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Havarierter Frachter erreicht Wilhelmshaven

Nach mehreren Tagen Löscheinsatz auf See liegt der in Not geratene Frachter „Purple Beach” sicher im Hafen. Die Suche nach der Ursache für die enorme Rauchentwicklung an Bord kann nun beginnen.
Der havarierte Frachter "Purple Beach" wird auf der Höhe des Ortes Schillig von Schleppern in Richtung JadeWeserPort gezogen. Foto: Susann Prautsch Der havarierte Frachter "Purple Beach" wird auf der Höhe des Ortes Schillig von Schleppern in Richtung JadeWeserPort gezogen. Foto: Susann Prautsch
Cuxhaven/Wilhelmshaven. 

Der vor einer Woche havarierte Düngemittel-Frachter „Purple Beach” hat am Abend seinen Notliegeplatz in Wilhelmshaven erreicht. Er sei inzwischen sicher vertäut, teilte das Havariekommando in Cuxhaven mit.

Die rund 13-stündige Fahrt über 40 Seemeilen (74 Kilometer)von der Tiefwasserreede zum Jadeweserport sei reibungslos verlaufen. Am Liegeplatz erwarteten Feuerwehreinheiten den 192 Meter langen Frachter. Für die Nacht wurde eine Sicherheitswache eingerichtet.

Die Besatzung des unter der Flagge der Marshall-Inseln fahrenden Schiffs hatte vor einer Woche Hitze- und Rauchentwicklung in einem Laderaum bemerkt. Mit mehreren Tausend Tonnen Seewasser gelang es, die chemische Reaktion oder den Brand zu stoppen. Was genau in dem mit rund 6000 Tonnen Düngemittel gefüllten Laderaum passiert war, ist weiter unklar. Auch die Höhe des Schadens war am Montag noch nicht absehbar.

Das Havariekommando hatte den Einsatz koordiniert. Experten hatten seit fast einer Woche tagelang mit Seewasser die starke Hitze- und Rauchentwicklung im Laderaum des Schiffes bekämpft. Mehrere Schlepper und Schiffe mit Bergungsfachleuten an Bord begleiteten die „Purple Beach” am Montag auf der Fahrt von ihrem Ankerplatz etwa 30 Kilometer westlich von Helgoland.

Das Unglück hatte den Einsatzleitern zeitweise große Sorgen bereitet. Brandbekämpfer und die Besatzung wurden zunächst vorsorglich in Krankenhäuser gebracht, weil sich eine explosive Atmosphäre um das Schiff gebildet hatte. Es wurde aber niemand schwer verletzt.

Auf den ostfriesischen Inseln und an der Festlandsküste war ein eigenartiger Geruch wahrzunehmen. Nach Luftmessungen konnte jedoch Entwarnung gegeben werden. Den Besatzungen von Mehrzweckschiffen des Bundes gelang es, mit großen Wasserfontänen eine riesige weiße Rauchwolke niederzuschlagen und die Bordwände des Schiffes abzukühlen.

(dpa)
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