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Stadtplatz: Öffentliche Toilette: Mit Gastronomie verhandeln

Das Verhandlungsgeschick des Bürgermeisters macht es möglich: Zwar wird es kein separates stilles Örtchen auf dem neuen Stadtplatz geben. Dafür ist eine andere Lösung in Sicht.
Eine eigene öffentliche Toilette wird es auf dem Stadtplatz wohl nicht geben. Eine eigene öffentliche Toilette wird es auf dem Stadtplatz wohl nicht geben.
Nidderau. 

Den Bürgern soll die Möglichkeit geboten werden, in dringenden Fällen eine Toilette auf dem Stadtplatz aufsuchen zu können. Möglich macht dies ein Kompromiss, den Bürgermeister Gerhard Schultheiß (SPD) derzeit mit dem Wirt des Restaurants Hannibal im Neuen Stadtzentrum, Christian Holle, aushandelt. Noch ist das Abkommen nicht unterschriftsreif, doch während der Sitzung des Nidderauer Bau- und Strukturausschusses lässt Schultheiß erste Umrisse erkennen.

Danach soll während der Sommerzeit, in der Holle mit seinem Lokal Außengastronomie auf dem Stadtplatz betreiben wird, die Toilette des Familienzentrums bis gegen Mitternacht geöffnet sein. Damit vor allem Jugendliche und Schmierfinken nicht auf dumme Gedanken kommen, soll der Zutritt zu den Toiletten während der Abendstunden und an den Wochenenden nur unter Aufsicht einer Toilettenfrau möglich sein.

Viel Geld sparen

Von Oktober bis Ostern sollen dafür die Toiletten der Gaststätte für die Allgemeinheit zugänglich sein. „Das würde der Stadt viel Geld sparen und der Allgemeinheit wäre gedient“, sagt Schultheiß zufrieden.

Ursächlich für die Verhandlung zwischen der Stadt und dem Gastronomen war ein Antrag der CDU im Stadtparlament, auf dem Stadtplatz eine öffentliche Toilette errichten zu lassen. Der Grund: Bisher gibt es für die Nidderauer nach Geschäftsschluss keine Möglichkeit mehr, eine öffentliche Toilette zu nutzen. Da die Errichtung eines Toilettenhäuschens nach den ersten groben Kostenschätzungen der Verwaltung um die 100 000 Euro verschlingen würde und die jährlichen Betriebskosten bei rund 13 000 Euro lägen, war guter Rat teuer.

Wegen voraussichtlich zu geringer Nutzungsfrequenz sollen Fremdfirmen bereits abgewunken haben. Und auch, dass die Toilettenanlage durch die Einführung einer Gebühr kostendeckend betrieben werden könne, erscheint den Ausschussmitgliedern wenig wahrscheinlich. „Bevor Jugendliche 70 Cent für die Toilette zahlen, stellen die sich doch lieber hinter den nächsten Baum oder an die Hauswand“, warnt das FWG-Ausschussmitglied Anette Abel.

Eingehende Diskussion

Deshalb begrüßen die Ausschussmitglieder nach eingehender Diskussion die Verhandlungsbemühungen des Stadtoberhauptes Schultheiß. Das endgültige Verhandlungsergebnis soll bereits in der nächsten Sitzung bekannt gegeben werden.

Warten müssen die Ausschussmitglieder auch noch auf die Ergebnisse der zweiten Fluglärmmessung in der Stadt. Sie wurde vor kurzem im Bereich des Windecker Friedhofs durchgeführt. Es deutet sich an, dass die Grenzwerte tags und nachts immer eingehalten wurden, auch wenn sich der Flugbetrieb nachts verstärkt habe.

In Arbeit seien auch noch die Pläne für den Rückbau der Bundesstraße durch Heldenbergen. Allerdings ist Bürgermeister Schultheiß guten Mutes, dass mit dem Umbau noch 2018 begonnen werden kann.

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