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„Smart-Home“-Experten: Wenn das Haus Einbrecher abhält

Wie sieht das Wohnen der Zukunft aus und was davon ist bereits heute zu haben? Eine zweitägige Messe in der Musterhausausstellung in Bad Vilbel will diese Fragen beantworten. Der Kühlschrank, der seinen Inhalt auflistet und an das Smartphone des Besitzers sendet, ist längst nicht mehr die einzige Neuerung in der Branche.
Reinhard Otter (rechts) und Andreas Richiger zeigen die neuesten „Smart-Home“-Trends. Über das Tablet können nicht nur Lichter an- und ausgeschaltet werden. Reinhard Otter (rechts) und Andreas Richiger zeigen die neuesten „Smart-Home“-Trends. Über das Tablet können nicht nur Lichter an- und ausgeschaltet werden.
Bad Vilbel. 

Das Haus dunkelt bei starkem Licht die Fenster ab, vertreibt selbstständig Einbrecher und schaltet die Heizung rechtzeitig an, damit der Bewohner es nach Feierabend angenehm warm hat. All das ist Realität: „Man muss den Leuten zeigen, was man heute alles machen kann“, erklärt Reinhard Otter, Ingenieur und Redakteur beim Magazin „Das intelligente Haus“. Zwei Tage lang zeigten über 40 internationale Marken und Anbieter auf Einladung des Magazins Neuheiten in der „Smart-Home“-Branche.

Künftig jedes Jahr

„Die Messe ist schon zum zweiten Mal hier in der Ausstellung ,Eigenheim und Garten’ in Bad Vilbel“, berichtet Otter. „Künftig soll sie jedes Jahr hier in Bad Vilbel stattfinden.“ Deutschlands größte Musterhausaustellung eigne sich perfekt für eine Messe dieser Art: „Eine Messehalle mieten kann jeder. Wir dachten uns, es wäre schön, die Neuheiten in fertigen Häusern zu zeigen und als eine Art Erlebnismesse anzubieten“, sagt der Ingenieur. Die insgesamt 40 „Smart-Home“-Aussteller haben dazu einige der Musterhäuser mit ihrer Technik bestückt. „Wenn man jemanden überzeugen will, muss man ihm das zeigen“, weiß Reinhard Otter.

Vom Kühlschrank, der eigenständig Milch nachbestellt, hat mittlerweile wohl jeder gehört. „Das ist allerdings gar nicht so beliebt“, weiß der Experte. „Der Kühlschrank, der seinen Inhalt auf dem Smartphone anzeigt, kommt noch besser an“, erläutert er.

Doch sei in der Branche vor allem ein Trend festzustellen: Sicherheit. „Die lässt sich mit Technik gut unterstützen“, berichtet Otter. „Wird ein Überwachungssystem scharf geschaltet und Sensoren registrieren eine Bewegung, springen im Haus alle Lichter an und die Stereoanlage dröhnt los“, nennt er als Beispiel. Doch auch das Einsparen von Energie sei ein wichtiges Ziel für „Smart-Home“-Anlagen: „Gerade in alten Wohnungen kann die computergesteuerte Regelung von Heizungen sehr viel Geld sparen.“ Selbst Türklingeln würden revolutioniert: „Das System weiß, wo ich mich aufhalte und wenn es dann an der Tür klingelt, klingelt es nur in diesem Raum“, beschreibt Reinhard Otter.

Steuerung übers Handy

„Viele Leute steigen über so einfache Dinge wie steuerbares Licht ein und rüsten ihr Haus dann immer weiter auf“, weiß Otter. Störungen seien selten. „Störungen in einem smarten Haus gibt es kaum. Das ist wie wenn in einem herkömmlichen Haus mal die Sicherung herausfliegt“, beschreibt der Experte.

In einem der Musterhäuser auf dem Gelände hat die Schweizer Firma „Bootup“ das Wohnzimmer umgerüstet. Auf einem Bildschirm ist ein Grundriss des Hauses zu sehen, per Touchscreen kann zwischen den einzelnen Geschossen hin und her gewechselt werden. Gelbe Punkte zeigen Lampen an, eine Berührung auf einen von ihnen – und schon leuchtet die entsprechende Lampe auf.

„In einem voll ausgebauten ,Smart Home’ kann ich alles über das Handy oder ein Tablet steuern“, zeigt Andreas Richiger, Manager der Firma. „Ich kann außerdem einstellen, dass das Haus so tut, als wäre ich zu Hause, wenn ich im Urlaub bin“, erklärt er einen der Vorzüge.

Rollläden würden dann automatisch hoch und runterfahren, Lichter an- und ausgehen. „Außerdem kann sich das System Wetterinformationen aus dem Internet ziehen und entsprechend die Heizung und die Rollläden regeln, wenn man nicht zu Hause ist.“ Was eine komplette Umrüstung eines Hauses koste, sei schwierig zu beziffern, doch nennt er 10 000 Euro als Richtwert.

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