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Verzierungen und Sandstein schmücken das Gebäude in der Friedberger Straße: Sprudelapotheke in Bad Vilbel gilt als architektonische Rarität

Wetterau und Main-Kinzig haben viele Gebäude mit historischem Wert zu bieten. Manche kann der Beobachter erst auf den zweiten Blick entdecken. Die FNP hat sich umgesehen und bietet nun eine Auswahl an. Heute in Teil 11: Die Bad Vilbeler Sprudelapotheke.
Die Sprudel-Apotheke in Bad Vilbel. Die Sprudel-Apotheke in Bad Vilbel.
Bad Vilbel. 

Ein architektonisches Kleinod ist die Sprudelapotheke in Bad Vilbel: Das Gebäude wurde 1906 vom Gießener Architekt Hans Meyer für den Apotheker Wilhelm Mettenheimer gebaut. Doch bereits seit 1843 stand in der Friedberger Straße 13 eine Apotheke, nachdem das 1717 erbaute Gebäude zuvor als Gasthaus genutzt wurde. Wilhelm Mettenheimer, Spross einer alten Apotheker- und Ärztefamilie, die bis 1320 zurückzuverfolgen ist, erwarb es 1900, entschloss sich aber zum Abriss des baufälligen Gemäuers. Das ging problemlos vonstatten, damals war der Begriff Denkmalschutz noch nicht bekannt.

Schwieriger erwies sich die Beseitigung einer Akazie vor dem Haus, die Mettenheimer mit Schwarzpulver sprengte. Chronisten berichten von einer meterhohen Stichflamme und einem Trümmerregen aus Steinen, Wurzeln und Erde. Mettenheim musste eine Ordnungsstrafe von sechs Mark wegen groben nächtlichen Unfugs berappen. Doch dann entstand das neue Gebäude mit typischen Jugendstil-Merkmalen wie den geschwungenen Verzierungen aus Sandstein um die Fenster, den Säulen und halbrunden Bögen der Loggia und der originellen Aufteilung der Dachfläche.

Über den Ladenräumen liegt die Wohnung der Apothekerfamilie. Inzwischen wohnt dort Norbert Hohl, der die Apotheke von seinem Vorgänger Kurt Sebald übernommen hatte. 2002 gab Hohl eine Sanierung in Auftrag: Das Dach musste neu aufgelattet und eingedeckt werden, an den Kaminen waren Reparaturen vorzunehmen und ein paar Balken des Fachwerks wiesen Faulstellen und Insektenfraß auf.

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