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Sie lässt die Kultur erklingen

Von Es sei ihr stets ein Anliegen, „das Kulturgut Musik zu vermitteln“, sagt Leonore Kleff. Sie hat sich durch ihr musikalisches Engagement nicht nur als Lehrerin an der Bertha-von-Suttner-Schule, sondern auch über Nidderau hinaus einen Namen gemacht. Heute wird sie in Wiesbaden dafür mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
Leonore Kleff hat Generationen von Schülern mit ihrer musikalischen Leidenschaft angesteckt. Dafür wird sie heute geehrt. 
Foto: Susanne Krejcik Leonore Kleff hat Generationen von Schülern mit ihrer musikalischen Leidenschaft angesteckt. Dafür wird sie heute geehrt. Foto: Susanne Krejcik
Nidderau. 

Bis zu ihrer Pensionierung Ende des vergangenen Schuljahres war Leonore Kleff als Musik- und Englischlehrerin an der Schule tätig (die FNP berichtete). Die Freude an Musik sei ihr bereits im Elternhaus – sie wurde in Lauterbach im Vogelsberg geboren – vermittelt worden. Und zwar bei der gemeinsamen Hausmusik mit der Mutter, erzählt sie.

So habe sie schon als Kind gelernt, erst auf der Blockflöte, später auf dem Akkordeon und an der Bassgitarre zu musizieren. Sie habe im Kirchenchor gesungen und in einer Band Bassgitarre gespielt, sagt Kleff. Bei den musikalischen Projekten, die sie in Nidderau auf die Beine gestellt hat, gab es Kooperationen mit den evangelischen und katholischen Kirchengemeinden oder Partnerchören in Frankreich und den Niederlanden auf Basis des Schüleraustausches.

Musikalische Schule

Sie hat sich dafür eingesetzt, dass sich die Bertha-von-Suttner-Schule „Schule mit Schwerpunkt Musik“ nennen darf. Bereits im Jahr 1998 wurde sie mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen und 2006 mit dem Kulturpreis der Stadt Nidderau ausgezeichnet. Das Bundesverdienstkreuz bekommt sie nun vor allem für die ehrenamtliche Organisation von Musikprojekten und Musical-Aufführungen in Nidderau. So hat sie 1993 den Nidderauer Jugendchor gegründet. Seit 1997 ist sie Mitglied im Kulturbeirat der Stadt.

Kleff hat Musicals – wie „Anatevka“, „Jesus Christ Superstar“ und „Cats“ – mit teils über 100 Mitwirkenden auf die Beine gestellt. Bei manchen seien ehemalige Schüler von weither hinzugekommen. Bei all ihren Projekten hat sie es verstanden, kleine und große Mitwirkende mit ihrer Freude an der Musik, ihrer Energie und positiven Lebenseinstellung anzustecken.

Das „Weiße Rössl“ wartet

„Die Ehrung freut mich sehr und gibt mir den Anreiz, weiterzumachen“, sagt Leonore Kleff. Doch vorerst brauche sie Zeit für sich, bittet die pensionierte Lehrerin. Denn vor wenigen Wochen ist Ehemann Alfred Kleff gestorben. Ihr Mann habe noch erfahren, dass sie mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet werden soll.

„Er war stolz auf mich“, sagt sie. So habe sie ihr Mann stets unterstützt und ihr den Rücken frei gehalten, erzählt Kleff. Vorerst wolle sie auf das nächste Ziel hin arbeiten, die Aufführung vom Stück „Im weißen Rössl“ mit der Sängervereinigung Windecken ab März 2015. „Vielleicht werde ich später einen Chor gründen, mal schauen.“

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