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Regionalpark Niddaradweg: Noch fehlen zehn Kilometer Radweg

Von Seit zehn Jahren mausert sich die Nidda dank Renaturierung sowie Ausbau und Vermarktung des Niddaradweges durch den Zweckverband zu einem attraktiven Freizeitziel in der Region. Doch noch ist der Ausbau der Route nicht beendet.
Der Niddaradweg – hier in Klein-Karben – ist bei Naturliebhabern und Sportlern äußerst beliebt. Fotos/Archivfoto: Fauerbach (2), Pfeiffer-Goldmann Bilder > Der Niddaradweg – hier in Klein-Karben – ist bei Naturliebhabern und Sportlern äußerst beliebt. Fotos/Archivfoto: Fauerbach (2), Pfeiffer-Goldmann
Bad Vilbel/Karben. 

Der Niddaradweg ist bei den Bürgern beliebt: Hier treffen Spaziergänger auf Freizeitsportler, Naturliebhaber auf passionierte Tierbeobachter. Der Erfolg der Niddaroute von der idyllisch gelegenen Niddaquelle auf über 700 Meter Höhe im Zentrum des vulkanischen Vogelsberges bis nach Bad Vilbel ist Verdienst des Zweckverbandes (ZV) Regionalpark Niddaradweg. Dieser feiert in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen.

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Am 12. Mai 2014 wurde unter dem Slogan „Regionalpark Niddaroute – von der Quelle bis zur Mündung“ die Anbieterkooperation zur Vermarktung gegründet.

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Im Juni 2005 hatte der damalige Wetterauer Landrat Rolf Gnadl (SPD) die Bürgermeister von Bad Vilbel, Karben, Wöllstadt, Niddatal, Florstadt, Ranstadt, Nidda, Schotte sowie Vertreter des Wasserverbandes Nidda und des Wetteraukreises zu einer Sitzung eingeladen. Thema war eine Aufwertung des Niddaradweges nach dem Vorbild des Vulkanradweges. Die Niddaroute sollte für Radler, Sportler, Spaziergänger und Touristen attraktiv gestaltet werden. „Ein Grund für das Treffen war die Einsicht, dass eine Vermarktung des Radweges nur im Verband mit allen Anrainerkommunen von Bad Vilbel bis Schotten mit Unterstützung durch den Wetteraukreis klappen kann“, erinnert sich Bürgermeister Thomas Stöhr (CDU).

Er und der heutige Geschäftsführer des ZV, Ekkehart Böing, sind von Anfang an dabei. „Der zweite, gewichtige Grund sind die Finanzen. Das Land Hessen fördert den Radwegebau teilweise mit 80 Prozent. Die Förderquote und Priorität durch den ZV hat gegenüber Anträgen einzelner Kommunen mehr Gewicht“, betont Vilbels Kämmerer Stöhr.

Karbens Bürgermeister Guido Rahn (CDU) gehört dem Zweckverband seit 2010 an, ist seither ZV-Vorsitzender. „Kurz vor der Gründungsversammlung drohte der ZV an der Finanzierung zu scheitern“, erinnert sich Stöhr. Bei der Bürgermeisterrunde in Wöllstadt einigten sich alle auf seinen bis heute gültigen Kompromissvorschlag. „Ein Sechstel der Kostenumlage trägt der Wetteraukreis. Fünf Sechstel tragen die Gemeinden, die Höhe richtet sich nach der Wegestrecke. Reparaturen auf ihrem Teilstück erledigen die Kommunen selbst. Der ZV übernimmt hingegen Ausbau und Vermarktung.“

2007 Vertrag unterschrieben

Am 21. August 2007 unterzeichneten die Gründungsmitglieder Florstadt, Niddatal, Wöllstadt, Karben, Bad Vilbel und der Wetteraukreis den Vertrag. Ranstadt und Nidda treten am 21. September 2009 bei, mit Schotten wird eine Kooperation vereinbart. Sitz und Geschäftsstelle des Zweckverbandes, der die Satzungen beschließt, ist die Stadtverwaltung Karben. Seit 2008 beträgt die Gesamtinvestition der reinen Baukosten 4,82 Millionen Euro, von denen 75 bis 80 Prozent aus Fördermitteln stammen. Hinzu kommen rund 750 000 Euro Planungskosten.

Das Dach des ZV bildet der Regionalpark Ballungsraum Rhein-Main in Flörsheim. Dieser finanziert und übernimmt die einheitliche Beschilderung zwischen Nidda und Frankfurt-Harheim, hat die Info-Stelen außer im Bereich von Schotten und den Druck der Freizeitkarte Niddaroute – inzwischen in der vierten Auflage – finanziert.

Markenzeichen der Region

In drei bis vier Jahren ist der Niddaradwegausbau beendet“, sagt Böing. Und zieht eine Bilanz: „Es wurden 27,2 Kilometer Strecke von Schotten bis Bad Vilbel ausgebaut, Niddabrücken in Wöllstadt und Karben gebaut und eine von der Landesverkehrsbehörde Hessen Mobil finanzierte Fußgängerampel in Nieder-Florstadt initiiert.“

Sind die 10,3 Kilometer langen Lücken mit einer Investitionssumme von 2,5 Millionen Euro in Bad Vilbel, Karben, Wöllstadt, Assenheim sowie zwischen Nieder- und Ober-Florstadt geschlossen, ist der Weg durchgängig drei Meter breit und befestigt. In der Vilbeler Innenstadt ist er gar 4,50 Meter breit. Realisiert wurden zusätzlich 14 Aussichts- und Erlebnispunkte entlang der Route, wie der Aussichtspunkt Gronauer Hof. Die Bauarbeiten für die Niddaterrassen am Karbener Bürgerzentrum sollen im Winter beginnen. „Es ist toll, wie alle an einem Strang ziehen. Der Niddaradweg ist zu einem Markenzeichen für Region und Städte geworden“, freut sich Stöhr.

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