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Erdbeben in Nepal: Schockwellen bis in die Wetterau

Von Silke Szymura aus Okarben kann aufatmen. Ihrer Pflegefamilie, der sie sich mit ihrem Verein „Sahaya – Hilfe für Nepal“ annimmt, ist bei dem starken Erdbeben am Wochenende nichts passiert. Alle leben – wenn auch unter Schock.
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Karben. 

„Natürlich habe ich sofort am Samstagvormittag versucht, Mama Rekha und Vater Dhan Bahadur zu erreichen“, ist Silke Szmura immer noch aufgeregt. Zusammen mit ihrer Freundin Rahel Bredenkötter hatte sie nach einem Besuch in Nepal bei der Familie in Pokhara, zurück in Karben, den Verein „Sahaya – Hilfe für Nepal“ gegründet (die FNP berichtete im März). „Erst nach und nach erkannte ich das Ausmaß der Katastrophe, die über das sowieso schon gebeutelte Land hereingebrochen war.“ Silke Szymura ist umso froher, dass die Familie und alle Pflegekinder nicht zu Schaden gekommen sind.

Zum Thema: Hier können Sie spenden für die nepalesischen ...

Der Kinderhaus-Verein bittet um Spenden mit dem Stichwort Erdbeben auf das Konto DE39 5185 0079 0012 0022 46 bei der Sparkasse Oberhessen.

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„Zum Überfluss waren Rekha und Dhan Bahadur ausgerechnet an diesem Wochenende in Kathmandu unterwegs, wo das Beben die ganze Stadt zerstört hat“, weiß Szymura. Nur im zweiten Anlauf seien die beiden aus der Hauptstadt am Montag erst wieder nach Hause gelangt zu ihren drei Kindern und den insgesamt 14 Pflegekindern, mit denen sie gemeinsam in Pokhara leben. Der älteste Sohn, Chhitij ist 18 Jahre alt und habe die Regie in dieser Zeit übernommen.

 

Alle fragen nach

 

Mit ihm habe sie via Facebook kommunizieren können, schildert Szymura: „Seit dem Wochenende telefoniere, simse und maile ich in einer Tour.“ Jetzt sei sie müde, Alle wollten natürlich wissen, wie es der Familie gehe, die der Verein finanziell und logistisch unterstützt Die Kommunikation mit Nepal ist aber sehr schwierig. „Oft gibt es keinen Strom, Handys können nicht aufgeladen werden und Vater Dhan Bahadur musste seinen Laptop und alles, was sie dabei hatten, im Hotel lassen“, erklärt Szymura.

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Nach dem schweren Erdbeben in Nepal macht sich die Bad Nauheimerin Lydia Schmidt große Sorgen um die 52 Kinder und ihre Betreuer in Budhanilkanta bei Kathmandu.

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Die Nacht hat das Ehepaar im Freien verbracht, bevor es ihnen gelang, mit einem Bus nach Pokhara zu reisen. Dabei überquerten sie das Epizentrum des Bebens, das in der Mitte zwischen der Landeshauptstadt Kathmandu und dem rund 200 Kilometer westlich gelegenen Pokhara in der Provinz Kaski lag. Auch in Pokhara haben viele Familien im Freien übernachtet. Und ausgerechnet jetzt regne es, weiß Szymura über Chhitij, mit dem sie im regen Kontakt steht. Er habe über zahlreiche Nachbeben berichtet und über Risse in den Mauern der Häuser. Szymura: „Das kann man sich hier gar nicht vorstellen“. Sie schweigt betroffen, weil sie weiß, dass Hilfe von Deutschland aus schwierig ist.

Sie und 30 Mitglieder arbeiten mit zwei weiteren Partnervereinen zusammen: Nepali Samaj ist eine nepalesische Organisation in Friedberg, ebenso klein wie „Sahaya“, deshalb verbündeten sich beide mit Wings of Help – Luftfahrt ohne Grenzen.

 

Zelte und Decken fehlen

 

„Wir hoffen sehr, auf diesem Weg direkte Hilfe in das Land bringen zu können. Die Menschen dort brauchen zunächst ganz grundlegende Dinge wie Zelte, Decken und vor allem Trinkwasser und medizinische Versorgung“, weiß die Nepal-Liebhaberin. Dafür müssen dringend Spenden her.

„Von hier aus können wir im Moment besser helfen, als vor Ort“, bedauert Szymura. Sobald es die Lage erlaube, möchte sie allerdings direkt in Nepal mit anpacken. Denn das Land wird beim Wiederaufbau jede Menge Unterstützung brauchen können.

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