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Baugebiet: Parkplätze fallen weg, weil Häuser gebaut werden

Von Das Bad Vilbeler Baugebiet „Im Schleid“ im Quellenpark wächst weiter. Immer mehr Häuser entstehen. Doch vor dem nächsten Bauabschnitt soll der Bebauungsplan auf Wunsch des Investors geändert werden. Auch die Stadt hat Änderungen verlangt. Es geht um die Bebauung im Osten direkt an der Bahnlinie und im Westen am geplanten Grünzug.
Häuser statt Parkplätze im Baugebiet Im Scheid. Foto: Thomas Kopp Häuser statt Parkplätze im Baugebiet Im Scheid.
Bad Vilbel. 

Statt Stellflächen für Autos sollen an der Bahnlinie drei- bis viergeschossige Häuser in geschlossener Bauweise entstehen: Das sieht die dritte Änderung des Bebauungsplanes „Im Schleid“ vor. „Wir erhalten dadurch mehr Schallschutz im Stadtteil. Außerdem wird festgesetzt, dass die Wohnräume mit Aufenthaltsqualität zur ruhigen Seite liegen müssen“, erklärt Claus Biermann, Bad Vilbels Fachdienstleiter Planung und Stadtentwicklung.

Gemeinsam mit Stefanie Horn von der Planergruppe ROB erläuterte er auf einer Bürgerinformationsveranstaltung die Gründe und Ziele der geplanten Änderungen. Ob der Investor dann Reihenhäuser baut oder Wohnblocks, das liegt in seinem Ermessen. Vorgeschrieben ist aber eine geschlossene Bauweise ohne seitlichen Grenzabstand, sodass die so entstehende Häuserfront den Bahnlärm aus dem Stadtteil herausnimmt. Ursprünglich vorgesehen waren dort Stellflächen für die Autos von Anwohnern.

Gutachten einholen

Stadtplanerin Horn erklärte, dass im Planungsbüro außerdem der passive Schallschutz überarbeitet werde und ein Gutachten zum Erschütterungsschutz angefordert wird. Das ist nötig, weil das jetzt eingeplante Bauareal direkt an die Bahnlinie angrenzt und der Ausbau der Main-Weser-Bahn nun bevorsteht. Außerdem wird eine Verkehrsuntersuchung basierend auf aktuellen Daten erstellt.

Doch dass mit der Änderung des Bebauungsplans Parkplätze wegfallen, gefällt nicht allen Bürgern. „Wird es genügend öffentliche Parkmöglichkeiten an den Straßen für Besucher oder das Zweitauto geben? Und ist ein Parkplatz im Stadtteil geplant?“, fragt etwa ein zukünftiger Anwohner, der seine neue Eigentumswohnung in Kürze beziehen wird.

Er bezweifelt, dass die vorgesehenen Tiefgaragen in den großen mehrgeschossigen Stadthäusern ausreichen werden. Außerdem sei niemand verpflichtet, einen Stellplatz zu kaufen. Wer das nicht tue, müsse sein Auto dann woanders parken. Biermann schüttelt den Kopf: Parkstreifen an den Straßen im Wohnviertel seien nicht vorgesehen. Die Gemeinschaftsparkfläche am nordöstlichen Rand sei von der Planungsänderung jedoch nicht betroffen und bleibe erhalten.

Noch unbebaut ist der Westen des Baugebietes „Im Schleid“. Dort wünscht sich der Investor größere „Baufenster“, damit er flexibler bauen kann. Entstehen können Einzelhäuser mit bis zu vier Geschossen plus Staffelgeschoss, Doppelhäuser oder auch Hausgruppen, die aber nicht eine Breite von 50 Metern überschreiten dürfen. Außerdem verlangt die Stadt, dass Terrassen und Balkone in die bebaubare Fläche eingeschlossen sein müssen.

Grünstreifen bleibt

„Am Grünzug wird nicht gerüttelt“, betonte Biermann. Dieser stelle die fußläufige Verbindung zur Kernstadt und dem Bad Vilbeler Schulzentrum rund um die Saalburgstraße her und sei außerdem ein natürlicher Trennstreifen zum geplanten Gewerbegebiet.

Zwei Wochen lang können Bürger die Pläne im Rathaus einsehen, Stellungnahmen abgeben und Änderungsvorschläge machen. Endgültig beschließen wird die Stadtverordnetenversammlung die Änderungen im Bebauungsplan voraussichtlich in der Sitzungsperiode Mai/Juni.

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