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Bad Vilbel: So war der Kreativmarkt im Kurhaus

Von Mit ihren Hobbys, Kreationen und Produkten anderen Menschen eine Freude bereiten: Darum geht es den Ausstellern beim Kreativmarkt. Die 34. Auflage fand am Wochenende im Bad Vilbeler Kurhaus statt.
Nostalgie: Bärbel Weilmünster fertigt ihre Kissenhüllen an einer Nähmaschine der Marke Singer aus dem Jahr 1919. Bilder > Foto: Christine Fauerbach Nostalgie: Bärbel Weilmünster fertigt ihre Kissenhüllen an einer Nähmaschine der Marke Singer aus dem Jahr 1919.
Bad Vilbel. 

In ein Einkaufsparadies, das zugleich vielfältige Informationen bot, hatte sich am Wochenende das Kurhaus beim Kreativmarkt der Selbsthilfekontaktstelle der Bürgeraktive Bad Vilbel verwandelt. Im Foyer, im Großen Café und im Saal präsentierten 38 Aussteller ihre Schätze. Deren Bandbreite war groß. Sie reichte von Holz-, Stoff-, Filz-, Draht- und Tiffanyarbeiten und Schmuck, über Gesticktes, Genähtes, Gebasteltes und Gemaltes bis zu Kosmetikprodukten und noch mehr. Vom Bummeln, Informieren und Kaufen erholen konnten sich die Besucher im Café.

Das betrieben 20 Schüler des Georg-Büchner-Gymnasiums. Sie verkauften in vier Schichten zwei Tage lang 60 Kuchen, Getränke und Lose für die Tombola mit 600 von den Ausstellern gesponserten Gewinnen. Zudem stellten sie Waffeln her und rührten dabei kräftig die Werbetrommel. „Unsere Waffeln sind mit Liebe gebacken“, verkündeten Travis Davidsen, Julia Seekamp (beide 12) und Julia Naser (13). Das Trio hatte sichtlich Freude an seiner Arbeit und dem Kontakt mit den Besuchern.

Die Organisation der Aussteller lag erneut in den Händen von Barbara Hoffmann: „Rund ein Drittel der Stände sind neu. Kurz vor dem Kreativmarkt haben mir fünf Aussteller abgesagt. Zum Glück konnte ich schnell Ersatz finden“, erläuterte sie. Wert legen sie und Silke Schöck von der Bürgeraktive darauf, dass die Produkte von Hand gemacht sind. Hoffmann selbst bietet Arbeiten wie Taschen aus Stoffresten an.

Seit 31 Jahren dabei

Schon seit 31 Jahren dabei ist Ingrid Stoll, die wieder ihre filigran in vielen Stunden bestickten Tisch- und Platzdeckchen präsentierte. „Die eingearbeiteten Ornamente sind von beiden Seiten zu sehen.“ In die Gespräche und das dezente Klirren von Tellern und Tassen an der reich bestückten Kuchen- und Tortentheke im Kurhaussaal mischte sich das leise Summen einer Nähmaschine. Die Dortelweilerin Bärbel Weilmünster vertrieb sich die Zeit zwischen Gesprächen mit Kunden und anderen Ausstellern mit dem Nähen von Kissenbezügen. „In die Hüllen fülle ich später mit meiner Mutter Zirbenholzspäne. Zirben sind alpenländische Nadelholzbäume, deren ätherische Öle einen wunderbaren ätherischen Duft verströmen.“

Erstmals im April

Der 34. Kreativmarkt fand jetzt erstmals im April und nicht wie alle anderen zuvor im November statt. Zugleich ist er der letzte Markt im Kurhaus vor dessen Sanierung und Umbau. Der 35.

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Die Kissenhüllen fertigt sie auf einer Nähmaschine Baujahr 1919 der Firma Singer, die ihrer Mutter Gisela Otto gehört. Die Mechanik der Maschine mit vernickeltem Handrad funktioniert auch heute noch tadellos. Obwohl die Mehrzahl der Aussteller mit ihrem Handwerk oder Hobby nicht ihren Lebensunterhalt verdienen kann, investieren sie viele Stunden manchmal gar Tage in die Herstellung ihrer Produkte.

Aus Draht gefertigt

Zu ihnen gehört Christel Grahl. An ihrem Stand konnten Besucher unter einer Vielzahl von lustigen Figuren wählen. „In mehreren Arbeitsschritten fertige ich aus dem Draht ausgemusterter Kleiderbügel einer Reinigung meine Gute-Laune-Figuren.“ Diese umwickelt sie mehrmals mit bedruckten Papierstreifen, die sie Schicht für Schicht aufklebt und am Ende mit Klarlack anstreicht. Ebenfalls zum ersten Mal dabei waren Beate Hild und ihr Mann Ralf Werske. Das Duo bot Gewürzmischungen ohne chemische Zusätze, Geschmacksverstärker und Rieselhilfen sowie Peelings- und Badezusätze auf Lebensmittelbasis an. „Wir verarbeiten in unseren Kosmetikprodukten Lebensmittel wie Schokolade, Zitronen, Salze oder Lavendel.“ Angelika Kloss designt Schmuck und Lampen. Auch sie präsentierte zum ersten Mal in Bad Vilbel ihre selbst hergestellten Lampen. Deren Schirme fertigt sie aus leeren Straußeneiern, die sie kunstvoll verziert. „Diese Lampen erstrahlen in einem wunderschönen warmen Licht, das für ein angenehmes Ambiente im Raum sorgt. Durch ihre natürliche Form und Farbe sind sie zugleich tagsüber ein schönes Dekorationsstück“, findet sie.

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