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Grüne Ideen für den Kreis: Kreisbeigeordneter Matthias Zach kandidiert für den Bundestag

Als reformorientierten Ideengeber sieht Kreisbeigeordneter und grüner Bundestagskandidat seine Partei. Und diese Ideen, so seine Überzeugung, braucht es auch.
Matthias Zach, Kreisbeigeordneter im Main-Kinzig-Kreis und einstiger Bürgermeister von Niederdorfelden, kandidiert als Grüner für den Bundestag. Matthias Zach, Kreisbeigeordneter im Main-Kinzig-Kreis und einstiger Bürgermeister von Niederdorfelden, kandidiert als Grüner für den Bundestag.
Niederdorfelden. 

Für den Kreisbeigeordneten und grünen Bundestagskandidaten Matthias Zach ist klar: „Die Grünen haben mir noch nie mit Ausschluss gedroht, und ich habe noch nie die Absicht gehabt, der Partei den Rücken zu kehren. Die Partei steht für innovative Ideen und offene, oft auch kontrovers geführte Diskussionen, das hebt sie von anderen Parteien ab.“

Sechs Jahre arbeitet der 65-jährige Zach als Kreisbeigeordneter, zuvor war der gelernte Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler Bürgermeister in seiner Wohngemeinde Niederdorfelden. Er hat das Bevölkerungswachstum im Ballungsgebiet Rhein-Main und die damit verbundenen Verkehrsprobleme vor Ort mitbekommen. Deshalb steht für Zach die Grünen-Forderung nach Förderung des Öffentlichen Personennahverkehrs auch weit vorne auf der Agenda. „Vor Jahren wurde noch über die Stilllegung der Niddertalbahn diskutiert, heute müsste sie eigentlich zweigleisig ausgebaut und elektrisiert werden. Egal welche Zukunftstechnologien sich für den Individualverkehr durchsetzen, die Straßenbelastung ist am Limit, Verkehr muss dringend auf die Schiene umgeleitet werden“, fordert Zach.

Regionale Produktion

Die aktuelle Diskussion um den Diesel und dessen Schadstoffausstoß zeige, wie vorausschauend die Forderung der Grünen gewesen sei, auf alternative Antriebe und ein anderes Verkehrskonzept zu setzen. „Jetzt besteht die Gefahr, dass die Industrie nicht nur beim Auto abgehängt wird, weil andere Nationen technologisch schon weiter sind. Das gilt auch für die Solar- und Windkraftbranche“, stellt der Bundestagskandidat fest. Allerdings dürfe der Staat nicht als Lückenbüßer für verfehlte Industriepolitik herhalten.

„Ohne die Forderung der Grünen nach einem Umdenken in Sachen Lebensmittelerzeugung gäbe es keine Ökolabels, an denen sich der Verbraucher orientieren kann. Auch der Ökolandbau hat dadurch einen Schub bekommen. Regionale Produktion steht für die Grünen dabei im Vordergrund, kurze Transportwege vom Erzeuger zum Verbraucher. Hier muss noch weitere Arbeit geleistet werden, dass Skandale wie um verseuchten Eier in Zukunft nicht mehr vorkommen können“, betont Zach.

Info: Politisch versiert

Zach wurde 1952 in Bitburg in der Eifel geboren, studierte Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in Dortmund und Bochum sowie später berufsbegleitend mit Schwerpunkt Verwaltungsmanagement an

clearing

Um das subjektive Sicherheitsgefühl der Menschen zu stärken, müsse die Polizei so aufgestellt sein, dass der Rechtsstaat seine Souveränität behält. „No-Go-Areas sind ein Unding“, stellt der Grüne fest. „In einer individualisierten Gesellschaft ist es notwendig, so viel Persönlichkeitsrechte wie möglich zu erhalten, man darf aber gegenüber Rechtsbrechern nicht einknicken.“ Deshalb müssten auch Einschränkungen wie Videoüberwachung an bestimmten Punkten hingenommen werden, ist Zach überzeugt.

Auch die Themen Rente und Flexibilität im Arbeitsleben beschäftigen den 65-Jährigen: „Intensität und Arbeitszeit verdichten sich immer mehr, hier muss gewährleistet werden, dass ein sanftes Ausgleiten aus dem Berufsleben möglich wird“, fordert er. Da sich die Anforderungen der einzelnen Branchen weiterhin auseinander entwickelten, plädieren die Grünen dafür, spezielle Tarifverträge zu entwickeln, die den Anforderungen gerecht werden.

Gleichzeitig sei es unabdingbar, dass ein Rentensystem geschaffen werde, das nicht in die Armutsfalle führe. „Wir haben das Flüchtlingsproblem gut gemeistert, weil über Kompetenzgrenzen hinaus kooperiert worden ist. Heute laufen unsere Sozialsysteme noch parallel und das führt zu Verwerfungen. Hier müssen die Systeme zusammengeführt werden.“

Reformorientiert

In Sachen Erziehung und Bildung müsse der Förderalismus überwunden werden – es gelte, ein Konzept zu entwickeln, das zukunftstauglich ist, betont Zach. Er nennt als ein Beispiel die Kindererziehung, wo Eltern, die ihre Kinder nicht in eine Kita schicken, die Möglichkeit eröffnet werden müsse, nicht nur an ihren Arbeitsplatz zurückkehren zu können, sondern auch an Fortbildungen teilnehmen zu können, um den gestiegenen Anforderungen Rechnung tragen zu können.

„Die Grünen haben schon immer frühzeitig auf Probleme hingewiesen, zum Beispiel in Sachen Atomkraft. Die Partei wird sich den Status als reformorientierter Ideengeber erhalten, weil viele kluge Köpfe in Diskussionen Lösungen erarbeiten, die gut für die Gesellschaftsentwicklung sind“, resümiert Zach. Dabei verweist er als Beispiel auf den Beschluss der schwarz-grünen hessischen Landesregierung, die Kindergartengebühren im ersten und zweiten Jahr abzuschaffen – eine alte Forderung der Grünen.

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