E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Bad Vilbel 18°C Eine Angebot von Franfurter Neue Presse

Ton um Baumfällungen verschärft sics: SPD sagt Rennstrecke den Kampf an

Raser und Bäume: Um diese beide Themen dreht sich die Sitzung des Ortsbeirats Dortelweil am Dienstagabend.
Bad Vilbel. 

Die Theodor-Heuss-Straße zwischen der Europäischen Schule und der Raiffeisenstraße gleiche „einem Motodrom, also einer Rennstrecke“, sagt Rainer Fich (SPD) im Ortsbeirat Dortelweil. Vor allem der Bereich der Unterführung lade zum schnelleren Fahren als den erlaubten 50 Stundenkilometern ein. Würde dort schneller gefahren, könne das Schüler und weitere Passanten gefährden.

Die SPD-Fraktion beantragt, dort mehrere Geschwindigkeitsanzeigen anzubringen. Es handele sich nicht um einen „Unfallschwerpunkt“, zudem würde die Installation von dauerhaften Geschwindigkeitsmesstafeln im Stadtgebiet abgelehnt, zitiert Anders aus der Stellungnahme des Magistrats. In der Abstimmung wird der Antrag vom Ortsbeirat abgelehnt. Doch er werde anregen, eine Geschwindigkeitsanzeige anzubringen, schlägt Anders vor.

Markierungen anbringen

Auch ein weiterer Antrag beschäftigt sich mit zu schnellem Fahren. So schlagen die Grünen vor, in der Willy-Brandt-Straße zwischen Beethoven- und Johann-Strauß-Straße Hinweise auf die vorgeschriebenen 30 Stundenkilometer anzubringen. Wegen Länge und Gefälle der Straße würde vor allem in den Abendstunden „wesentlich schneller“ gefahren, sagt Thomas Stoss.

Zudem sollten Parkmarkierungen angebracht werden, da der breite Gehweg dazu verleite, Autos auf dem Rad- und Gehweg abzustellen. Nach der Umwandlung in einen Prüfantrag will Anders nun die Straßenverkehrsbehörde befragen.

Im anschließenden Bürgergespräch geht es um die Zukunft von markierten Bäumen am Niddaufer. So seien am Gehweg an der Nidda auf der bebauten Seite zwölf Bäume markiert worden, informiert Clemens Breest (Grüne).

„Wir wollen wissen, ob diese Bäume gefällt werden sollen“, sagt dazu Anwohnerin Shaila Thies. Eine Fällung dieser Bäume ergebe keinen Sinn. So hätten die Anlieger „dort gut funktionierende Patenschaften für die Gehölzpflege übernommen“, so Breest. Auch sie würden es sehr bedauern, zumal in den Bäumen seit Jahren Vögel brüteten, sagen die Anwohner. Er werde nachfragen, sichert Ortsvorsteher Anders zu.

„Kriminelle Sonderfälle“

Doch über Nacht entwickelte sich das Thema weiter. Denn Anders schickte noch am selben Abend eine Anfrage an Roland Agel vom Fachdienst Park- und Gartenanlagen der Stadt. Der antwortete, dass es immer wieder einmal Unmut bei Bürgern gebe, wenn Bäume gefällt würden. Dies sei nötig, aber nicht jedem Bürger plausibel zu erklären. Die vom Wasserverband Nidda vorgesehenen Arbeiten seien mit der Unteren Naturschutzbehörde abgestimmt, „fachlich richtig und nicht diskutierbar“.

Thies, an die diese Antwort auch weitergeleitet wurde, sei als „Sonderfall“ zu bezeichnen. Sie befinde sich bereits in einem juristischen Streit mit der Stadt, Agel habe sie aufgefordert, Schnittarbeiten auf städtischen Grund zu unterlassen. Denn sie habe ihre „Patenschaft“ wohl nur darin verstanden, von ihrem Grundstück aus eine gute Sicht zu haben.

Das ruft wiederum Breest auf den Plan. Er spricht von einem „destruktiven Umgang“ mit den Paten. „Maßnahmen unhinterfragt als fachlich richtig und undiskutabel darzustellen und gleichzeitig diese den Bürgern nicht plausibel erklären zu können, ist eine Entmündigung sondergleichen. Doch wenn sie sich für die Pflege ihres Umfeldes einsetzen, werden sie als kriminelle ,Sonderfälle’ gebrandmarkt.“ Einen negativen Einfluss auf die Böschungsstruktur und die Fließeigenschaften der Nidda könne er nicht erkennen. Die Grünen wollen weitere Auskünfte verlangen.

Zur Startseite Mehr aus Wetterau/Main-Kinzig

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen