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Bekleidungsfirma: Vögele-Filiale schließt doch

Die Bekleidungsfirma Charles Vögele wurde verkauft, doch sollen die Mitarbeiter übernommen werden und die deutschen Vögele-Filialen unter dem Namen Miller&Monroe in neuem Glanz erstrahlen. Darüber berichtete diese Zeitung erst gestern. Doch wie sich nun herausstellte, können insgesamt zehn deutsche Vögele-Filialen nicht vom neuen Konzept profitieren. Das betrifft ausgerechnet auch die Filiale im Dortelweiler Brunnencenter, obwohl dort mit der Neueröffnung und dem Erhalt der Mitarbeiter geworben wird.
Hier droht nun doch ein Leerstand: Entgegen der Aussage der Informationblätter, die an die Kunden verteilt werden, wird die Vögele-Filiale im Brunnencenter doch schließen. Foto: Niklas Mag Hier droht nun doch ein Leerstand: Entgegen der Aussage der Informationblätter, die an die Kunden verteilt werden, wird die Vögele-Filiale im Brunnencenter doch schließen.
Bad Vilbel. 

Wir haben bereits berichtet, dass die Modekette Charles Vögele an niederländische Investoren verkauft wird.Davon ist nun auch die Vögele-Filiale im Brunnencenter in Dortelweil betriffen. Räumungsverkauf herrscht derzeit in dem Kleidungsgeschäft. Von April bis September wollen die neuen Eigentümer die rund 200 deutschen Filialen auf das Konzept Miller&Monroe umstellen, das nicht nur ein frisches Ladendesign, sondern auch eine Erweiterung des Sortiments verspricht, darunter Kleinmöbel und anderes Wohnzubehör.

Die Mitarbeiter sollen zudem erhalten bleiben, heißt es in einer Meldung, die im Dortelweiler Brunnencenter, im Vögele an die Kunden, verteilt wird. Auch in einer ersten Pressemitteilung der neuen Inhaberfirma Victory and Dreams Holding zum Kauf von Vögele, aus dem Frühjahr diesen Jahres, war noch keine Rede davon, dass manche der deutschen Vögele-Filialen nicht unter neuem Namen neu eröffnet werden.

10 Filialen sind betroffen

Die Aussage der Vögele-Sprecherin Saskia Wallner, die erst gestern die Redaktion dieser Zeitung erreichte, vermittelt jedoch genau das: „Die Filiale in Bad Vilbel gehört leider zu den wenigen Standorten, die nicht auf Miller&Monroe umgestellt werden“, erklärt Wallner darin. Insgesamt gehe es dabei um zehn deutsche Filialen, die man aus strategischen Gründen nicht dem Konzept des neuen Eigentümers anpassen werde. „Dies hat in der Regel mit der Lage oder der Größe der Filiale zu tun“, fährt Saskia Wallner fort.

Die Filiale in Bad Vilbel werde im Januar 2019 geschlossen. Mit dieser Neuigkeit würde dem Brunnencenter also doch noch ein weiterer Leerstand drohen. Fünf von 20 Läden stehen leer, ehemalige Ladeninhaber beschuldigten den Eigentümer des Centers, den Immobilienfonds der Deutschen Bank, der RREEF Investment GmbH, viel zu hohe Mieten zu verlangen und sich nicht um die Belange der Kunden und der Ladenbesitzer zu kümmern (diese Zeitung berichtete). Das Centermanagement hatte auf Anfragen dieser Zeitung zum Leerstand und zum Vögele-Verkauf zu Beginn der Woche nicht reagiert.

Doch anscheinend fehlen dem Centermanagement selbst Informationen darüber, dass Miller&Monroe Vögele in Bad Vilbel nicht ersetzen werde. Gestern erklärte Mariya Neufeld,Centermanagerin des Brunnencenters, auf eine erneute Anfrage: „Diese Aussage kommt überraschend.“

Info liegt nicht vor

Die Information, dass die Vögele-Filiale in Bad Vilbel ab Januar 2019 nicht weiter bestehen werde, liege dem Centermanagement nicht vor. „Über genaue Mietverhältnisse kann ich keine Auskunft geben“, betont sie, mehr will sie derzeit zu dem Thema auch nicht sagen.

Wieso in der Vögele-Filiale in Bad Vilbel Informationsblätter an die Kunden verteilt werden, die das neue Konzept und den Erhalt der Mitarbeiter anpreisen, bleibt unklar. Doch sieht es nun ganz danach aus, als würde dem Brunnencenter ein weiterer Leerstand, zudem der einer sehr großen Ladenfläche, bevorstehen.

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