Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Laufsport - Alles rund um den Mainova Frankfurt Marathon ... Bad Vilbel 7°C Eine Angebot von Franfurter Neue Presse

Mörderische Schwestern lesen vor

Es geschah Kriminelles im Massenheimer Ahrenshof: Drei „mörderische Schwestern“ lasen aus einer frisch veröffentlichen Anthologie, in der alle drei Kriminal-Kurzgeschichten veröffentlicht haben. Dabei bietet die Sammlung „Diagnose Mord“ etwas ganz besonderes – für Krimifans genau das Richtige.
Drei „mörderische Schwestern“ (von links nach rechts): Ulrike Blatter, Ivonne Keller und Heidi Moor-Blank.	Foto: Niklas Mag Drei „mörderische Schwestern“ (von links nach rechts): Ulrike Blatter, Ivonne Keller und Heidi Moor-Blank. Foto: Niklas Mag
Bad Vilbel. 

„Wir rutschen auf der schiefen Bahn immer weiter nach oben“, lachen die drei Damen bei den verwirrten Blicken, die sie immer ernten, wenn sie sich als „mörderische Schwestern“ outen. Dabei handelt es sich nicht etwa um ein kriminelles Netzwerk, sondern um einen Zusammenschluss von 400 Krimi-Schriftstellerinnen aus Deutschland, Österreich und aus der Schweiz. „Man denkt immer, dass gute Krimis nur von Amerikanern oder skandinavischen Männern geschrieben werden. Wir beweisen das Gegenteil“, freuen sich die drei Autorinnen.

Der Zweck des Verbands ist vor allem die Möglichkeit, sich untereinander über Ideen auszutauschen oder eben um Mitschreiberinnen zu suchen, die an einer Anthologie mitarbeiten, wie „Diagnose Mord“ eine ist. Mitherausgeberin Ulrike Blatter aus Hegau kam die Idee zu dem Sammelwerk: „Ich bin eigentlich Rechtsmedizinerin, praktiziere aber seit vier Jahren nicht mehr. In dem Buch geht es um medizinische Kriminalfälle. Das besondere ist, dass ich zu jeder der Geschichten ein kurzes Essay verfasst habe, in dem ich den medizinischen Sachverhalt aus der Kurzgeschichte wissenschaftlich beleuchte“, erklärt sie.

Ideen zu Papier gebracht

Insgesamt haben 18 Autorinnen und Autoren Kurzgeschichten zu medizinischen Themen geschrieben. Damit in dem Buch nicht zu oft das selbe Thema, das heißt die selbe Todesursache vorkommt, hat Blatter im Vorfeld verschiedene Ideen aufgeschrieben, um welche die Autoren und Autorinnen schließlich ihre Geschichten basteln konnten: „Zum Beispiel geht es in einer Geschichte um Metallschmuggel in Menschen. Leider ist diese Geschichte wirklich passiert“, berichtet Blatter aus ihren Erfahrungen. „Viele der Schriftsteller hatten aber auch eigene Ideen“.

Mit in Massenheim sind auch die Bad Vilbeler Schriftstellerin Ivonne Keller und Heidi Moor-Blank aus Landau: „Hauptsächlich schreibe ich Kurzgeschichten. Ich finde die haben etwas ganz Besonderes, mir gefällt dieses Knackige“, erklärt Moor-Blank. Die Lesung wird von Keller eröffnet, die die von ihr verfasste Geschichte über eine Frau in der Psychiatrie vorträgt.

Küchenmesser mit dabei

Dafür hat sie extra ein japanisches Küchenmesser mitgebracht, um das es auch in ihrer Geschichte geht – das gruselige Anschauungsmaterial trägt der gespannten Atmosphäre gut zu, denn so soll ein Krimi ja auch sein. Keller und Blatter haben schon mehrere Romane veröffentlicht, während Heidi Moor-Blank das Schreiben eher als Hobby betreibt. Ivonne Keller hat ihre beiden Kolleginnen nach Bad Vilbel geholt und die Lesung organisiert. Sie ist immer wieder mit verschiedenen „mörderischen Schwestern“ im Ahrenshof anzutreffen.

Der Eintritt zur Lesung betrug zehn Euro und es wurde auch kulinarisch etwas Besonderes geboten: Für 25 Euro pro Person bot der Ahrenshof ein Drei-Gänge-Menü, entweder mit Fisch oder Fleisch, an. Stimmungsvoll lesen die drei Damen ihre mörderischen Geschichten vor, der Raum im Ahrenshof platzt dabei aus allen Nähten, doch das verursacht umso mehr Applaus.

„Diagnose Mord“ ist im Buchvolk-Verlag erschienen und kostet 12,90 Euro. Die ISBN-Nummer lautet 978-3-944581-01-9.

Zur Startseite Mehr aus Wetterau/Main-Kinzig

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse