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Konrad-Adenauer-Allee: Mega-Büro sucht neue Mieter

Von Ein Jahr ist es her, dass Finanztransaktionsspezialist First Data aus Dortelweil weggezogen ist. Seitdem stehen große Teile des markanten Bürogebäudes am südlichen Ortseingang leer. Das ändert sich nun wohl – wenn auch nur langsam.
Bad Vilbel. 

Wer an dem großen Firmengebäude in der Konrad-Adenauer-Allee 1 in Dortelweil gerade vorbeifährt, sieht ein großes unübersehbares Schild am Straßenrand stehen: »Einzelbüroflächen und Büroflächen zu vermieten« steht darauf. Die Freiflächen in dem Komplex sind dem Auszug des Zahlungsverkehrsdienstleisters First Data, ehemals Gesellschaft für Zahlungssysteme (GZS), geschuldet. Ende vergangenen Jahres packten die 430 verbliebenen Mitarbeiter ihre Sachen und zogen in einen neuen Standort in Bad Homburg (diese Zeitung berichtete).
Als Gründe für den damaligen Umzug wurde vom Unternehmen der auslaufenden Mietvertrag angegeben, außerdem seien die Mietflächen für das Unternehmen, das mit der Zeit deutlich Personal abbaute, zu groß geworden. In dem neuen zentralen Firmenstandort in den Bad Homburger Marienbader Höfen, zwischen Bahnhof und Fußgängerzone, seien zudem attraktivere Freizeitmöglichkeiten gegeben – eine bessere IT-Technik und neues Büromobiliar lockten ebenfalls.


Suche seit zwei Jahren


Der Weggang von First Data und der Tochterfirma Telecash ist ein Verlust, nicht zuletzt für die Stadt. »Nachdem die GZS von First Data übernommen worden war, gab es einen ständigen Abbau von Arbeitsplätzen, woran die Stadt keine Freude haben konnte«, sagt der für die Wirtschaftsförderung zuständige Stadtrat Klaus Minkel (CDU). Auf seine Initiative hin war die GZS vor bald 20 Jahren als eines der ersten Unternehmen in das Gebäude in Dortelweil-West gezogen.


Doch die rund 9000 Quadratmeter große Mietfläche bleibt nicht leer, es werden neue Mieter gesucht. Die Gewerbemakler-Firma Cubicon Immobilien kümmert sich um die Vermietung der freien Flächen. Diese Suche nach neuen Mietern begann laut Cubicon-Geschäftsführer Martin Haas schon vor eineinhalb bis zwei Jahren. Anfragen von Großmietern für die komplette Bürofläche oder größere Teile davon gibt es nach seinem Wissen zurzeit jedoch nicht. Deshalb sei es auch möglich, abgesehen von den Büroflächen ab 700 bis 8000 Quadratmeternn auch Flächen von 15 bis 50 Quadratmetern für Einzelbüroflächen zu mieten.


Veraltetes Konzept


Für die kleineren Flächen gibt es laut Haas bereits Anfragen, von denen schon einige vermieten seien oder Verträge kurz vor dem Abschluss stünden. Weitere Informationen zu den Unternehmen, die dort einziehen werden, mag er jedoch noch nicht geben.

Zur Info: Bürogebäude der Firma First Data

clearing


Dass eine komplette Fläche von dieser Größe schwer zu vermieten ist, weiß auch Stadtrat Minkel. »Der Nachteil des Gebäudes ist, dass es nicht in kleinere Einheiten unterteilt ist, sodass stets größere Flächen einer Etage zu vermieten sind, was die Verwertbarkeit erschwert.« Das hänge mit der ursprünglichen Konzeption zusammen: Der Bau sei nur für einen Nutzer vorgesehen gewesen, weshalb kein Wert auf eine mögliche Teilbarkeit der Flächen gelegt worden sei, sagt Minkel. Und noch etwas komme hinzu: »Auch wäre es nach über 20 Jahren an der Zeit, zu investieren«, findet der Stadtrat, sprich: eine Renovierung täte dem Gebäude gut.

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