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Noch will sich niemand an die Spitze stellen: Seniorenbeirat ist gewählt, doch es ist unklar, wer Vorsitz übernimmt

Von Die 17 229 Wähler des Seniorenbeirats haben entschieden – aber es bleibt unklar, wer die Nachfolge der rührigen Vorsitzenden Veronika Ilten antreten will. Die drei Erstplatzierten halten sich mit Versprechen zurück, es geht ihnen darum, auch die Wünsche der Senioren aufzugreifen.
Bei der Auswertung der Briefwahl haben nicht nur Elke Bär (links) und Susanne Förster (rechts) jede Menge zu tun. Bei der Auswertung der Briefwahl haben nicht nur Elke Bär (links) und Susanne Förster (rechts) jede Menge zu tun.
Bad Vilbel. 

Fleißig und mit leisem Rascheln geht es zu beim Zählen der Stimmzettel im Rathaus, das schon morgens um 7.30 Uhr beginnt. Neben fünf Mitgliedern des Wahlausschusses widmen sich fünf städtische Mitarbeiter emsig dem Öffnen tausender grüner Briefe.

Es sind 17 229 gültige Stimmen, mit denen elf der 16 Kandidaten gewählt werden konnten. Nur vereinzelt muss Bär Briefe aus dem Verkehr ziehen, um sie zu prüfen. Einmal steht der Absender auf dem Kuvert, trotz der anonymen Wahl. Ein anderer Wahlzettel enthält Zahlen statt Kreuze.

Medizinische Themen

Damit wollte jemand seine Stimmen auf einzelne Kandidaten bündeln, aber das ist nicht erlaubt. Doch könnten die Zahlen wenigstens als einzelne Kreuze gewertet werden. Einen Spielraum hatte die Stadt bereits 2012 bei der Konzeption des ersten Seniorenbeirats. Weil es dafür, anders als etwa beim Ausländerbeirat, kein verbindliches Wahlrecht gibt, konnte man sich aussuchen, wie er zu besetzen ist.

„Da ist mir ganz schwindelig geworden“, sagt Helga Ensslen (70), als sie Tage später von dem Wahlergebnis erfährt. Sie war verreist, ihre Enkel besuchen. Ensslen erzielte mit 9,24 Prozent das beste Ergebnis. Aber sie möchte weder für den Vorsitz, noch den Stellvertreter kandidieren. „Ich möchte selbstständig bleiben“. Die ehemalige Krankenschwester möchte sich weiter um medizinische Themen kümmern. Sie hat schon den nächsten Vortrag organisiert: Am 13. September (Mittwoch) widmen sich zwei Ärzte um 18.30 Uhr im Haus der Begegnung, Marktplatz 2, Problemen mit der Schulter.

Höhere Beteiligung

Zweitplatzierter ist mit 8,25 Prozent Jochen Brings (67), der für die SPD im Heilsberger Ortsbeirat sitzt. Er freut sich über die deutlich höhere Wahlbeteiligung. 2012 lag sie bei knapp 30 Prozent, nun bei 36 Prozent. Auch Brings will die Unabhängigkeit des Gremiums wahren, er kandidiere nicht für den Vorsitz, „das soll jemand machen, der keiner politischen Partei angehört“, sagt das SPD-Mitglied. Als Heilsberger möchte sich Brings vor allem um die Anliegen in seinem Stadtteil kümmern, wo auch bald ein Wechsel in der Leitung des Altenheims ansteht.

Für ihn selbst überraschend, ist der pensionierte Polizist Reinhard Kreuzer 65) mit 7,92 Prozent Drittplatzierter. Als Motivation nennt er seine jahrelange ehrenamtliche Arbeit bei der Nachbarschaftshilfe. er möchte thematisieren, dass der Vilbus nur bis Samstagmittag auf den Heilsberg fahre und die Senioren übers Wochenende fest säßen.

Für Elke Bär ist die Wahl auch eine Aufwärmübung, für das, was bis zur Bundestagswahl am 24. September noch bevorsteht. Die jeweils acht Wahlhelfer für 26 Wahlbezirke sind schon gekürt, nun laufen die Vorbereitungen.

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