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Falschgeld: Sich beim Euro-Schein sicher sein

Die Zahl der gefälschten Geldscheine hat sich innerhalb der vergangenen vier Jahre mehr als verdoppelt. Um die falschen von den echten Geldscheinen unterscheiden zu können, informierte die Polizei Mittelhessen in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bundesbank die Bürger bei einer Infoveranstaltung im Bürgerzentrum Groß-Karben.
Die Teilnehmer betrachten die Banknoten unter Anleitung von Jürgen Schühler ganz genau. Die Teilnehmer betrachten die Banknoten unter Anleitung von Jürgen Schühler ganz genau.
Karben. 

„Der 50-Euro-Schein ist die beliebteste Banknote, die von den Fälschern nachgemacht wird“, erzählt Jürgen Schühler, Leiter des Kassenwesens der Bundesbank-Filiale in Frankfurt. Mit der neuen Euro-Banknotenserie seien auch die Sicherheitsmerkmale überarbeitet worden. Auf Platz zwei der am häufigsten gefälschten Banknoten steht der 20-Euro-Schein, gefolgt vom 100-Euro-Schein.

„Die übrigen Banknoten werden nur recht selten gefälscht“, sagt Schühler. Das liege auch daran, dass es sich für die Fälscher nicht rentiere, wegen eines falschen Fünf-Euro-Scheins ins Gefängnis zu gehen. Die 200-Euro- und 500-Euro-Scheine würden nicht so häufig gefälscht, da diese meist einer genaueren Prüfung unterzogen würden.

Der Schaden bleibt

Auszuschließen ist es aber nicht: Dem Inhaber eines Motorradzubehör-Geschäftes aus Frankfurt-Kalbach wurden gleich sechs falsche 200-Euro-Scheine angedreht. Gemerkt habe er es erst, als er das Geld bei der Bank einzahlen wollte. Zwei Tage habe es gedauert, bis er die Nachricht erhielt, dass es sich um Falschgeld handle.

Daraufhin musste er eine Aussage bei der Polizei machen, seine Fingerabdrücke wurden genommen, und ein Foto von ihm gemacht. Ein enormer Aufwand – und der Schaden in Höhe von 1200 Euro bleibt.

Der erste Schein der neuen Banknotenserie, der „Europa-Serie“, ist seit Mai 2013 im Umlauf: der Fünf-Euro-Schein. In den darauffolgenden Jahren wurden der Zehn-Euro- und auch der 20-Euro-Schein erneuert. Seit April vergangenen Jahres ist der neue 50-Euro-Schein auf dem Markt. Ein neues Sicherheitsmerkmal ist die Smaragdzahl: Sie befindet sich unten links auf der Vorderseite der Geldscheine. Je nach Blickwinkel verändert sich die Farbe von Smaragdgrün zu Tiefblau. Außerdem läuft ein Lichtbalken beim Kippen auf und ab. „Diese Smaragdzahl ist bislang fälschungssicher“, sagt Schühler.

Fühlen, Sehen, Kippen

Es sind aber noch weitere Merkmale zu beachten. So etwa das fühlbare Relief am linken und rechten Rand auf der Vorderseite der Banknoten, das Porträt-Wasserzeichen, das beidseitig bei Gegenlicht zu erkennen ist, der silberne Streifen auf der Vorderseite, der Glanzstreifen und der Sicherheitsfaden auf der Rückseite.

Bei der Prüfung eines Geldscheins sollten drei Dinge getan werden: fühlen, sehen, kippen. „Wichtig ist: Wie fühlt es sich an, wie sieht es aus, was geschieht beim Kippen?“, erklärt Kriminaloberkommissar und Falschgeld-Sachbearbeiter Ulrich Kaiser. Kamen 2013 noch fünf gefälschte Scheine auf 10 000 Banknoten, so waren es 2016 bereits zwölf Scheine.

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