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"Green Lions": Polizisten flitzen über das Eis

Von Drei Mal haben die Spieler des „Green Lions“-Polizei-Eishockey-Teams mit Sitz in Bad Vilbel schon den Deutschen Polizei-Eishockey-Cup gewonnen. Auch wenn es diesmal nicht zum Sieg reichte, hatten die Spieler – davon sechs aus der Wetterau – wieder viel Spaß am Turnier.
Das Team liefert sich auch im Training spannende Wettkämpfe, bei denen hart, aber fair um jeden Punkt gekämpft wird. Foto: Christine Fauerbach Das Team liefert sich auch im Training spannende Wettkämpfe, bei denen hart, aber fair um jeden Punkt gekämpft wird.
Bad Vilbel. 

Sie trainieren zwar vor leeren Rängen, aber stets mit vollem Einsatz: Die Spieler des „Green Lions“-Polizei-Eishockey-Teams Frankfurt. Kein Wunder, denn die Titelverteidigung sollte es sein. Bestens vorbereitet traten sie im Bundesleistungszentrum für Eishockey in Füssen an. „Organisiert wird der Deutsche Polizei-Eishockey-Cup (DEPC) von Kollegen in Fürstenfeldbruck“, erzählt Gründer und Vereinsvorsitzender Peter Beltz. Er kommt wie sechs der insgesamt 22 erfolgreichen Pokaljäger aus der Wetterau.

Die sportlichen Polizisten kommen aus den Präsidien Südhessen in Darmstadt, Südosthessen in Offenbach, den Polizeipräsidien Frankfurt und West-Hessen in Bad Homburg, dem Landeskriminalamt in Wiesbaden und der Bundespolizei am Frankfurter Flughafen. „Unser Team setzt sich aus Kollegen der Kripo, der Schutzpolizei, Wasserschutzpolizei, Bundesgrenzschutz, Wachpolizei, dem Ordnungsamt und einigen Spielern außerhalb der Polizei zusammen. Das Alter der Spieler liegt zwischen 18 und 40 Jahren. Einige spielen auch in Eishockeyteams der Frankfurter Eintracht, der Löwen oder den Ice Devils in Bad Nauheim“, berichtet Beltz.

Früh angefangen

Mit Blick auf das ebenso schnelle wie präzise Trainingsspiel in der Frankfurter Eissporthalle fügte der 68-Jährige vor dem Turnier hinzu: „Wir sind wieder stärker geworden, haben gute Aussichten den Pokal zu verteidigen.“ Er stand bei der Vereinsgründung 1987 bis 1995 selbst im Tor der „Green Lions“. „Gute Leute fürs Tor zu bekommen, ist eine schwierige Aufgabe.“

Vereinssitz der „Green Lions“ ist Bad Vilbel, Spielort die 1981 eröffnete Eissporthalle in Frankfurt, das Zuhause der Frankfurter Löwen in der DEL 2, der zweithöchsten Liga im deutschen Eishockey. Damit die Spieler aus den unterschiedlichen Präsidien auf der 1800 Quadratmeter großen Eisfläche gemeinsam trainieren können, stehen alle früh auf. „Wir trainieren jeden Dienstag und Donnerstag von sieben bis neun Uhr sowie jeder Spieler noch einmal wöchentlich in seinem Eishockey-Verein.“

Gründer und Vorsitzender Peter Beltz aus Bad Vilbel mit Eismeister Andreas Schlatter aus Oberdorfelden. Bild-Zoom Foto: Christine Fauerbach
Gründer und Vorsitzender Peter Beltz aus Bad Vilbel mit Eismeister Andreas Schlatter aus Oberdorfelden.

Stürmer Jan Ganß aus Bad Vilbel, der bereits seine 16. Saison als Eishockeyspieler bestreitet und als Jugendlicher auf Inline-Skatern unterwegs war, erzählt: „Von Vorteil ist für uns alle, dass in Frankfurt Eishockey zu den anerkannten Dienstsportarten gehört. Über diese Regelung sind wir sehr froh.“ Das bestätigen auch Stürmer Robert Lang aus Reichelsheim und Verteidiger Andreas Chuc aus Bad Nauheim, die wie andere Kollegen bereits im Kindesalter zum Eishockey gekommen sind.

Riesen-Gaudi

Die Funktion des Schiedsrichters übernimmt beim Training an diesem Morgen der Bad Nauheimer Tim Kunzler, der bei den „Ice Devils“ spielt. Ihre Liebe für das schnelle Spiel auf Kufen haben die beiden Kurstädter an ihre Söhne Tim Chuc (U 12) und Lev Kunzler (U 10) vererbt. Dritter im Bunde der Bad Nauheimer ist Verteidiger Maik Blankart. Unterdessen flitzen die „Green Lions“ in zwei gegeneinander spielenden Teams über das Eis, versuchen den Puck im gegnerischen Tor zu versenken oder dies zu verhindern.

Info: Amateur-Mannschaft

Das „Green Lions Polizei-Eishockey-Team Frankfurt“ ist trotz aller Erfolge eine reine Amateur-Mannschaft. „Wir können in der Regel aus dienstlichen Gründen in keiner Liga spielen“, erklärt

clearing

Peter Beltz ist derzeit auf der Suche nach Sponsoren für Trikots: „Ein Satz kostet 800 Euro.“ Für eine komplette Spielerausrüstung mit Schlittschuhen und Schlägern sind 1000 Euro fällig. Die Profiausrüstung für einen Torwart kann bis zu 5000 Euro kosten.

Dann geht es auf große Fahrt nach Füssen. Das erste Spiel gegen Schongau entscheiden die heimischen Spieler mit 6:0 klar für sich. Gegen die „Berlin Chiefs“ allerdings setzt es eine 0:1-Niederlage, es folgt ein 0:2 gegen Krefeld. Gegen Gastgeber Füssen gibt es wieder ein 6:0. Doch auch ein 5:1-Erfolg gegen Ingolstadt reicht nicht, um mehr als Platz drei in der Gruppentabelle zu erreichen. So heißt es statt Finale nur Spiel um Platz fünf. Den sichern sie sich mit einem 5:1 gegen Zittau. Auch wenn es diesmal nicht gereicht hat, ist Peter Beltz zufrieden: „Was bleibt, ist ein erfülltes Wochenende mit anstrengenden Spielen auf dem Eis und einer Riesen-Gaudi mit den anderen Kollegen neben dem Eis.“

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