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Naturschutz: Trio gründet Wetterauer Nabu-Jugendgruppe

Von Im Wetteraukreis soll nach 25 Jahren wieder eine neue Naturschutz-Jugendgruppe gegründet werden. Zum ersten Treffen am 10. März im Friedberger Jugendzentrum Junity sind interessierte Jugendliche ab zwölf Jahre eingeladen.
Gründen eine neue Naju-Gruppe in der Wetterau (von links): Maximiliane Heuer, Marco Schwab und Carl Luis Schädel. Foto: Corinna Weigelt Gründen eine neue Naju-Gruppe in der Wetterau (von links): Maximiliane Heuer, Marco Schwab und Carl Luis Schädel.
Friedberg. 

Es gibt mehrere Naju-Gruppen (Naturschutzjugend) im Hochtaunuskreis. Auch in Ortenberg ist die Jugend stark für den Naturschutz engagiert. Im Wetteraukreis hingegen gibt es seit gut 25 Jahren keine Jugendgruppe des Naturschutzbundes (Nabu) mehr – das soll sich nun ändern. Mehrere Jugendliche haben sich zusammengefunden, um eine Naju-Gruppe zu gründen.

Einer von ihnen ist Carl Luis Schädel. Der Jugendliche aus Ortenberg hat bereits Gruppenleitungslehrgänge absolviert und engagiert sich in seiner Freizeit aktiv für den Naturschutz. Mit Marco Schwab aus Rosbach hat er einen Mitstreiter gefunden, der die gleichen Interessen pflegt. Unterstützung erhalten die beiden von Maximiliane Heuer (25), Leiterin der Friedberger Nabu-Kindergruppe. „Es gibt den Nabu, in dem sich Erwachsene engagieren, und viele Kindergruppen ab sechs Jahren“, erklärt der 16-jährige Marco Schwab. „Nur die Lücke dazwischen wird derzeit nicht geschlossen.“

Frank Uwe Pfuhl, Vorsitzender der Nabu-Umweltwerkstatt Wetterau, sei einer der letzten offiziellen Naju-Jugendlichen der Wetterau gewesen. Er habe die Jugendlichen auch zusammengeführt und motiviert, eine neue Naju-Gruppe für den Kreis zu gründen. Wobei Pfuhl das Potenzial seiner jungen Ansprechpartner sicher schnell erkannt haben dürfte, denn an Motivation fehlt es den drei Akteuren ganz und gar nicht.

Geocaching und Seminare

Im Sommer 2017 sei die Idee gereift, kurz vor Weihnachten entwickelten sich die Strukturen. Mittlerweile haben die Aktiven zahlreiche Flyer gedruckt. „Wir haben um die 1500 Flyer in den weiterführenden Schulen der Wetterau verteilt“, erzählen Schwab und Schädel. Plakate wurden gedruckt und aufgehängt, informiert wird auch in den sozialen Medien Facebook und Instagram. „Wir möchten in Zukunft Veranstaltungen wie Geocaching, Workshoptage, Naturschutzeinsätze und vieles mehr zusammen machen und freuen uns über jeden, der mitmachen möchte“, sagt das Gründungsteam.

Für das erste Treffen am 10. März ist bereits ein umfangreiches Programm vorgesehen. So dient das erste Zusammenkommen nicht nur dem Kennenlernen. „Wir bieten auch einen kleinen Vortrag an, möchten Nistkästen gestalten, je nach Wetterlage die Fahrräder des Junity nutzen oder zu Fuß die Umgebung erkunden und gemeinsam Pizza backen“, erklärt Schwab.

Im Vordergrund stehen die gemeinsamen Interessen, Spiel und Spaß. Das Angebot ist kostenfrei, werde von dem örtlichen Nabu und der Naju Hessen finanziell unterstützt. Die Naju ist der eigenständige Jugendverband des Nabu und mit über 8000 Mitgliedern in über 125 Kindergruppen die größte Jugendumweltorganisation in Hessen. Der Verein bietet Freizeiten auf Landesebene an. Zudem ist er in Kindergruppen vor Ort organisiert.

Keine Vorkenntnisse

Die Gruppen sind vor allem im praktischen Naturschutz aktiv: Sie pflanzen Bäume, bauen Krötenfangzäune, kümmern sich um Streuobstwiesen und schützen Vögel, Insekten sowie Fledermäuse. In regelmäßigen Treffen erlernen die Kinder so den nachhaltig orientierten Umgang mit ihrer Umwelt. Freizeiten und Zeltlager bieten die Möglichkeit, die Natur hautnah zu erleben, zu erforschen und abends am Lagerfeuer zu sitzen. Viele Aktivitäten, die zukünftig auch in der Wetterau gezielt umgesetzt werden sollen. „Ideen sind reichlich da“, so Marco Schwab.

Im Junity steht den Jugendlichen hierfür auch eine Werkstatt zur Verfügung. Gerne möchte das Team auch an Aufräumaktionen in den Städten teilnehmen. „Wichtig ist es, herauszufinden, was die Jugendlichen wollen“, meint Carl Luis Schädel. „Das können genauso politische Interessen sein, wir sind offen für neue Ideen.“ Vorkenntnisse zum Naturschutz sind nicht erforderlich. Nach dem ersten Termin im März sind weitere monatliche Treffen geplant.

Reinschnuppern dürfen Interessierte jederzeit, ganz ohne Druck und Zwang. Bewusst habe man sich für das Jugendzentrum Junity als zentralen Anlaufpunkt entschieden. „Friedberg ist mit den öffentlichen Verkehrsmitteln optimal erreichbar, egal, von wo man kommt“, sagt Schwab. „Auf den Flyern haben wir gleich den Bus FB-34 vom Bahnhof in Richtung Burgfeld mitvermerkt.“

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