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Landesdenkmalamt: So geht es mit dem Sprudelhof weiter

Die Stadt und die Landesdenkmalpflege arbeiten eng zusammen und gehen auch auf die Kritiker zu. Rund um den Sprudelhof soll es zu einem städtebaulichen Gesamtkonzept kommen.
Der Fachbereichsleiter Stadtentwicklung Jürgen Patscha (links), Bürgermeister Klaus Kreß und Landesdenkmalpflegerin Kristin Schubert im Gespräch. Der Fachbereichsleiter Stadtentwicklung Jürgen Patscha (links), Bürgermeister Klaus Kreß und Landesdenkmalpflegerin Kristin Schubert im Gespräch.
Bad Nauheim. 

Die Entwicklung des denkmalgeschützten Sprudelhofs hat die Stadtverordnetenversammlung mit großer Mehrheit beschlossen. Nun stehen weitere Arbeitsschritte an. „Zur Vorbesprechung habe ich mich mit meinem Fachbereichsleiter für Stadtentwicklung, Jürgen Patscha, und Vertretern der Landesdenkmalbehörde getroffen“, erklärt Bürgermeister Klaus Kreß (parteilos). Dabei wurde vereinbart, dass noch im Februar die Ausschreibung für die Suche nach dem Architekten und Betreiber der Therme inklusive Sauna und eines Kurmittelhauses im Badehaus 2 veröffentlicht wird. Die Ergebnisse dieser Ausschreibung werden in enger Abstimmung zwischen dem Landesamt für Denkmalpflege Hessen und der Stadt Bad Nauheim geprüft und bewertet, so Kreß.

Hotelbetreiber gesucht

Parallel dazu sucht die Stadt einen Betreiber für den angestrebten Hotelneubau. Hier ist die Landesdenkmalpflege ebenfalls „mit im Boot“, betont Fachbereichsleiter Jürgen Patscha. Auch bei der Vorbereitung eines Investorenwettbewerbs für 2019 auf Basis der bisherigen städtebaulichen Studie von Professor Johannes Hölzinger werde eng mit der Landesdenkmalpflege zusammen gearbeitet. Insbesondere die Ausschreibungsunterlagen wie auch die Zusammensetzung des Preisgerichts werden dabei von zentraler Bedeutung sein.

Da Kritiker aus der Bevölkerung mehrere Anfragen an die Landesdenkmalpflege formuliert haben, sind die Stadt und die Landesdenkmalpflege zu einem gemeinsamen Beschluss gekommen. So soll es rund um das Sprudelhof-Ensemble zu einem städtebaulichen Gesamtkonzept kommen, das alle Aspekte vereint. Der Vorschlag der Stadt war der Hölzinger-Entwurf, der kein Endprodukt darstellt.

„Wir haben diese Studie als Grundlage für einen Wettbewerb aufgefasst, der sich der Gesamtkonzeption der städtebaulichen Aufgaben annehmen soll. Planungen gehen von der Stadt aus und werden von den Denkmalbehörden entsprechend ihrem gesetzlichen Auftrag konstruktiv begleitet“, erläutert Landesdenkmalpflegerin Kristin Schubert.

Ständiger Austausch

Der Präsident des Landesamtes, Markus Harzenetter, bekräftigt, dass das Landesamt für Denkmalpflege als zuständige Fachbehörde in einem intensiven und konstruktiven Dialog mit der Stadt stehe. „Zu den vorliegenden Planungen, die wir als städtebauliche Studie bewerten, wurde eine Einschätzung abgegeben. Danach sehen wir in dem Planungsansatz eine Möglichkeit, das städtebaulich unbefriedigende Umfeld des Sprudelhofs mit einem ganzheitlichen Ansatz zu entwickeln“, erklärt Harzenetter.

Derzeit sei der Nahbereich des Sprudelhofs dominiert durch die Therme und die dazugehörigen Parkplätze einerseits, andererseits durch ein Parkdeck, dessen Verdoppelung aus bauordnungsrechtlichen Gründen im Fall des Fehlens von Alternativen drohe. Die Sicht auf den Sprudelhof werde sich also verändern, aber: „Es geht nun darum, für die vielfältigen Auswirkungen der unterschiedlichen Bauvorhaben eine Antwort zu entwickeln“, so Harzenetter.

(red)

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