu achten, dass er nicht gebraucht ist und ein offizielles Prüf-Siegel (Vorschrift ECE-R 44-04 oder ECE R129) besitzt.
Stuttgart. 

Viele Familien mit Kindern müssen aufs Geld achten. Doch bei der Sicherheit sollten sie besser nicht sparen. Gebrauchte Kindersitze unbekannter Herkunft, deren Geschichte sie nicht kennen, sollten Eltern nicht nutzen.

Denn ein Sitz aus einem Unfallwagen könne von außen noch völlig in Ordnung aussehen, innen aber Risse und Brüche haben, erklärt die Prüforganisation Dekra.

Keinesfalls dürften Eltern Sitze mit starken Gebrauchsspuren verwenden, die verformt oder brüchig sind oder deren Schlösser und Verstellmechaniken nicht mehr ordnungsgemäß funktionierten. Sei das alles in Ordnung, sollte stets die Bedienungsanleitung dabei sein, um bei der Montage keine Fehler zu machen. Sie lässt sich in manchen Fällen auch von der Homepage des Herstellers herunterladen.

Aber auch bei unfallfreien Exemplaren können mit der Zeit Wärme und Sonneinstrahlung das Material altern und spröde werden lassen. Das sorge dafür, dass der Sitz die Wucht bei einem Unfall nicht mehr optimal schlucken kann - er könnte beispielsweise schneller aufbrechen und das Kind mit scharfen Kanten verletzen. Generell gilt: Bei älteren Sitzen sei ein Neukauf sicherer.

(dpa)
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