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Besuch in Kitas: Theaterschule der Burgfestspiele bereitet Kinder spielerisch auf Vorführungen vor

Patenklassen, Theaterschulen und Seminare für Kinder stehen bei den Burgfestspielen hoch im Kurs. Besonders wichtig ist der Festspielleitung dabei, dass die Kinder sich wohlfühlen.
Neugierde wecken: Theaterpädagoge Matthias Keller bereitet eine Kita-Gruppe auf den Besuch der Oper „Hänsel und Gretel“ vor. Neugierde wecken: Theaterpädagoge Matthias Keller bereitet eine Kita-Gruppe auf den Besuch der Oper „Hänsel und Gretel“ vor.
Bad Vilbel. 

Die Burgfestspiele faszinieren nicht nur durch die in einer Burgruine gelegene Freilicht-Bühne, sondern auch durch die vielen verschiedenen Angebote und Stücke, besonders für Kinder. Jedes Jahr werden mittlerweile Musicals, klassische Theaterstücke und sogar Opern für Kinder wie „Hänsel und Gretel“ auf der Bühne gezeigt. Damit selbst die jüngsten Gäste der Burg besonders die Opern genießen können, besucht Theaterpädagoge Matthias Keller (29) Grundschulen und Kindertagesstätten im Umkreis von Bad Vilbel und Frankfurt.Eine Stunde lang erklärt der 29-Jährige den jungen Teilnehmern von einem Alter ab fünf Jahren spielerisch, was eine Oper ist und wie man sie versteht.

„Mir geht es nicht um die musikwissenschaftlichen Theorien einer Oper, sondern darum, Neugierde bei den Kindern zu wecken“, erklärt Keller. „Wir möchten auf den Genuss der Oper vorbereiten“, fügt Ruth Schröfel hinzu. Schröfel hat seit den Anfängen 2011 mitgeholfen, den Bereich der Theaterpädagogik bei den Burgfestspielen aufzubauen. „Mittlerweile sind ungefähr 800 Kitas und 600 Schulen bei uns registriert. Von diesen haben schon viele Gruppen eine Inszenierung bei uns besucht und sind auch darauf vorbereitet worden“, erzählt sie.

Was gerade passiert

„Wichtig ist, dass die Kinder verstehen, dass sie vor allem bei den Gesängen der Oper nicht alles verstehen müssen, um die Handlung verstehen zu können. Sie sollen verstehen, dass man durch die Musik genug versteht. Beispielsweise wenn die Hänsel und Gretels Mutter mit ihren Kindern schimpft und man den Text des Stückes nicht versteht, merkt man aber wegen der Wut in dem Stück und der schauspielerischen Darstellung, was gerade passiert“, erzählt Keller. Bei Kindern habe man den großen Vorteil, dass sie der Oper unvoreingenommen gegenübertreten.

„Schwierig wird es nur, wenn Kinder die voreingenommene Einstellung gegenüber Opern von Erwachsenen übernommen haben.“ Das komme aber nicht oft vor. Meistens wüssten die Kinder nicht, was das ist und seien sehr offen. Manchmal werde die „Oper“ auch mit dem „Opa“ verwechselt“, lacht Schröfel. „Für Kinder ist auch relevant, dass sie verstehen, dass sich Humperndincks Oper an das Märchen, in diesem Fall Hänsel und Gretel, das sie kennen, nur anlehnt.

Infos im Netz

Weitere Informationen zu den Bad Vilbeler Burgfestspielen und ihren Angeboten gibt es im Internet unter www.kultur-bad-vilbel.de. Infos zur Theaterarbeit mit Kindern und Jugendlichen finden

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Und wenn sie dieses und das Prinzip der Oper mit ihrem Gesang nicht verstehen, steigen sie aus. Das wollen wir mit den Workshops verhindern. Wir wollen, dass die Kinder die Oper genießen können“, erklärt Schröfel. Sie zeigt außerdem die Vorteile der Burgfestspiele auf: „Wir haben eine Freilichtbühne. Das senkt bei ganz vielen Kindern die Hemmschwelle und sie fühlen sich wohler.“ Zusätzlich zu den Workshops bietet das Theaterpädagogik-Team der Burgfestspiele noch viele weitere Angebote für Kinder und Jugendliche. Von einwöchigen Theaterworkshops mit professionellen Schauspielern in den Sommerferien über Patenklassen bis zu einer halbjährigen Theaterschule mit eigener Theaterstück-Erarbeitung sowie -Aufführung ist alles im Programm dabei.

Stücke erarbeiten

Die Burgfestspiele haben bereits zum zweiten Mal eine Patenklasse in der Grundschule Harheim in Frankfurt. Die Klasse begleitet den Produktionsprozess bis zur fertigen Aufführung mit. So waren sie bei Proben dabei und lernten die verschiedenen Stadien der Opernproduktion kennen.

Dann haben sie sich dann das Stück angesehen und als Abschluss gab es eine Autogrammstunde mit den Schauspielern. „Wichtig ist uns, dass sich die Kinder in der Burg wohlfühlen. Die Workshops funktionieren auch nach dem Motto: ’Wer mehr weiß, sieht auch mehr.’“, erzählt Schröfel. Für den Fall, dass manche Gruppen die Burgfestspiele nicht besuchen können, weil sich einzelne Kinder den Besuch nicht leisten können, wurde ein Sozialfond eingerichtet: „Damit jeder unsere Burgfestspiele genießen kann“, so Schröfel.

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