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Burgfestspiele: Neuer Theaterpädagoge will Kinder an Kultur heranführen

In jedem Jahr etwas Neues. Nun gesellen sich zwei weitere Neuerungen zum Team der Burgfestspiele: Theaterpädagoge Matthias Keller und ein neuer Bus werden ab sofort die Burgfestspiele auch den kleineren Besuchern nahebringen.
Freuen sich über das neue Gefährt: Burgfestspiel-Intendant Claus-Günther Kunzmann (von rechts), Theaterpädagoge Matthias Keller, Vorsitzender des Fördervereins Michael Döricht, Domingo Correa Perez und Mirjam Fischer-Quaiser vom Autohaus Fischer-Schädler sowie Schauspieler aus „Tintenherz“. Freuen sich über das neue Gefährt: Burgfestspiel-Intendant Claus-Günther Kunzmann (von rechts), Theaterpädagoge Matthias Keller, Vorsitzender des Fördervereins Michael Döricht, Domingo Correa Perez und Mirjam Fischer-Quaiser vom Autohaus Fischer-Schädler sowie Schauspieler aus „Tintenherz“.
Bad Vilbel. 

„Wir freuen uns sehr, dass es noch in diesem Jahr geklappt hat, Matthias Keller nach Bad Vilbel zu holen. Er wird das Team der Theaterpädagogen sicher bereichern“, ist Michael Döricht, Vorsitzender des Fördervereins der Burgfestspiele, überzeugt. Und auch der neue Theaterpädagoge freut sich bereits auf seine Arbeit. „Ich bin jetzt seit dem 1. September hier, muss mich also erst einmal an das neue Umfeld gewöhnen. Bisher gefällt es mir jedoch ganz gut.“

Zu den Aufgaben des Theaterpädagogen zählt vor allem der Umgang mit den jüngeren Besuchern der Vilbeler Festspiele. „Es ist mir wichtig, den Kindern einen guten Einblick zu ermöglichen und sie so gut es geht auf das Stück vorzubereiten. Ich will nicht, dass es am Ende so rüberkommt, als würden sie zum Besuch der Burgfestspiele gezwungen werden, vielmehr sollen sie viel Spaß und Freude haben und auch gerne wiederkommen. Oper ist eine meiner Leidenschaften, und ich möchte bei den Kindern auch Begeisterung für dieses Feld wecken“, freut sich Keller.

Zeitraubende Aufgabe

Dabei ist nicht jedes Stück für jeden geeignet, erklärt Döricht. „Jim Knopf ist wirklich was für jedes Alter, aber Stücke wie Tintenherz oder Figaro verstehen Erst- oder Zweitklässler ja gar nicht. Die sind dann eher für Ältere.“ Davon ist auch Keller überzeugt: „Nicht jedes Stück ist für jeden. Aber ich will gerne meinen Teil dazu leisten, dass die Kinder auch kompliziertere Stücke verstehen und lieben lernen. Sie sollen am Ende mit strahlenden Augen aus der Vorstellung gehen und gerne wiederkommen.“

Dabei gibt es mehrere Hemmnisse, meint Keller. „Viele, besonders die aus niedrigen Bildungsschichten, kommen von zu Hause aus nicht mit der Oper in Berührung. Für die ist es dann natürlich schwieriger. Bei Schauspiel und Musical ist der Zugang aber etwas einfacher.“

„Manchmal sind das Problem aber auch die Lehrer“, weiß Burgfestspiele-Intendant Claus-Günther Kunzmann. „Schließlich ist das Vorbereiten einer Klasse auf eine Oper eine zeitraubende Aufgabe. Dadurch dass wir diese den Lehrern abnehmen, kommen die lieber zu uns. Und alle können das Stück genießen.“

Angebot für 40 000 Kinder

Und Erfahrung damit bringt Keller reichlich mit. Im vergangenen Jahr bereitete er Schulklassen in Freiburg auf den Opernbesuch vor, durch einen Intendantenwechsel musste er sich umschauen. Dabei fiel sein Blick auf die Quellenstadt. „Besonders gut gefiel mir hier, dass die Stücke wirklich auf die Kinder zugeschnitten werden. Es ist kein Stück für Erwachsene, das einfach vor den Kindern gespielt wird und dann nicht verstanden wird. Stattdessen wird es wirklich für sie gemacht, ohne es zu stark zu vereinfachen, und dadurch können die Kinder es auch besser genießen.“

Im vergangenen Jahr nutzten rund 40 000 Kinder das Angebot, dieses Jahr werden es wohl aufgrund der frühen Sommerferien etwas weniger sein. Damit kommt viel Arbeit auf Matthias Keller zu: Rund 200 Termine pro Jahr warten auf ihn. Und das nicht nur im Sommer – bei den Burgfestspielen fiel gestern Abend der letzte Vorhang – auch im Winter gibt es für ihn viel zu tun, so muss natürlich viel vorbereitet werden.

In diesem Jahr möchte Keller die Angebote seiner Vorgängerinnen fortführen und den Kontakt mit den Schulen suchen. „Ich muss mich erst einmal orientieren, dann sehe ich weiter. Mein Ziel ist es, langfristig die Zusammenarbeit mit Kitas, Schulen und besonders den Lehrern zu stärken, um wirklich allen einen einfachen Zugang zur Material zu ermöglichen. Oper und Schauspiel sind etwas für alle und nicht für eine abgehobene Elite, das möchte ich vermitteln.“

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