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Verkehr: Sanierte Ortsdurchfahrt in Kilianstädten offiziell eingeweiht

In Kilianstädten fand am Samstag ein lang herbeigesehntes Ereignis statt: Die umgebaute Frankfurter Straße zwischen dem Platz der Republik und der Einmündung Niederbergring wurde eingeweiht. Nach Pfingsten wird der sogenannte „Flaschenhals“ für den Verkehr freigegeben. Fahren dürfen zukünftig dort aber nur Autos, Lieferfahrzeuge und Busse. Der Lastwagenverkehr bleibt außen vor, denn ein Nadelöhr ist die Passage noch immer. Jetzt allerdings eins mit verschieden farbigen Pflastersteinen in ansprechender Optik.
Es ist vollbracht: Bürgermeisterin Conny Rück (Dritte von links) übergibt die neue Ortsdurchfahrt offiziell ihrer Bestimmung. Bilder > Es ist vollbracht: Bürgermeisterin Conny Rück (Dritte von links) übergibt die neue Ortsdurchfahrt offiziell ihrer Bestimmung.
Schöneck. 

Den Anwohnern dürfte nach 14 Monaten Bauzeit am Wochenende mindestens ein Pflasterstein vom Herzen gefallen sein. Probleme, die bei Sanierungsprojekten auch aus anderen Orten bekannt sind, machten vor den Kilianstädtern genauso wenig Halt. Laut, dreckig, stressig und eine zunehmende Belastung vor allem zum Ende hin sei der Umbau der Frankfurter Straße gewesen, erzählt Anja Freywald, die hier zuhause ist.

Viermal sei die Straße zugeschüttet und wieder aufgemacht worden, weil noch andere Komponenten verlegt werden mussten. „Unverständlich, dass so etwas nicht in einem geplant und ausgeführt werden konnte“, fügt sie noch hinzu. „Jetzt muss sich erstmal zeigen, was mit dem Pflaster passiert, wenn ständig Autos darüber fahren.“

Frühstück für die Arbeiter

Ihre Nachbarin Sabine Weigel sieht das ähnlich. Außerdem erinnert sie an die komplizierte Parkplatzsituation und Zufahrtsprobleme zu den Häusern. Bei allen leidvollen Erfahrungen loben die Frauen aber ausdrücklich das große Entgegenkommen der Baufirma und ihrer Angestellten.

„Trotz allem haben sich die Bauarbeiter immer bemüht, für uns die Situation so angenehm wie möglich zu gestalten“, räumt Weigel ein. „Abends waren die Anliegerzugänge immer frei.“ Dafür gab es dann im Gegenzug auch mal eine Einladung zum Frühstück.

Die veränderte Verkehrsführung in der Raiffeisenstraße und Richard-Wagner-Straße hat den Autofahrern das Leben auch etwas erleichtert. Für die Ortskundigen gab es außerdem gewisse Schleichwege. Besonders hoben die beiden Anwohnerinnen hervor, dass die Einwohner durch die öffentliche Diskussion in Bürgerversammlungen stets in die Entwicklungen mit einbezogen worden seien.

Mit Einbußen gelebt

Bürgermeisterin Conny Rück (SPD) sowie Daniela Wißner und Günter Rauch vom Fachbereich Stadtentwicklung der Gemeinde Schöneck wussten um die Beeinträchtigungen. Deswegen gab es am Samstag ein Einweihungsfest, bei dem die Gemeinde Coupons für Freigetränke verteilte. „Als Dankeschön für die Geduld der Anwohner“, wie die Rathauschefin unterstreicht. Die Menschen hätten die Bauphase mit großer Geduld ertragen. Dafür wolle man sie nun etwas entschädigen. Einzulösen waren die Coupons in der Pizzeria „Volpe“ und im Restaurant „Adler“. Beide Gaststätten hatten wie andere Gewerbetreibende auch während der Sanierung mit Einbußen leben müssen.

Diplom-Ingenieurin Wißner gibt einen Einblick in den Umfang der Baumaßnahmen. „Der Falzbetonkanal aus den 60er-Jahren war altersmäßig in schlechtem Zustand und musste ausgetauscht werden“, erklärt sie.

Vor 18 Jahren begonnen

Im Jahr 2000 gewann der Schönecker Architekt Klaus Heim den Ideenwettbewerb zur Ortsdurchfahrt Kilianstädten. Damit begannen schon vor 18 Jahren die Bauplanungen.

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„Außerdem wurden die alten Straßenlampen gegen moderne LED-Lampen ersetzt. Immer wieder mussten Schwingungsmessungen durchgeführt werden, damit wir sichergehen konnten, dass die denkmalgeschützten Häuser nicht beschädigt werden. Hin und wieder kamen deshalb schwingungsärmere Baumaschinen zum Einsatz. Straßen, Gehwege, Beleuchtung und Kanal haben insgesamt 1 420 000 Euro gekostet.“

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