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TV-Kritik: Offenbarungen: In aller Freundschaft wird zu erotischen Komödie

Sinnlich und mit dezent frivolen Anspielungen: "In aller Freundschaft" zeigt sich diesmal neben der melodramatischen Haupthandlung ziemlich offenherzig.
In aller Freundschaft Folge 805: Lea Peters (Anja Nejarri) und Jenne Derbeck (Patrick Kalupa) haben seit langer Zeit wieder einen gemeinsamen Abend miteinander genossen. Doch die erhoffte, aufregende Nacht bleibt leider aus. Foto: MDR/Saxonia Media Filmproduktion/Kiss In aller Freundschaft Folge 805: Lea Peters (Anja Nejarri) und Jenne Derbeck (Patrick Kalupa) haben seit langer Zeit wieder einen gemeinsamen Abend miteinander genossen. Doch die erhoffte, aufregende Nacht bleibt leider aus.

Schwester Miriam (Christina Petersen) empfindet gemischte Gefühle, als sie plötzlich in der Klinik ihrem alten Freund Malte Riedler (Gerrit Klein) gegenübersteht. Was sich noch steigert, als sie mitbekommt, dass sich Riedler als Pfleger an der Sachsenklinik bewirbt. Als plötzlich Dr. Kai Hoffmann (Julian Weigend) dazukommt, an den Riedler extrem unschöne Erinnerungen hat, verliert Riedler die Beherrschung: Er schlägt mit der Faust in einen Kaffeeautomaten.

Die gebrochene Hand lässt er in der Klinik behandeln. Als er erfährt, dass seine Bewerbung abgelehnt wurde, rastet er ein weiteres Mal aus, steht ohne Erlaubnis auf und rast in seinem Auto davon. Kurze Zeit später wird er nach einem Autounfall erneut in die Klinik eingeliefert.

Währenddessen sieht sich Dr. Lea Peters (Anja Nejarri) in eine Auseinandersetzung mit ihrem Freund Jenne Derbeck (Patrick Kalupa) verwickelt, weil sie den gemeinsamen Sohn abstillen will, ohne sich darüber vorher mit Jenne besprochen zu haben.

Die Geschichte des Dr. Hoffmann

In der mittlerweile 805. Folge des Krankenhaus-Dauerbrenners geht es weniger um klassische Patientengeschichten als vielmehr um die Ärzte der Sachsenklinik selbst. In den Handlungsstrang um Malte Riedler sind mit Schwester Miriam und Dr. Hoffmann gleich zwei Ärzte verstrickt. Für das Verhalten Maltes in der Klinik findet sich schließlich mit der medizinischen Begründung mit einem Abszess im Gehirn eine eher allgemeine Lösung.

Das Drehbuch hält den Spannungsfaktor aber bis zum Ende der Episode aufrecht, wenn es sich um die Frage dreht, in welcher Weise Hoffmann und Riedler zuvor aneinandergeraten sind. Dass es dabei nicht zu einer vollkommenen Klärung kommt – Riedlers Verhalten dabei könnte durch den Abszess, aber auch durch seinem Charakter begründet sein - und auch am Ende noch eine gewisse Grundspannung aufrecht erhalten wird, zeigt die Qualitäten der ARD-Reihe ziemlich deutlich.

Die Geschichte zwischen Lea Peters und Jenne Derbeck entwickelt sich dabei im Prinzip zu kaum mehr als bloßem Beiwerk. Allerdings besitzen viele Szenen dabei einen intimen und ironischen Reiz fast wie in einem Ernst-Lubitsch-Film (der berühmte "Lubitsch-Touch"): "In aller Freundschaft" bekommt durch die frivolen Anspielungen mitunter Züge einer erotischen Komödie. Zusammen mit den sichtlich engagierten Schauspielern ergibt das wieder bemerkenswert gute Unterhaltung.

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