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Nidderau: Neue Blühstreifen sollen in Stadtwappen-Farben erstrahlen

Von Nadja Haas ist neue Vorsitzende des Umweltausschusses in Nidderau. Bei ihrer ersten Sitzungsleitung lag viel an, darunter Neuigkeiten zum „Wilden Reiten“ und zur Abfallentsorgung.
Die Blühstreifen könnten in den Farben des Stadtwappens bepflanzt werden.  Archivfoto: Georgia Lori Die Blühstreifen könnten in den Farben des Stadtwappens bepflanzt werden. Archivfoto: Georgia Lori
Nidderau. 

Nachdem der Umweltausschuss jetzt Nadja Haas, Piratin und Mitglied der Grünen-Fraktion, einstimmig zur Nachfolgerin des ausgeschiedenen Grünen Helmut Gockert gewählt hatte, berichtete Constantin Faatz von der letzten Begehung der stillgelegten Deponie „Am Gänsberg“. Wie der stellvertretende Fachbereichsleiter für Umwelt im Sitzungssaal des Rathauses schilderte, sei die Deponie unauffällig. „Wir prüfen momentan, ob wir eine Freiflächenanlage für Fotovoltaikanlagen dort errichten.“

Das Projekt hänge davon ab, ob die Ovag den notwendigen Netzanschlusspunkt genehmigt. „Falls nicht, würde es zu teuer.“ Angedacht ist eine Anlage von 2,2 Megawatt, sagte Faatz.

Nachts unterwegs

Er kam anschließend auf die pflegeintensiven Blühstreifen zu sprechen, nannte weitere in Frage kommende Brachflächen. Drei Saatmischungen schweben ihm vor. „Im Stadtgebiet könnte man die Farben Gelb und Rot verwenden – so wie das Stadtwappen“, regte er an. Wie Faatz ferner schilderte, muss das Nidder-Wehr rückgebaut werden, da es ein Fischaufstiegshindernis darstellt. „Das Land zahlt solche Rückbaumaßnahmen mit 80 Prozent, die restlichen 20 Prozent soll der Wasserverband Nidder-Seemenbach begleichen.“

Die Stadt muss laut Erstem Stadtrat Rainer Vogel (Grüne) Mitglied im Verband sein und zahlt dafür 60 000 Euro im Jahr. Daraufhin wollte Anette Abel (FWG) wissen, was die Gegenleistung sei. Wie Vogel erwiderte, habe er den Bescheid kürzlich zurückgewiesen und einen Nachweis über die Mittelverwendung gefordert.

Als Problem und weiteres Thema wurde das „Wilde Reiten“ erörtert. „Die Flächen in Feld und Flur werden immer mehr durch Reiter genutzt, insbesondere durch Nutzer von Pferdehöfen. „Da wollen wir in der Feldwegesatzung anpassen, was man wann und wo darf“, erläuterte Faatz. Manche Reiter, ergänzte der Erste Stadtrat Vogel, ritten quer durch den Waldbestand oder durchs Feld. „Das setzt eine gewisse Hemmungslosigkeit voraus. Auch zu unmöglichen Zeiten, beispielsweise nachts mit der Stirnlampe.“ Die Stadt solle dies mit ihrer Satzung regeln. Denn die Betreiber der Pferdehöfe hätten Angst, ihren Kunden etwas zu sagen, um sie nicht zu verlieren.

E-Dienstwagen kommen

Ein weiterer Punkt war der Abfallentsorgungsvertrag der Stadt, der ausläuft und Ende 2018 oder Anfang 2019 europaweit neu ausgeschrieben wird. Auf Anregung der Freien Wählerin Abel wird ein Workshop terminiert, in dem Vorschläge aus den Fraktionen besprochen werden. Abel etwa hält das Müllwiegesystem für ungerecht, da immer mehr Mehrfamilienhäuser dazukämen. Andere Stadtverordnete dagegen bezeichneten das Modell als besonders fair.

In puncto Fairtrade-Town ist die Stadt mit ihrer Steuerungsgruppe nach Worten Vogels auf einem guten Weg, ebenso in Sachen Elektro-Mobilität, wie Umwelt-Fachbereichsleiterin Katja Adams betonte. Die Stadt sei dabei, ein E-Dienstfahrzeug anzuschaffen, versuche auch, eine Ladestation zu etablieren. Zu den Zielen gehöre auch, Bürger außerhalb der Dienstzeiten an der Nutzung des Wagens partizipieren zu lassen. Zudem regte Ausschussvorsitzende Haas an, einen Fahrradständer bei dem Autoabstellplatz zu installieren, um den E-Wagen als Nutzer umweltfreundlich zu erreichen.

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