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IG Metall kündigt Warnstreiks ab 8. Januar an

Die IG Metall fordert für die Arbeitnehmer ein Recht auf „verkürzte Vollzeit” mit 28 Stunden Wochenarbeitszeit. Foto: Jens Wolf Die IG Metall fordert für die Arbeitnehmer ein Recht auf „verkürzte Vollzeit” mit 28 Stunden Wochenarbeitszeit.
München/Frankfurt. 

Der Metall- und Elektroindustrie stehen in der laufenden Tarifrunde die ersten Warnstreiks bevor: Die IG Metall wird ab 8. Januar zu Arbeitsniederlegungen in ausgewählten Betrieben in Bayern aufrufen.

Das sagte der IG-Metall-Landeschef Jürgen Wechsler in München. Damit will die Gewerkschaft vor der dritten Verhandlungsrunde am 15. Januar den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen.

Auch im Tarifgebiet Mitte, zu dem Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland gehören, stehen Warnstreiks an, ebenfalls ab dem 8. Januar, wie ein Sprecher in Frankfurt sagte.

Am 31. Dezember endet die Friedenspflicht in der Branche, so dass Warnstreiks ab 1. Januar möglich sind. Knackpunkt der Tarifverhandlungen sind nach Wechslers Einschätzung die weit auseinander gehenden Positionen zur Arbeitszeit.

Die IG Metall fordert für die Arbeitnehmer ein Recht auf „verkürzte Vollzeit” mit 28 Stunden Wochenarbeitszeit, die Arbeitgeber wollen die gegenteilige Richtung und mehr Ausnahmen von der 35-Stunden-Woche mit längeren Arbeitszeiten durchsetzen. Auch in Sachen Geld gibt es keine Übereinstimmung: Die IG Metall fordert sechs Prozent mehr Lohn, die Arbeitgeber bieten bislang zwei Prozent.

Die Metall- und Elektrobranche ist eine deutsche Schlüsselindustrie mit bundesweit 3,9 Millionen Beschäftigten - allein in Bayern sind es 839 000 Beschäftigte und den drei großen Unternehmen Siemens, BMW und Audi.

(dpa)
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