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Handwerk: Nachwuchs, der hoffen lässt

Von Mit einer Feierstunde hat die Wetterauer Kreishandwerkerschaft am Wochenende in Bad Nauheim junge Männer und Frauen geehrt, die ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen haben. 150 Jugendliche erhielten ihre Gesellenbriefe.
Stolze Gesellin: Friedbergs Erster Stadtrat Dirk Antkowiak ( links) und Erster Kreisbeigeordneter Jan Weckler gratulieren Ai Kosaka. Foto: Corinna Weigelt Stolze Gesellin: Friedbergs Erster Stadtrat Dirk Antkowiak ( links) und Erster Kreisbeigeordneter Jan Weckler gratulieren Ai Kosaka.
Bad Nauheim. 

Ai Kosaka hat gerade ihre Ausbildung als Bäckerin beim Dottenfelder Hof in Bad Vilbel abgeschlossen. Auch der Karbener Christian Rosenhagen lässt die Lehrjahre nun hinter sich, er hat sich für den Beruf des Fleischereifachverkäufers bei der Margarethenhof GmbH entschieden. Felix Maximilian König zieht es als Tischler ebenfalls nach Karben in den Betrieb von Uwe Kiefl. Alle drei Azubis haben ihre handwerkliche Ausbildung nun bestanden, und das mit Bravour. Sie zählen zu den 14 Innungsbesten des Wetteraukreises.

Das sind die besten Nachwuchshandwerker aus der Wetterau

Bei den 14 Innungsbesten aus der Wetterau handelt es sich um: Ai Kosaka (wohnhaft in Bad Vilbel, Bäckerin), Laura-Michelle Knippschild (Reichelsheim, Bäckereifachverkäuferin), Jan Christoph

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Beim Fest des Handwerks am Samstag im Jugendstiltheater des Conparcs im Kurhaus erhalten sie nicht nur ihre Gesellenbriefe, sondern werden auch für ihre besonderen Prüfungsergebnisse geehrt. 150 Gesellinnen und Gesellen werden in diesem Jahr auf der großen Bühne freigesprochen. „Ein Handwerk wird mich mein Leben lang begleiten“, sagt Ai Kosaka. „Es wird immer benötigt und ich kann es immer ausführen.“

Schnelle Zusage

Für die junge Frau aus Bad Vilbel war schnell klar, dass sie Bäckerin werden wollte. Auf ihre Bewerbung habe sie schnell eine Zusage erhalten. Dass sie nun sogar die Innungsbeste ist, habe sie erst kurz vorher erfahren. Eines steht für Ai Kosaka aber bereits jetzt fest, auf ihren Gesellenbrief möchte sie weiterhin aufbauen. „Nach den Lehrjahren ist ja nicht Schluss, ich möchte noch mehr Erfahrungen sammeln und weiterlernen.“ Beim Fest des Handwerks sind alle Gesellinnen und Gesellen die „Stars des Abends“, wie auch Moderator Martin Woelke vom Hessischen Rundfunk gleich zu Beginn der Veranstaltung betont. Seit acht Jahren findet die Freisprechung bereits im Jugendstiltheater statt, so Kreishandwerksmeister Werner Ulowetz.

Begehrte Fachkräfte

Der großen Freisprechung möchte man einen „würdigen, festlichen Rahmen“ geben, den jungen Gesellinnen und Gesellen den „roten Teppich“ ausrollen. „Junge Fachkräfte sind sehr begehrt“, so Ulowetz. Der Arbeitsmarkt sei so gut wie leer gefegt. Den jungen Fachkräften biete das viele Chancen. „Ihnen stehen nun alle Türen offen. Sie haben eine wichtige Etappe des Lebens hinter sich gelassen, die Lehrjahre überstanden“, betont auch Handwerkskammerpräsident Klaus Repp. „Nun können Sie entspannt nach vorn blicken.“

Das Handwerk halte die Region am Leben, doch fehlen Fachkräfte zur Deckung der Aufträge. Daher gibt auch Repp den jungen Gesellen den Rat: „Machen Sie etwas daraus, seien Sie stets gewissenhaft, zuverlässig und neugierig.“ Der Abschluss der Lehrjahre, auch eine Zeit der Reflexion, wie Landrat Joachim Arnold (SPD) hervorhebt. „Können, wollen, tun“– Weiterbildung sei hier das Schlüsselwort. Das, was man nun könne, müsse mit den Anforderungen der Zukunft kombiniert werden. Dank gilt aber auch allen, die die Jugendlichen auf ihrem Weg in den Beruf begleitet haben. „Sie sind eine große soziale Gemeinschaft.“

Jutta Tschakert, Schulleiterin der Johann-Philipp-Reis-Schule Friedberg, hebt ebenfalls die Bedeutung des Handwerks hervor. „Das Handwerk ist eine der tragenden Säulen der Wirtschaft.“ Fortschritt statt Stillstand – nun möge ein jeder seine Zukunft sorgfältig planen, gibt sie den Geehrten mit auf den Weg.

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