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Eine Frau und sechs Männer hoffen aufs Berlin-Ticket: Sieben weitere Kandidaten für das Bundestagsmandat

Bisher haben es immer nur Christ- und Sozialdemokraten geschafft, aus den östlichen Nachbargemeinden von Karben und Bad Vilbel direkt in den Bundestag gewählt zu werden. Hier ein Blick auf die sieben Direktkandidaten im Wahlkreis 180, die neben Katja Leikert (CDU) und Sascha Raabe (SPD) den Sprung nach Berlin wagen wollen.
Anja Zeller (Grüne) Bilder > Anja Zeller (Grüne)
Main-Kinzig-Kreis. 

Nur Männer bewerben sich im Wahlkreis 180 für den Bundestag – außer Anja Zeller. Die mit 46 Jahren jüngste der grünen Spitzenpolitiker im Main-Kinzig-Kreis gehört zur neunköpfigen Kreistagsfraktion und leitet die Hanauer Stadtparlaments-Fraktion. Die Marketing-Fachfrau fordert unter anderem leisere Anflugverfahren für Flugzeuge und eine ökologische Verkehrswende. Zeller spricht sich für eine Anhebung des Mindestlohns und eine steuerfinanzierte Garantierente von mindestens 850 Euro aus.

Für die Linkspartei tritt der 1977 geborene Gewerkschaftssekretär Tobias Huth an. Der Hanauer ist Sekretär des DGB für Südosthessen. Auf der Webseite der Kreis-Linken taucht er nur mit einem Zitat auf: Er stehe dafür, „dass die wirklichen Leistungsträger unserer Gesellschaft, die Krankenschwestern, Lehrer, die Beschäftigten in der Industrie und den Dienstleistungsberufen wieder am Wohlstand der Gesellschaft beteiligt werden. Dazu ist eine Umverteilung der Profite von oben nach unten nötig.“

Für die FDP kandidiert der 59-jährige Ralf-Rainer Piesold. Der Hanauer war bis vor einigen Monaten Leiter der Stabsstelle für digitale Infrastruktur und E-Government in der Hanauer Stadtverwaltung. Zuvor hatte er bis 2013 als hauptamtlicher Stadtrat in Hanau gearbeitet. Er ist Vorsitzender der FDP in Hanau und sitzt im Kreisausschuss für den Main-Kinzig-Kreis. Freiheit ist für den Liberalen nicht nur ein Wort – sondern es ist eine Lebenseinstellung.

Freiheit ist ein hohes Gut

„Freiheit zu besitzen, ist ein hohes Gut, sie zu verteidigen ist eine lohnenswerte Sache. Wie wichtig sie ist, konnte ich 1989 hautnah in Leipzig erleben“, erklärt dem Kandidat auf Listenplatz 21. Die FDP sei die Partei der Freiheitskämpfer. „Ihre Mitglieder haben sich immer dafür eingesetzt, dass wir eine offene Gesellschaft haben, die nicht diskriminiert und benachteiligt.“

Die Freien Wähler haben den 1952 geborenen Bodo Delhey aus Gelnhausen zu ihrem Bundestagskandidaten gemacht. Er ist Fraktionschef der „Bürger für Gelnhausen“ im Parlament der früheren Reichsstadt. Beruflich leitet Delhey eine Firma für Umwelt-Consulting. Für Oktober hatte Delhey laut Freie Wähler seinen Ruhestand angekündigt. Als Hobby nennt er jedoch die Politik. Weil daheim schon ein anderer Bundestagskandidat gefunden war, kandidiert er nun im Westen des Main-Kinzig-Kreises.

Für die AfD kandidiert der 63-jährige Bauingenieur Jonny Nedog aus Erlensee. Er sitzt daheim im Stadtparlament und wollte 2013 vergeblich Bürgermeister werden. Der Sohn eines Afro-Amerikaners und einer Österreicherin will sich in Berlin für strengere Einreise-Kontrollen von Migranten einsetzen, wenn er den Sprung in die Hauptstadt schafft.

Satire fehlt nicht

„Die Partei“ wurde einst von der Frankfurter Satirezeitschrift „Titanic“ gegründet und bekam im westlichen Main-Kinzig-Kreis vor vier Jahren 0,7 Prozent der Wählerstimmen. Diesmal kandidiert der 1967 geborene Gregor Wilkenloh für den Bundestag. Der Wirt der „Hafenkneipe“ in Hanau nennt auf Facebook seinen Wahlspruch für Berlin: „Wenn ich in den Bundestag komme, könnt Ihr mich alle mal!“

Auch die rechtsextreme NPD hofft auf einen Sitz im Bundestag. Aus dem Wahlkreis 180 kandidiert der 1975 geborene Metallbauer Duancon Bohnert aus Steinau an der Straße. Über ihn ist nichts bekannt, im Internetauftritt der NPD fehlt er. Bohnert hat laut Beobachtungsportal „Indymedia“ vor Jahren den hessischen Landesverband „Die Rechte“ mitbegründet – eine der NPD nahe stehende Neonazi-Gruppierung.

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