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Infobörse: Welchen Weg soll ich nach der Schule einschlagen?

Nach dem Abitur geht’s erst richtig los. Doch für die meisten Schüler der Oberstufe stellt sich die Frage nach dem „Wie“: Welchen Weg soll ich einschlagen, wenn der Abschluss geschafft ist? Studium oder Beruf? Und welcher Beruf ist überhaupt der richtige für mich? Die Karbener Kurt-Schumacher-Schule will ihren Schülern helfen, Antworten auf diese Fragen zu finden.
Annika Duchatsch erklärt Antonia aus der E-Phase den Einstieg ins Studium. Annika Duchatsch erklärt Antonia aus der E-Phase den Einstieg ins Studium.
Karben. 

Um allen Unentschlossenen zur Seite zu stehen, veranstaltete die Karbener Kurt-Schumacher-Schule nun zum vierten Mal eine Job-Infobörse. Alle kommenden Schulabgänger konnten sich im Verlauf des Abends über den Einstieg in Studium und Beruf informieren. Für die Eingangsphase war die Infobörse zugleich eine Vorbereitung auf das im März beginnende Berufspraktikum – die gesamte Oberstufe hatte Anwesenheitspflicht. Der Abi-Jahrgang, der sich derzeit auf seine Prü-fungen vorbereitet, sorgte mit einer Kuchentheke fürs leibliche Wohl.

Organisiert wurde die Veranstaltung, wie schon in den Vorjahren, von der Fachbereichsleiterin für Gesellschaftswissenschaften, Monika Lenniger. Zusammen mit Lehrer Florian Cöster hat sie ein Konzept entwickelt, das bei den Schülern Anklang fand. Über 16 Berufsfelder wurden vorgestellt. Dazu gehörten Jura, Bankenwesen, Bauingenieurwesen, Betriebswirtschaftslehre, Medizin, Sport, Kunst, Architektur, Psychologie und Medienberufe.

Die Organisatoren Florian Cöster und Monika Lenniger zeigen am Übersichtsplan, wo die Vorträge im Schulgebäude stattfinden. Bild-Zoom
Die Organisatoren Florian Cöster und Monika Lenniger zeigen am Übersichtsplan, wo die Vorträge im Schulgebäude stattfinden.

Ganz nach persönlichem Interesse hatten die Jugendlichen die Möglichkeit, sich in einzelne Informationsgruppen einzuwählen. Die Themenbereiche wurden dann im kleinen Kreis besprochen, so dass auch spezifische Fragen erörtert werden konnten. Dabei dienten verschiedene Klassenräume als Konferenzzimmer. Der Clou aber war, dass neben Polizisten, Berufsfachleuten und Professoren auch Ehemalige der KSS in diesen Gruppen Info-Arbeit leisteten. So konnten sich Gespräche auf Augenhöhe entwickeln. Die notwendigen Informationen wurden in Form von Power-Point-Folien präsentiert.

„Die Veranstaltungen der letzten Jahre waren erfolgreich“, resümiert Monika Lenniger vor der Eröffnung in der Schulaula. „Wir wollen keine Veranstaltung, bei der ein Vortrag den nächsten jagt und am Ende alle erschöpft heimgehen. Unser Ansatz geht eher in die Richtung einer individuellen Beratung.“

Persönliche Note

Im kleinen Kreis, vielleicht sogar im eigenen Klassenzimmer, traue man sich eher Fragen zu stellen als im Hörsaal einer Universität, vermutete Lenniger. Die Ehemaligen habe man mit Hilfe der Schulleitung als Referenten angefragt. Sie seien alle gerne gekommen, obwohl manche gerade mitten im Prüfungsstress steckten.

Info: Der Fahrplan zur Berufsorientierung

8. Schuljahr   Die Vorbereitungsphase auf die Zeit nach der Schule beginnt mit einem Betriebspraktikum und einem Bewerbungstraining

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Ralph Schwägerl (Betriebswirtschaftslehre), Lisa Buxmann (Medizin) und Leonie Lehlbach (Jura) als Vortragende fanden die Idee ebenfalls gut. Alle drei versuchten ihren Zuhörern die Realität des Studierens zu vermitteln. „Ich möchte es so erzählen, wie ich es jeden Tag erlebe“, sagte Jura-Studentin Lehlbach. „Mir geht es auch darum, eine persönliche Note mit einzubringen.“

Abi-Schnitt ist wichtig

Annika Duchatsch kümmerte sich an diesem Abend um den Lehrernachwuchs. Die ehemalige KSS-Schülerin, die selbst noch am Anfang des Studiums steht, informierte übers Lehramt. Interessierte konnten von ihr erfahren, wie der Studiengang abläuft, welche Anforderungen bestehen oder wie man einen Job bekommen kann.

Der erreichte Notenschnitt im Abitur sei maßgeblich dafür, in welchen Schulzweig man später unterrichten möchte. „Interesse am Umgang mit Kindern und Jugendlichen ist natürlich die Grundvoraussetzung. Ebenso ist es von Vorteil, wenn man schon einmal mit Kindern gearbeitet hat“, sagte die angehende Lehrerin. „Vielleicht während eines Praktikums im Kindergarten oder ähnliches. Dadurch merkt man auch, mit welcher Altersgruppe man besser klarkommt. Nicht alle Lehrer möchten oder können Grundschulklassen unterrichten und umgekehrt.“

Auf ihre persönliche Intention angesprochen, ließ Annika Duchatsch Zahlen und Fakten beiseite und beschrieb ihren Berufswunsch mit Idealismus: „Es ist mein Ziel, die Kinder und Jugendlichen weiterzubringen. Als Lehrerin möchte ich ihnen etwas auf ihren Lebensweg mitgeben. Man kann ihnen vielleicht nicht das ganze Leben offenlegen, aber doch einen wichtigen Teil davon“, sagt die Studentin überzeugt.

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