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Claus Peymann über Stuttgart: „absolute Katastrophe”

Der Theaterregisseur ist wieder zurück in Stuttgart, wo er „König Lear” inszeniert. Von der Stadt ist er aber alles andere als begeistert.
Der Theaterregisseur Claus Peymann ist von Stuttgart alles andere als angetan. Foto: Bernd von Jutrczenka Der Theaterregisseur Claus Peymann ist von Stuttgart alles andere als angetan.
Stuttgart. 

Der Theatermann und einstige Schauspieldirektor von Stuttgart, Claus Peymann (80), hat die Stadt bei seiner Rückkehr nach fast 40 Jahren als „absolute Katastrophe” wahrgenommen.

Stuttgart sei „eine beschädigte, eine menschenfeindliche Stadt”, sagte der 80-Jährige der „Stuttgarter Zeitung” und den „Stuttgarter Nachrichten” (Donnerstag). Dass die Grünen, Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Oberbürgermeister Fritz Kuhn, nicht in der Lage gewesen seien, den Bürgern die noch Jahre dauernde Zumutung der Bahnhofsbaustelle von Stuttgart 21 zu ersparen, sei „eine Schande”.

Dazu komme der Autowahn: „Wenn Sie die Stadt betreten, wissen Sie, wer hier die Macht hat. Die Macht haben Daimler und Porsche.”

Fast 40 Jahren nach seinem Abschied als Intendant in Stuttgart arbeitet Peymann jetzt erstmals wieder dort. Er inszeniert „König Lear” von Shakespeare. Premiere ist am Freitag. Im vergangenen Jahr hatte Peymann seinen Abschied als Intendant des Berliner Ensembles genommen.

(dpa)
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