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Kunstverein will neue Zielgruppe erschließen: Raum für junge Kreative schaffen

Von Seit 21 Jahren lautet das Motto des Kunstvereins Bad Vilbel „Kunst für alle“. Um die Idee „Kunst sollte für jeden erlebbar sein“ aus dem Gründungsjahr 1996 erfolgreich umzusetzen, ist das Angebot stets differenziert, die Aktionsfelder vielfältig und der Zugang einfach. Davon legt das neue Programm für das zweite Halbjahr erneut Zeugnis ab.
Kunstvereinsvorsitzende Cornelia Weinheimer (links) und Kunstschulleiterin Gitta Junge haben mit Kursleitern das spannende Projekt „Kunst stärkt“ für Jugendliche auf den Weg gebracht. Foto: Christine Fauerbach Kunstvereinsvorsitzende Cornelia Weinheimer (links) und Kunstschulleiterin Gitta Junge haben mit Kursleitern das spannende Projekt „Kunst stärkt“ für Jugendliche auf den Weg gebracht.
Bad Vilbel. 

Pünktlich im August startet ein von Bad Vilbeler Künstlern gegründeter Verein – ein neues Projekt mit dem Namen „Kunst stärkt“, das zu den 13 vom Hessischen Ministerium für Wissen-schaft und Kunst geförderten Modellprojekten „Kulturkoffer“ gehört. Kunst- und Kultusminister Boris Rhein (CDU) stellt nach Empfehlung einer Jury dem Vilbeler Kunstverein 13 900 Euro für eine „Künstlerische Experimentierwerkstatt für Jugendliche und zum Aufbau einer Jugend-Künstlergruppe“ zur Verfügung.

„Wir möchten Kindern und Jugend-lichen unabhängig von ihrer Her-kunft, ihres Wohnorts oder Umfelds kulturelle Teilhabe und Zugang zu Kunst und Kultur ermöglichen. Denn vielfältige kulturpädagogische und künstlerische Angebote bereichern den Alltag unserer Kinder und bieten ihnen nachhaltige positive Impulse für ihre Persönlichkeitsentwicklung. Deshalb haben wir für den Kulturkoffer im Landeshaushalt bis einschließlich 2018 Fördermittel in Höhe von rund vier Millionen Euro eingestellt“, lautet die Information seitens der Wiesbadener Behörde.

Wie Gitta Junge, Leiterin der Vilbeler Kunstschule informiert, will der Verein mit dem neuen Projekt eine weitere Zielgruppe gewinnen. „Die Angebote der Kunstschule werden sehr gut von Erwachsenen und Kindern bis zu einem Alter von elf Jahren angenommen. Fast vollständig fehlt allerdings die Gruppe der Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Deshalb möchte die Kunstschule unter dem Motto ,Kunst stärkt’ eine Initiative starten, um diese Altersgruppe für Kunst zu begeistern und ihnen zu zeigen, dass man mit Kunst gestärkt durchs Leben gehen kann.“

Damit dies gelingt, soll eine jugendliche Künstlergruppe entstehen, welcher die Kunstschule einen Ort für künstlerische Experimente bietet, an dem sie mit professioneller Unterstützung ihr kreatives Potenzial entdecken und ihre Ideen von Kunst und Gestaltung ausdrücken und umsetzen können. Geplant ist, dass der Dachboden der Kunstschule vom Verein und der Stadt Bad Vilbel mittelfristig umgebaut, von und für die Jugendlichen ge-staltet wird und in diesen Räumen Jugendkunstprojekte stattfinden können.

Sich selbst organisieren

Zusätzlich soll es im Angebot immer wieder Kunstaktionen geben, die in der Öffentlichkeit sichtbar sind und in denen die Jugendlichen ihre Sicht auf die Welt zeigen – und dafür auch Gehör finden. Ziel der Kunstschule ist es, den Jugendlichen die Möglichkeit zu bieten, ihre Umwelt außerhalb der medialen Plattformen kreativ wahrzunehmen, zu gestalten und zu verändern. Um ins Gespräch mit den Jugendlichen zu kommen und diese zu motivieren, will der Kunstverein anfangs mit Schulen, Vereinen, Institutionen und Flüchtlingsunterkünften zusammenarbeiten, um sie mit persönlicher Ansprache für das Projekt „Kunst stärkt“ zu gewinnen.

„Unser Ziel ist es dabei, dass die Jugendlichen, wenn sie merken wie gut ihnen die Kunst tut, mittelfristig ihre Projekte auch selbst organisieren“, stellt Gitta Junge in Aussicht. In das Projekt Eingang finden sollen Kunst- und Kulturformen aus dem Bereichen Bildende Kunst, Theater und Performance, Musik, Literatur, Foto, Film und Multimedia, Internet und Neue Medien sowie Kulturgeschichte. Zu den Zielen des Projektes gehört das Heranwachsen einer offene Künstlergruppe mit jugendlichen Teilnehmern aus allen sozialen Schichten und Nationalitäten, die ihre eigenen Kunstformen entwickeln und sich damit aus-drücken.

Kulturen verbinden

Die eigene Umgebung wird von den Jugendlichen selber gestaltet, sowohl visuell, als auch durch andere Ausdrucksformen, die wiederum die Kulturen verbinden – wie Musik und Literatur.

Die Gruppe soll eine eigene Kunstwebseite erstellen, ihre eigenen Räume gestalten, eine Graffitischule gründen, Urban-Sketching-Kunstprojekte im öffentlichen Raum in Zusammenarbeit mit Jugendbands, den örtlichen Bibliothek-/Poetry-Slamgruppen kreieren. Zu den erfahrenen Dozenten gehören Nicole Wächtler, Ingrid Strohkark und Sebastian Stehr.

Teilnehmen

Das Angebot „Kultur stärkt“ ist offen und sollte für die Teilnehmer möglichst kostenfrei unabhängig von den finanziellen Verhältnissen im Elternhaus sein – auch, weil Kunst für den öffentlichen

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