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Pächter aus Klein-Karben sind empört über Klau: Mit Kameras gegen die Obstdiebe

Von Die 48 Mitgliedsfamilien der Gemeinschaftsobstanlage (Goa) in Klein-Karben haben ein Problem. Vor knapp 14 Tagen ist erstmals Tafelobst in größeren Mengen gestohlen worden. Um den Obstdiebstahl künftig zu verhindern, denken die Vereinsmitglieder nun über geeignete Maßnahmen nach – und haben Anzeige bei der Polizei erstattet.
Vorsitzende Gisela Schaub und Baumwart Dieter Kost markieren die Streckenlänge der Parzelle am Eingang, auf der Äpfel geklaut wurden. Vorsitzende Gisela Schaub und Baumwart Dieter Kost markieren die Streckenlänge der Parzelle am Eingang, auf der Äpfel geklaut wurden.
Karben. 

Die Klein-Kärber Obstbauern sind sauer: Direkt im Eingangsbereich ihrer Gemeinschaftsobstanlage sind 13 Apfelbäume einer Parzelle leergeräumt worden, sagt die Vorsitzende Gisela Schaub. Auch am unteren Tor fehlten Äpfel der Sorte Boskoop an insgesamt drei Bäumen. Außerdem sind Birnen entwendet worden. Mitglieder haben den Diebstahl auf ihren Parzellen entdeckt und sind empört.

Bitter sei der Diebstahl von Äpfeln besonders in diesem Jahr, da nach plötzlichen Frösten zur Baumblüte im April eine schlechte Apfelernte erwartet werde, erklärt Baumwart Dieter Kost. Das Positive: Da die Obstanlage sehr hoch liegt, hat der Frost die Blüte nicht derart geschädigt, wie auf Streuobstwiesen in den Tälern.

Marktpreise steigen

Auch den Hagel in der Nacht auf den 1. August haben die Obstbäume gut überstanden. Doch dass die Äpfel in der Anlage gedeihen, wissen eben auch die Diebe. „Da die Apfelernte schlecht ist, sind die Preise entsprechend hoch“, sagt Kost. Für ein Kilogramm deutscher Äpfel im Supermarkt, zahlten Verbraucher aktuell etwa drei Euro. In der Gemeinschaftsobstanlage werde ein Kilogramm Äpfel für 1,80 Euro verkauft. In diesem Jahr habe man den Kilopreis um 30 Cent gegenüber dem Vorjahr erhöht, gebe die Äpfel aber immer noch zu Großmarktpreisen ab.

Wegen der hohen Preise im Handel überlegten Obstliebhaber offensichtlich häufiger, Äpfel zu klauen, vermutet Kost. Die entwendeten Äpfel seien überreife Frühäpfel und zum Verzehr geeignet gewesen. „Das war kein Profi“, sagt Kost. Um weiteren Diebstählen vorzubeugen, ergänzt Schaub, werden nun Überwachungskameras mit entsprechender Beschilderung in der Nähe der Tore installiert. Mitglieder haben sich zudem zu Kontrollgängen bereit erklärt und kontrollieren vermehrt morgens und abends. Wie Schaub erklärt, habe es bereits in der Vergangenheit kleinere Diebstähle gegeben – doch nie in diesem Ausmaß.

60-jähriges Bestehen

Auf der knapp 2,5 Hektar großen Anlage stehen 4200 Bäume mit Kernobst wie Äpfel, Birnen und Quitten, zudem 450 Bäume, die Steinobst tragen. Dazu zählen Kirschen, Mirabellen, Pflaumen, Aprikosen und Pfirsische. „Insgesamt werden 54 Parzellen von Mitgliedern bewirtschaftet“, sagt Kost. Zwei Drittel der Pächter seien Familien. Ein Lehrgarten ist außerdem zu 50 Prozent mit älteren Apfelsorten wie Kaiser Wilhelm oder Gravensteiner angelegt. „Wir wollen testen, ob sie den Kunden schmecken“, sagt Kost.

Die Goa feiert im kommenden Jahr ihr 60-jähriges Bestehen. Zudem sind Interessierte am 3. Oktober dieses Jahres zum Tag der offenen Tür eingeladen. Dann können Süßer von eigenen Früchten, Birnen und Äpfel erworben werden. Es gibt Führungen, und Interessierte können eigene Äpfel zur Sortenbestimmung mitbringen.

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