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Frühjahrsputz: Massenheimer halten ihr Dorf sauber

Damit ihr Stadtteil auch sauber bleibt, packen einmal im Jahr alle mit an: Beim Frühjahrsputz der Massenheimer kommt einiges an Müll zusammen.
Die Massenheimer Jugendfeuerwehr präsentiert stolz den Müll, den sie eingesammelt hat.
Foto: Alexander Seipp Die Massenheimer Jugendfeuerwehr präsentiert stolz den Müll, den sie eingesammelt hat. Foto: Alexander Seipp
Bad Vilbel. 

Zigarettenkippen, zerfetzte Plastikbeutel, leere Flaschen: Wenn man genauer hinsieht, findet sich überall Müll. „Die Leute werfen allerhand Zeug in die Landschaft, ohne drüber nachzudenken“, meint Horst Tryba, Vorsitzender des Vereins „Wir Massemer“. Der Frühjahrsputz soll darauf aufmerksam machen und dazu anregen, auch mal genauer hinzuschauen. „An der frischen Luft spazieren gehen und nebenbei etwas Gutes tun. Das stärkt die Gemeinschaft“, ist Tryba überzeugt.

Dies wollen an diesem Samstagmorgen viele Bürger tun. Jugendfeuerwehr, „Wir Massemer“ und Ortsbeirat, aber auch viele Privatleute sind gekommen um aufzuräumen. „Parteiübergreifend sind alle gekommen, denn der Müll geht uns alle an“, meint auch Ortsvorsteherin Irene Utter (CDU), deren Ortsbeirat in diesem Jahr stärker involviert ist, da die „Massemer“ die Aktion nicht mehr alleine stemmen können.

Nachdem sich alle mit Greifzangen und Müllsäcken bewaffnet haben, geht es in Gruppen durch den Ort. In einer Reihe geht die Jugendfeuerwehr über die Grasfläche am Erlenbach: Die „Champions“ des Müllsammelns aus dem vergangenen Jahr wissen, wie es geht. Neben einigen Glasflaschen an einem Pavillon sind es vor allem kleine Müllreste, die eingesammelt werden. Besonders am Wegesrand und im Erlenbach selbst finden sich überall Müllreste.

Ganze Küche im Gebüsch

„Was wir finden ist von Jahr zu Jahr unterschiedlich, aber viel Kleinzeug ist immer dabei“, sagt auch Peter Paul von den Massenheimer Grünen. „Kleine Plastikschnipsel, Verpackungsreste oder Dosen – das sind die Dinge, die man am häufigsten findet. Dieses Jahr sind es besonders wenig Glasscherben, das ist schon mal gut.“

Am Freitag war er schon unterwegs, einen Autoreifen hat er da aus dem Erlenbach gezogen. „Das ist noch vergleichsweise wenig, vor vier Jahren haben wir eine ganze Küche inklusive Kacheln im Gebüsch gefunden, nur der Kühlschrank hat gefehlt“, erinnert er sich. Auch leere Öltanks und Berge von Bauschutt wurden von manchen in der Vergangenheit einfach in der Natur entsorgt.

Wie ein Schlachtfeld

Die Aktion soll mehr Bewusstsein für die Umwelt schaffen, sagt Horst Tryba. „Dass man nicht alles einfach so in die Natur werfen darf, sollte eigentlich klar sein. Doch viele tun es trotzdem, besonders wenn sie von außerhalb kommen. Das sieht man an der Autobahn, da sieht es aus wie auf einem Schlachtfeld“, meint er. Im vergangenen Jahr wurde ein halber Container mit Müll gefüllt, wie viel es in diesem Jahr werden wird, ist noch nicht klar.

Paul ist indes skeptisch. „Viele erreicht man gar nicht, denen ist das egal. Besonders die Orte, an denen sich bekanntermaßen Jugendliche häufiger treffen, sind vermüllt, zum Beispiel beim Schützenhaus. Dort gibt es sogar Mülleimer, aber offensichtlich ist es für einige cooler, den Abfall einfach in die Natur zu werfen.“

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