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Wo Drachen fast lebendig werden

Von Wie aus Geschichten und Bildern im Kopf kreative Kunstwerke werden, das lernen Kinder im Grundschulalter in der Stadtbibliothek. „Buchstabenkunst“ nennt sich das Kooperationsprojekt, zu dem Dozenten der Kunstschule Bad Vilbel einladen.
Kunstpädagogin Frauke Breuer zeigt den Kindern beim Workshop „Im Land der Drachen“, wie sie eine Papiercollage herstellen. Foto: Anne-Rose Dostalek Kunstpädagogin Frauke Breuer zeigt den Kindern beim Workshop „Im Land der Drachen“, wie sie eine Papiercollage herstellen.
Bad Vilbel. 

Es ist ein Brückenschlag zwischen Literatur und Kunst und soll die Welt der Buchstaben für die Kinder mit Fingern greifbar machen. Auf dem Tisch liegen Papiere in bunten Farben, mit verschiedenen Mustern und Strukturen. Auch Stoffreste sind dabei, handgeschöpfte Papiere und natürlich das Handwerkszeug: Scheren, Klebstoff, Pinsel und Stifte.

Verlockend sieht das Material aus, doch einen Moment müssen sich die zehn angemeldeten Kinder noch gedulden. „Wer von euch kennt denn Drachengeschichten?“, fragt die Kunstpädagogin Frauke Breuer.

Basteln mit Feuereifer

Die ersten Finger heben sich. Aus manchen Kindern sprudelt es heraus: Drachen können Feuer spucken, sie haben Flügel oder drei Köpfe, sind gefährlich oder schlafen manchmal auch. „Ihr könnt heute eure Drachengeschichte mit Papier malen“, erklärt Breuer und hebt als Beispiel eine Papiercollage hoch. Mit Feuereifer legen die Kinder los, malen erst die Umrisse eines Drachens auf einen festen Karton, greifen dann zu den verschiedenen Papieren. Sie schneiden Flügel aus, geben dem Drachen ein Schuppenkleid oder gestalten ihn mit Glitzerpapier ganz bunt.

Manche setzen ihn in eine Landschaft mit Bäumen oder Bergen, malen Sprechblasen dazu und eine ganze Drachenfamilie. „Kinder lieben es, eine eigene kleine Welt ganz nach ihren Vorstellungen zu schaffen“, erklärt Kunstpädagogin Breuer.

Die Drachengeschichten seien ein Anreiz, selbst zum Gestalter zu werden, die Geschichte weiterzuspinnen und sich zu überlegen, wie der eigene Drache aussehen könnte. „Die Kinder haben es in den Händen, ihre Figur auch ganz anders erscheinen zu lassen.“ Zwei Stunden haben die Mädchen und Jungen Zeit, ihre Papiercollage zu fertigen. Sie brauchen nur wenig Hilfe und sind mit Begeisterung dabei. Breuer beschränkt sich darauf, den einen oder anderen Tipp zu gehen, zu ermuntern oder zu zeigen, aus welchen unterschiedlichen Papieren sie auswählen können.

Stolz auf eigene Werke

„Drachen sind meistens nachts unterwegs, ich will einen Drachen bei Nacht auf schwarzem Papier haben“, erklärt Nele (6) und geht tatkräftig zu Werke. Max greift erst zu Buntstiften, um seinen Drachen bunt anzumalen. Hazeen sitzt zögernd vor seinem Blatt und denkt nach, wie sein Drache aussehen soll.

Julia kennt die Geschichte vom kleinen Drachen Kokusnuss. So erhält ihr Drache kleine Flügel und sieht zum Schluss putzmunter und bunt aus. Leons grüner Drache dagegen hat sich vor einem gezackten Bergpanorama aus Zeitungspapier-Lettern zur Ruhe gelegt. Am Ende hat jedes Kind ein eigenes Kunstwerk geschaffen.

Nächster Termin ist am Samstag, 25.April, von elf bis 13 Uhr. Kursgebühr vier Euro plus einem Euro Materialkosten. Anmeldung samstags direkt vor Ort in der Stadtbibliothek. Die weiteren Termine sind am 9., 23. sowie am 30. Mai.

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