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Eigentümer will investieren: Krisensitzung zum Brunnencenter: Zarte Hoffnung trotz leerer Flure

Dass sich am Dortelweiler Einkaufszentrum einiges verbessern muss, scheint klar. Nur was genau geschehen soll, bleibt vorerst weiter offen. Der Investmentfonds, dem das Brunnencenter gehört, kündigte nun an Tiefgarage und Mall auf Vordermann bringen zu wollen. Die Stadt bot derweil ihre Hilfe an.
Nur wenige Einkäufe besuchen am Donnerstagmittag das Dortelweiler Brunnencenter. Das soll sich ändern, sonst drohen weitere Leerstände. Nur wenige Einkäufe besuchen am Donnerstagmittag das Dortelweiler Brunnencenter. Das soll sich ändern, sonst drohen weitere Leerstände.
Bad Vilbel. 

Wer das Brunnencenter, betritt, dem fällt dessen Problem schnell ins Auge: Geschlossene Geschäfte. Manche sind bereits seit einiger Zeit zu, mehr sollen in den kommenden Monaten folgen. Am Fenster eines Optikers hängt bereits ein Hinweis, der den Räumungsverkauf ankündigt. Trotz bester Lage mitten im Herzen Dortelweils werden es immer mehr Leerstände in Bad Vilbels einzigem Einkaufszentrum.

Doch dabei soll es nicht bleiben: Am Mittwoch trafen sich nun Vertreter der Stadt, darunter Bürgermeister Thomas Stöhr und Erster Stadtrat Sebastian Wysocki (beide CDU) mit den Zentrums-Eigentümern des Immobilienfonds DWS sowie dem Centermanagement zu einer Krisensitzung. Denn allen Beteiligten ist klar: Es muss sich etwas tun.

Geschäftsinhaber Rüdiger Engelhardt ist mit seinem Latein am Ende. „Fünf vor zwölf“ stehe es für das Brunnencenter, meint er.
Brunnencenter Immer mehr Geschäfte im Einkaufszentrum stehen leer und ...

Die Dortelweiler sorgen sich, denn das Brunnencenter wird leerer und leerer. Die Geschäfte schließen und das schon seit Jahren, doch Nachfolger gibt es keine. Die verbliebenen Geschäftsinhaber bemängeln hohe Mieten und ein schweigendes Centermanagement. Nach der Blumengalerie werden innerhalb der kommenden Monate auch der Optiker und Vögele verschwinden. Geschäftsinhaber Rüdiger Engelhardt ist mit seinem Latein am Ende und auch die Kunden sind verunsichert.

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„Das Center ist mit dem Kultur- und Sportforum der verbindende Ort in Dortelweil“, sagt Stadtsprecher Yannick Schwander. „Viele Leute gehen dort einkaufen und die Tiefgarage erfreut sich großer Beliebtheit. Als Stadt ist es für uns daher natürlich von großem Interesse, dass dieser Ort auch erhalten und attraktiv für unsere Bürger bleibt.“ Das Einkaufszentrum sei zwar in privater Hand, das halte die Stadt aber nicht davon ab, Ideen beizusteuern, was sich verbessern lasse.

Standort hat Vorteile

Vom Vorteil des Standortes in Dortelweil weiß auch die DWS, die zur Deutschen Bank gehört. „Im Gegenteil dazu was oft geschrieben wurde, auch in der FNP, stand zu keinem Zeitpunkt außer Frage, dass wir an dem Standort festhalten“, erklärt Klaus Thoma, Sprecher des Zentrums-Eigentümers. Bad Vilbel und Dortelweil seien sehr attraktiv und von ungebrochen hohem Potenzial.

Daher sei es für die DWS auch selbstverständlich, weiter ins Brunnencenter zu investieren. „Genauso wie für die Vermieter, gehört es zur Immobilien-Pflege dazu, Investitionen vor Ort vorzunehmen“, erklärt er. So sollen im nächsten Jahr die beliebte Tiefgarage und die Mall modernisiert werden. Wie viel Geld dafür in die Hand genommen werden soll, ist noch unklar. Beide Maßnahmen sollen mehr Kunden ins Einkaufszentrum locken.

Was sich das Centermanagement für das Einkaufszentrum genau hat einfallen lassen, will es noch nicht verraten, nur so viel: Es wird investiert. Bild-Zoom
Was sich das Centermanagement für das Einkaufszentrum genau hat einfallen lassen, will es noch nicht verraten, nur so viel: Es wird investiert.

Auch in Punkto leerstehende Geschäfte soll sich etwas tun. Dies könnte jedoch etwas Zeit brauchen. „In einer Mall gibt es immer temporäre Leerstände und wechselnde Geschäfte“, erklärt Thoma. „Das ist ganz normal. Nicht jeder Mieter passt auf jede Fläche und sie bringen ja auch alle unterschiedliche Anforderungen mit.“

Im Brunnencenter seien besonders die kleinen Flächen vom Leerstand betroffen. „Für diese einen Mieter zu finden ist schwieriger als für Größere“, weiß Thoma. Denn bei größeren Flächen stünden oft Gewerbeketten als Interessenten bereit. Dennoch ist die DWS optimistisch, bald wieder alle Flächen vergeben zu haben.

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Kommentar

Mit Spannung ist es erwartet worden: Das große Krisentreffen zur Zukunft des Brunnencenters. Und das Ergebnis? Sie machen das mit den Fähnchen.

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Bis wann das der Fall sein wird, kann Thoma jedoch noch nicht absehen. „Wir sind für alle Flächen in Gesprächen, aber das dauert eben seine Zeit“, sagt Thoma. „Wir möchten ja auch sichergehen, dass der Mieter ins Center passt. Jeder hat da andere Vorstellungen, denen wir versuchen so gut es geht entgegenzukommen.“

Balsam für die Bürgerseele

Die Ängste einiger Bürger, das Center könnte bald ganz leerstehen und die DWS würde sich nicht um die Immobilie scheren, versucht Thoma zu beruhigen: „Was hätten wir denn davon? Als Immobilienfonds sind wir ja von der Attraktivität unserer Standorte abhängig. Daher werden wir alles daran legen, das Brunnencenter wieder attraktiver zu machen.“

Im Gespräch mit der Stadt am Mittwoch wurden dafür potenzielle Lösungen vorgestellt. Das Brunnencenter soll nach außen stärker präsent werden. So wurde diskutiert, ob man Veranstaltungen dorthin holen könne. Die Hoffnung: Die Mall könnte so vielleicht wieder Dortelweils Mittelpunkt werden. „Das Zentrum soll wieder aktiver werden“, sagt Thoma. „Mehrere Ideen dafür sind in Planung, doch was es genau werden wird, das wollen wir noch nicht verraten.“

Für die Pläne sicherte die Stadt Rückendeckung zu. „Wir sind überzeugt, dass es beim Brunnencenter viele Möglichkeiten gibt“, sagt Schwander. „Mit dem Dortelweiler Platz vor der Tür bietet sich da einiges an, dort finden ja viele Veranstaltungen, wie zum Beispiel die Kerb statt.“ Daher habe das Rathaus angeboten, dass der Platz für auch Veranstaltungen des Centers für Verfügung steht. „Ich glaube mit viel investiertem Herzblut, kann das Brunnencenter bald wieder in neuem Glanz erstrahlen“, so Schwander.

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