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Beratung für Jugendliche und Eltern: Sie helfen, wenn die Schule zur Qual wird

Von Die Selbsthilfekontaktstelle Bürgeraktive Bad Vilbel und Peter Mayböhm, ehemaliger Rektor der John-F.-Kennedy-Schule, bieten seit Neuestem eine offene Sprechstunde für Schüler und Eltern an. Das Thema: „Wenn Ihnen die Schule über den Kopf wächst“.
Helfen bei Schulproblemen aller Art: Eva Raboldt und Peter Mayböhm. Foto: Christine Fauerbach Helfen bei Schulproblemen aller Art: Eva Raboldt und Peter Mayböhm.
Bad Vilbel. 

Kein Bock auf Schule? Schlechte Noten? Stress mit einem Lehrer oder den Mitschülern? Die Schule nervt? Nicht nur vor den Zeugnissen, sondern das ganze Jahr über haben Schüler und Eltern dazu immer wieder einmal Gesprächsbedarf. Aus diesem Grund haben die Bürgeraktive Bad Vilbel und der Pädagoge Peter Mayböhm ein neues, gemeinsames Projekt in Form einer offenen Sprechstunde ins Leben gerufen.

Es trägt den Titel „Wenn Ihnen die Schule über den Kopf wächst“ und richtet sich an Schüler, die sich durch Leistungs- oder Sozialverhalten in einer schwierigen Schulsituation befinden, und deren Eltern.

Tiefer liegendes Problem

„Bei unserer offenen Sprechstunde handelt es sich um ein kostenfreies, niederschwelliges Angebot für alle Bürger mit Motivation, Analyse und Beratung“, erklärt Eva Raboldt, Leiterin der Selbsthilfekontaktstelle. Es könne unter dem Dach der Bürgeraktive angeboten werden, weil Peter Mayböhm die Betroffenen ehrenamtlich berate.

Start ist am 9. Mai

Die erste offene Sprechstunde unter dem Motto „Wenn Ihnen die Schule über den Kopf wächst“ findet am 9. Mai (Mittwoch) von 16 bis 18 Uhr statt. Weitere Termine sind am 23. Mai und 13.

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„Die offene Sprechstunde ist als Ergänzung zu schulischen Angeboten gedacht“, betont der ehemalige Direktor der John-F.-Kennedy-Schule. Für den Erstkontakt samt Sondierungsgespräch veranschlagt das Team pro Teilnehmer bis zu 15 Minuten. „Bisher gibt es eine Beratung zu diesem Thema und in dieser Form in Bad Vilbel noch nicht“, nennt Eva Raboldt den Beweggrund für das Projekt. Zudem fragten Eltern bei ihnen oft nach Hilfe. „Sollte Interesse bestehen, dann würden wir auch eine Eltern-Selbsthilfegruppe gründen.“

Lösungen anbieten

Mayböhm weiß: „Meistens ist ein tiefer liegendes Problem Ursache dafür, wenn ein Kind es in der Schule nicht geregelt bekommt.“ Sein Vorteil liege bei den Gesprächen mit Schülern und Eltern darin, dass er eine neutrale Person sei. „Oft drehen sich die Gespräche zwischen Eltern und Kindern im Kreis.“ Mayböhms Motto lautet: „Wenn es den Schülern gut geht, geht es auch den Lehrern und Eltern gut.“

Aus seiner langjährigen Praxis weiß der Pensionär, dass viele Eltern Angst davor haben, dass ihre Beschwerden auf das eigene Kind zurückfallen könnten. Deshalb wünscht sich Peter Mayböhm, dass die Eltern ihre Hemmungen in den vertraulichen Gesprächen mit ihm ablegen. „Ich bin ein intimer Kenner des Schulsystems, bin gut vernetzt, besitze eine qualifizierte Ausbildung, habe eine große Berufserfahrung. Ich hoffe, wichtige Impulse geben und helfen zu können.“

Vor allem, weil die psychologische Ebene Peter Mayböhm schon immer interessiert und er sich stets weitergebildet hat. Zudem ist er als Schulleiter im Ruhestand neutral. „Die Sprechstunde ist offen für Schüler und Eltern aller Schulformen. Wir bieten im Gespräch Lösungen zu Schulproblemen aller Art an“, sagt Raboldt.

Geplant sind die Sprechstunden an jedem zweiten und vierten Mittwoch im Monat von 16 bis 18 Uhr, außerhalb der Schulferien. „Bis zu den Sommerferien sind es noch drei Termine, im Herbst ist eine Fortsetzung geplant“, sagt das Duo. Sollten sich aus den kostenfreien Erstberatungen Einzelgespräche in Form individueller Beratungen ergeben, dann würde eine 50-minütige Sitzung 45 Euro kosten.

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