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„Der wache Träumer” - Marc Chagall in Münster

Unter den Gemälden, kolorierten Zeichnungen und farbigen Grafiken sind Leihgaben aus dem Centre Pompidou in Paris oder selten gezeigte Werke aus Privatbesitz. 120 sind es an der Zahl.
Das Portrait zeigt Marc Chagall. Bilder > Foto: Guido Kirchner Das Portrait zeigt Marc Chagall.
Münster. 

Rund 120 Werke von Marc Chagall sind von diesem Samstag an in der Ausstellung „Der wache Träumer” in Münster zu sehen.

Im Kunstmuseum Pablo Picasso könnten Besucher in die „fantastische Traumwelt” des Künstlers eintauchen, kündigte das Museum am Mittwoch bei einer Vorpräsentation an. Unter den Gemälden, kolorierten Zeichnungen und farbigen Grafiken sind auch Leihgaben aus dem renommierten Centre Pompidou in Paris oder selten gezeigte Werke aus Privatbesitz.

Chagall (1887-1985) war im weißrussischen Witebsk als Kind einer jüdischen Arbeiterfamilie aufgewachsen. Er zog 1910 nach Paris, lebte zwischenzeitlich auch in Moskau oder in den USA. Der Künstler habe sich zeitlebens gewehrt „gegen das ihm verliehene Etikett des Träumers und wirklichkeitsfernen Fantasten”, sagte Museumsleiter Markus Müller laut Mitteilung. Die Ausstellung bis 20. Januar gehe daher auch den realen Quellen seiner Bildwelt auf den Grund.

So habe Chagalls jiddische Muttersprache mit ihren Sprachbildern und Redensarten die Arbeiten des Künstlers geprägt, aber auch sein Glaube. Zudem habe er in der Ikonenkunst Inspiration gefunden. Chagall lässt in vielen - oft als mystisch und poetisch beschriebenen - Werken Menschen und fantastische Wesen gemeinsam durch seine Bildräume schweben.

(dpa)
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