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Müllabfuhr: Wetterauer Müll ist nun Familiensache

Von Zu Anfang des Jahres hat die Firma Weisgerber den Umweltservice des Containerdienstes Hild im Nidderauer Stadtteil Heldenbergen übernommen. Neu dazu kommt eine Wertstoffsammelstelle für Gewerbekunden. Das mittelständische Unternehmen übernimmt damit die Müllabfuhr für den Wetteraukreis und alle Kommunen im Westkreis außer Bad Vilbel. Drei Millionen Euro hat Weisgerber in den Standort inklusive Infrastruktur investiert. 16 zusätzliche Fahrzeuge gehen ab Januar in Betrieb.
Geschäftsführer Fabian Weisgerber hat die Verantwortung für über 150 Mitarbeiter in den beiden Betriebsstätten Wächtersbach und hier in Heldenbergen. Geschäftsführer Fabian Weisgerber hat die Verantwortung für über 150 Mitarbeiter in den beiden Betriebsstätten Wächtersbach und hier in Heldenbergen.
Nidderau. 

Besonders repräsentativ zeigt sich das Betriebsgelände in der Liebigstraße bisher noch nicht. Doch Geschäftsführer Fabian Weisgerber arbeitet daran. Vieles geschieht im Hintergrund, in Absprache mit der Familie. Außer Fabian Weisgerber und seiner Ehefrau Ulrike sitzen noch die Eltern Monika und Udo Weisgerber sowie Weisgerbers Schwester Lea Drees und Schwager Patrick Drees mit im Boot.

Der Hauptsitz des Unternehmens mit einem 28 000 Quadratmeter großen Betriebsgelände befindet sich in Wächtersbach. Das Gelände der Betriebsstätte in Nidderau umfasst immerhin 5000 Quadratmeter Fläche. „In beiden Betriebsstätten arbeiten über 150 Mitarbeiter. Wir sind bemüht, das Unternehmen weiterzuentwickeln“, sagt Weisgerber.

1964 ist das Unternehmen von seinem Großvater Werner Weisgerber in Brachttal-Udenheim gegründet worden. 1976 machte der Landkreis Druck zur Einführung der „staubfreien Müllabfuhr“ – staubig war die Entsorgung bis dato, weil ein Hauptbestandteil des Hausmülls noch immer Heizungsasche war, die in den offenen Schlund der Müllwagen gekippt wurde. Ab 1985/86 übernahm das Unternehmen die Müllabfuhr für die drei Großkommunen Brachttal, Birstein und Linsengericht mit 26 000 Einwohnern.

In den 1970er-Jahren wurde das Thema Containerdienst aktuell: Da sich der Firmenstandort inmitten der Ortslage mit Wohnbebauung befand, siedelten Weisgerbers Eltern auf Druck der Nachbarn in das Industriegebiet nach Wächtersbach um. 2005 stieg der heute 33-jährige Fabian Weisgerber in das Unternehmen ein.

Aus zehn Nationen

Der gelernte Kraftfahrzeug-Elektriker studierte von 2005 bis 2009 an der Fachhochschule Gießen Umwelt- und Sicherheitstechnik. „2006 kam für uns ein einschneidendes Jahr. Großkonzerne kauften kleine Unternehmen auf und zwangen unsere Kommune zur Ausschreibung. Wir haben Brachttal verloren und Flörsbachtal hinzubekommen“, erinnert sich Weisgerber. Seit 2017, einem Jahr vieler Ausschreibungen, ist das Unternehmen Entsorger in 42 Kommunen mit 400 000 Einwohnern.

Die Dienstleistungen erfolgen zum größten Teil im Main-Kinzig-Kreis, fast flächendeckend im Wetteraukreis sowie in den Landkreisen Offenbach und Fulda. Während in Wächtersbach 110 Mitarbeiter beschäftigt sind, entstehen in Nidderau 43 Arbeitsplätze für Müllwerker, Fahrer, Mitarbeiter in der Werkstatt, der Verwaltung und im kaufmännischen Bereich. „Im Bereich der Müllwerker-Tätigkeit arbeiten Menschen aus zehn Nationen bei uns“, sagt Weisgerber. Jährlich übernimmt die Firma zwei Azubis. Seit zwei Jahren bildet Weisgerber zudem Berufskraftfahrer aus.

Übernahme verschoben

Für den Standort Nidderau hat sich Weisgerber entschieden, da die Inhaber des Containerdienstes Hild, die Familie Mitting, aus Altersgründen verkaufte. Weisgerber erhielt nach ersten Gesprächen im März den Zuschlag – als einer von vier Bewerbern.

Die geplante Übernahme im August hat sich wegen Krankheit und Notarterminen auf den ersten November verschoben. „Wir haben die beiden Mitarbeiter und die Aufträge komplett übernommen und bauen den Standort aus“, sagt Weisgerber. Der Containerdienst soll künftig mit vier Mitarbeitern weitergeführt werden. Ein Containerturm mit Büro und Sozialräumen ist mittlerweile aufgestellt. Es gibt Boxen für das Zwischenlagern von Abfällen. Die Waage für Fahrzeuge ist mit dem 1. Januar in Betrieb gegangen. Auch die Zusammenarbeit mit der Stadt läuft laut Weisgerber gut. Die Baugenehmigung für die Container wurde innerhalb von 14 Tagen erteilt.

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