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Ortsdurchfahrt: So wird in Klein-Karben bis 2019 saniert und gesperrt

Von Das wird ein Kraftakt: Vom Sommer an wird die Ortsdurchfahrt Klein-Karben saniert. Für die Anwohner wird das hart, ebenso für die übrigen Bewohner von Karbens größtem Stadtteil, für viele Rendeler, Groß-Karbener und den überörtlichen Verkehr. Tausende sind täglich davon betroffen. Und das länger als erhofft.
Eine der wichtigsten Verkehrsachsen durch Karben wird saniert und monatelang gesperrt: Wohl zum Jahreswechsel kann auch hier in der Homburger Straße kein Auto und kein Bus rollen. Bilder > Eine der wichtigsten Verkehrsachsen durch Karben wird saniert und monatelang gesperrt: Wohl zum Jahreswechsel kann auch hier in der Homburger Straße kein Auto und kein Bus rollen.
Karben. 

Um die Hiobsbotschaft druckst Planer Mathias Wolf vom Bergener Büro IMB-Plan herum. Kann die Sanierung der Klein-Karbener Ortsdurchfahrt zum größten Teil dieses Jahr fertig werden? „Nur wenn alles ideal läuft“, warnt der Fachmann. Er rechnet damit, dass die Homburger Straße zwischen Karbener Weg und Gehspitze wohl erst 2019 in Angriff genommen werden kann.

Im Detail: Die Sperrungen und Umleitungen

In diesen Etappen soll die Landesstraße L 3205 in Klein-Karben ab dem Sommer saniert werden:   außerorts zwischen Rendel und Klein-Karben in den ersten drei S

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Für an die zwei Millionen Euro soll die Landesstraße L 3205 saniert werden. Das Land erneuert die Fahrbahn, baut eine neue Trag- und eine Deckschicht aus Asphalt. Die Stadt saniert die Gehwege, lässt das hübsche, muschelkalkfarbige Pflaster wie in Groß-Karben verlegen. Übergänge an Kreuzungen werden ebenerdig. An den Zu- und Ausfahrten des Kreisverkehrs Karbener Weg soll’s gar Zebrastreifen geben.

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Erste Details der Planungen stellen Wolf, Verkehrsplaner Ekkehart Böing aus dem Rathaus und Bürgermeister Guido Rahn (CDU) vor. Anfangen sollen die Arbeiten mit Beginn der Sommerferien. Dann wird die Fahrbahn außerorts bis Rendel erneuert. Danach soll der Bautrupp innerorts weitermachen, aber anders herum als bisher geplant. „Wir arbeiten von Süd nach Nord“, erläutert Mathias Wolf. Die jeweils mehrwöchigen Abschnitte ziehen sich ab Mitte Juli vom Ulmenweg bis zur Bahnhofstraße. 2019 soll als letzter Abschnitt jener zwischen Ulmenweg und Ortsausgang angegangen werden.

Eingriff wird „massiv“

Weil Rendeler und Homburger Straße so eng sind, werden sie während der Bauarbeiten voll gesperrt. Der überörtliche Verkehr muss über Nidderau oder Bad Vilbel ausweichen. Der örtliche Verkehr soll Nebenstraßen nutzen, kündigt der Bürgermeister an: vor allem Linden- und Ulmenweg, Kirchgasse und Rathausstraße sowie Karbener Weg und Weingartenstraße. Die Umleitungsrouten ändern sich dabei mit jedem Bauabschnitt. Halteverbote sollen die Fahrbahnen für den Mehrverkehr freihalten.

Die Klein-Karbener Geschäfte seien stets erreichbar, wenn auch über Umwege. „Das ist ein massiver Eingriff“, warnt Rahn. Anwohner der Baustelle und der Umleitung müssten sich „auf Einschränkungen“ einstellen. Vor allem, weil Parkplätze wegfallen, damit auch der Linienbus durchkommt. Für ihn werden im Lindenweg drei von fünf Fahrbahnschwellen vorübergehend entfernt. Rechts-vor-links-Regelungen bleiben aber in Kraft, sollen das Tempo der Autos drosseln.

Die jahrelang gewachsenen Hoffnungen der Klein-Karbener auf eine grundlegende Umgestaltung der Straße bremst der Bürgermeister massiv aus: „Das ist eine enge Straße, das weiß jeder, da ist nicht allzu viel machbar.“ Zumeist werde bloß die vorhandene Fahrbahn neu asphaltiert, der Gehweg gepflastert.

Immerhin: Das Trottoir wird barrierefrei und auf der östlichen Seite durchgehend auf eine Mindestbreite von 1,50 Meter gebracht. Weil die Rendeler Straße so schmal ist, muss dafür die Fahrbahn im engsten Bereich zwischen Marienstraße und Am Lindenbaum auf sechs Meter Breite reduziert werden.

Ausbauen wird die Stadt auch die Haltestellen. Sie erhalten einen 22-Zentimeter-Hochbordstein für ebenerdiges Ein- und Aussteigen Ausnahme: Am Stopp Kirchgasse in Fahrtrichtung Bahnhof fehlt der Platz dafür, bedauert Planer Böing.

Um keine Grundstückszufahrten zu blockieren, müssen drei Haltestellen in Fahrtrichtung Rendel um einige Meter verlegt werden: der Stopp Gartenstraße kurz vor den Kreisverkehr, der Stopp Kirchgasse hinter die Einmündung Kirchgasse, der Stopp Karl-Liebknecht-Straße auf die andere Seite der dortigen Nebenstraßenzufahrt. Dafür muss aufwendig ein Podest anstelle des abschüssigen Grünstreifens gebaut werden. Am Stopp Schulstraße ersetzt ein Buskap die Busbucht.

Zu schmal für Parkplätze

Mehr fest eingeplante Parkplätze finden sich in den Plänen dagegen nicht. Für sie wäre ein Genehmigungsverfahren notwendig, erklärt Planer Böing. „Dafür haben wir aber keine Zeit.“ Um Parkplätze offiziell zu markieren, sei die Fahrbahn zu eng, betont der Bürgermeister. Nur die heutigen fünf Parkplätze vorm Kiosk Margraf und der Schildeburg gibt es weiter.

Rahn will daher an der aktuellen Parkplatz-Regelung nicht rütteln: Die Stadt toleriere, dass Fahrzeuge halb auf dem Gehweg parken, solange 1,20 Meter Platz für Fußgänger bleibt. Auf der von Rathaus- bis Marienstraße nur 6,60 Meter breiten Fahrbahn bleibe es so zwar eng, weiß Rahn. Aber: „Das reduziert auch das Tempo des Verkehrs, und das wollen wir ja auch erreichen.“

Mehr Verkehr heraushalten aus den Nebenstraßen der Homburger will die Stadt mit einem Trick: Die teils sehr weiten Einmündungen sollen auf die Breite der Straßen verschmälert werden. „Es soll hier eng sein“, erklärt der Bürgermeister mit Blick auf Christinen-, Garten- und Goethestraße. „Weil das alles keine Durchgangsstraßen sind.“

Mitte April gibt’s alle Infos

Informationsveranstaltung am 18. April (Mittwoch) ab 20 Uhr im Saalbau „Zur Ludwigshöhe“, Rendeler Straße 26

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