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Acht Direktkandidaten versuchen den Sprung in den Bundestag zu schaffen: Wahlkreis 175 : Matthias Zach, der Herausforderer

Der Noch-Kreisbeigeordnete des Main-Kinzig-Kreises und ehemalige Bürgermeister von Niederdorfelden Matthias Zach soll für die Grünen bei der kommenden Bundestagswahl am 24. September den Wahlkreis 175 – Main-Kinzig–Wetterau II und Schotten – erobern. Wir stellen ihn und seine Mitbewerber in unserem Teil 2 zur Bundestagswahl vor.
Matthias Zach in seinem Büro in Gelnhausen. Bilder > Matthias Zach in seinem Büro in Gelnhausen.
Mainz-Kinzig-Kreis. 

Wenn in knapp zwei Wochen die Wähler des Wahlkreises 175 bei der Bundestagswahl abstimmen, wer künftig im fernen Berlin ihre Belange im heimatlichen Wahlkreis vertritt, kann dies mit seiner Erststimme auf dem Wahlzettel tun.

Auch der Grüne Matthias Zach ist einer der acht Kandidaten, die als Direktkandidat des Wahlkreises antreten. Dabei haben im Wahlkreis 175 insgesamt 178 369 Bürger die Wahl, ihr Kreuzchen am 24. September an der richtigen Stelle zu setzen.

Bettina Müller (SPD) Bild-Zoom Foto: www.susieknoll.de
Bettina Müller (SPD)

Ein Blick zurück auf die 18. Bundestagswahl im Jahr 2013, damals lag Peter Tauber (CDU) mit 48,8 Prozent klar vor Bettina Müller (SPD) mit 32,4 Prozent. Die Grünen wurden vor fünf Jahren zwar drittstärkste Kraft, lagen aber mit ihrem Direktkandidaten Udo Weiß mit 5,4 Prozent im Wahlkreis 175 aussichtslos zurück. Wenn alle Prognosen stimmen, wird das Ergebnis in diesem Jahr ähnlich deutlich ausfallen.

Berufliche Ziele erreicht

Doch das kümmert den Grünen Matthias Zach aus Niederdorfelden nicht. „Ich habe all meine beruflichen Ziele durch die Partei erreicht. Jetzt bin ich 65 Jahre und es ist höchste Zeit, meine Dankbarkeit nicht nur zu zeigen, sondern mich auch für meine Parteifreunde ins Zeug zu legen“, erklärt Zach zu seiner Motivation und seinen Aussichten als Direktkandidat für die bevorstehende Wahl. Ihn stört dabei nicht einmal, dass ihn seine Landespartei auf der Landesliste nicht einmal berücksichtigt hat.

Peter Tauber (CDU) Bild-Zoom Foto: imago stock&people (imago stock&people)
Peter Tauber (CDU)

„Ich bin seit 1987 in der Politik unterwegs, erst ehrenamtlich und später dann hauptberuflich. Und weil ich in dieser Zeit viel erlebt habe, habe ich mir deshalb auch das Motto ’Zukunft wird aus Mut gemacht“ gewählt“, erklärt Zach weiter. Nach seiner Ansicht sei Mut die Voraussetzung für alle Entscheidungen. Viele habe er in seinem bisherigen Leben getroffen. Nicht alle seien richtig gewesen, aber immerhin habe er die Entscheidungen getroffen.

Der Wahlkreis

Zum Wahlkreis 175 – Main-Kinzig, Wetterau II, Schotten – gehören folgende Orte: Bad Orb, Bad Soden-Salmünster, Biebergemünd, Birstein, Brachttal, Flörsbachtal, Freigericht, Gelnhausen, Gründau,

clearing

Das sei auch einer der Gründe, weshalb er sich nun der Herausforderung stelle. „Es gehört schon eine Portion Mut dazu, gegen etablierte Bundestagsabgeordnete wie Peter Tauber und Bettina Müller anzutreten und ihre politischen Aussagen infrage zu stellen“. Aber in seinen Augen laufe in letzter Zeit vieles falsch, und das gelte es zu korrigieren. „Wenn ich den Wählern klarmachen kann, was auch für sie besser laufen könnte und wie die Wege dahin aussehen, so ist mein Wahlkampf doch nicht umsonst.“

Nicht amtsmüde

Erst vor kurzem hat der 65 Jährige bewiesen, dass er lieber Taten als große Worte sprechen lässt. So bewies er Anfang des Jahres, dass er noch lange nicht amtsmüde ist und am liebsten seine Dienstzeit beim Kreis verlängern würde. Auch in Hanau hatte er unlängst Ambitionen als Nachfolger des Grünen Stadtrates Andreas Kowol angemeldet, weil der Anfang April eine andere Aufgabe übernommen hatte.

Am liebsten aber würde er jetzt als direkt gewählter Bundestagsabgeordneter nach Berlin gehen. Er habe auch ein klares Plus vorzuweisen. “ Denn aufgrund meiner langjährigen Tätigkeit als Bürgermeister und als Kreisbeigeordneter und aufgrund meines Fachwissens aus dieser Zeit habe ich große Vorteile gegenüber meinen Konkurrenten“.

Seine Schwerpunktthemen sieht Zach eindeutig in der Bildungspolitik. „Die Kinderbetreuung überfordert mittlerweile finanziell fast alle Kommunen. Und deshalb soll der Staat nicht nur für die bauliche Infrastruktur sorgen, sondern auch für die Betriebskosten und damit für die Personalkosten“, fordert Matthias Zach.

Auch auf dem Sektor Integration von Flüchtlingen sieht er noch großen Handlungsbedarf. Und bei der Diskussion über den Dieselmotor hat er auch eine klare Meinung. Die deutsche Autoindustrie habe zwar die Zukunft verpennt, doch sei das nicht gleichbedeutend mit dem Aus für den Verbrennungsmotor. Trotzdem müssten sich die Autofirmen den neuen Herausforderungen schnellstens stellen.

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