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Natur: Kilianstädten: So hübsch sind die Jungstörche mit Ring

Vier kleine Jungstörche haben die Schönecker Vogelschützer jüngst beringt. Derweil gestaltet sich die Futtersuche schwierig.
Die Vogelschützer haben die vier Jungstörche beringt. Die Vogelschützer haben die vier Jungstörche beringt.
Schöneck. 

„Am Nestrand zu stehen und den kleinen Adebars direkt in die Augen schauen zu können ist ein ganz besonderes Erlebnis“, meint Christa Jäger vom Vogelschutzverein Schöneck, als Werner Peter die vier Jungstörche beringt. Bereits zum neunten Mal in Folge hat das Kilianstädter Storchenpaar auf seinem angestammten Horst gebrütet und seitdem 20 Jungvögel großgezogen.

Über die diesjährige Viererbrut freuen sich die Vogelschützer und alle Storchenfreunde sehr, denn im vergangenen Jahr starben die drei geschlüpften Küken wegen des nasskalten Wetters Ende April und Anfang Mai.

Vehement verteidigt

Während in den Bornwiesen in Büdesheim zwei Storchenpaare bereits Ende Dezember 2017 aus dem Winterquartier zurückkehrten, zog das Kilianstäder Storchenpaar im Vorjahr erst gar nicht in den Süden, sondern überwinterte. Es war bereits die zweite Überwinterung der beiden. Beide Altvögel wurden 2008 in Hessen geboren, das Weibchen in Rodenbach, das Männchen in Groß-Gerau.

Mit zwei Jahren sind Störche geschlechtsreif, und die erste Brut 2010 verlief bei den beiden mit zwei Jungstörchen erfolgreich. Seit diesem Zeitpunkt sind sie sich treu geblieben, was bei Störchen nicht unbedingt der Fall ist – die Treue zum Standort hat Priorität, nicht zum Partner. Auch in diesem Jahr wurde das Nest von beiden wieder vehement verteidigt, als im Februar und März weitere Storchenpaare ins Land zogen und versuchten, den begehrten Brutplatz zu erobern. Die beiden sind jedoch ein eingespieltes Team und wissen sich zur Wehr zu setzen.

Diese Vehemenz des Paares hat jedoch auch einen Wermutstropfen, denn es lässt nicht zu, dass sich auf einem zweiten Storchenmast etwas weiter entfernt ein anderes Paar ansiedelt. Die Distanz zu diesem Mast ist gegeben, aber wahrscheinlich liegt der ausschlaggebende Faktor darin begründet, dass das Paar wohl Bedenken hat, nicht genügend Futter für die eigenen Jungen beschaffen zu können.

Boden ist hart und trocken

Die Futterbeschaffung ist wegen der heißen Temperaturen derzeit nicht einfach. Der Boden ist trocken und hart, und es ist schwer, Würmer und Schnecken zu ergattern. Darüber hinaus scheint die Mäusepopulation nach dem nassen Monat Januar mit Überflutungen der Wiesen und dem Kälteeinbruch im Februar zusammengebrochen zu sein, so dass Meister Adebar weitgehend auf die großen Leckerbissen verzichten muss.

Folglich keine leichte Aufgabe, vier hungrige Schnäbel satt zu bekommen. Die Daumen der Storchenfreunde sind jedoch gedrückt, dass es gelingen möge und alle vier Jungstörche flügge werden.

Der Vogelschutzverein bedankte sich bei Werner Peter für die Beringung der kleinen Viererbande und bei der Gemeinde Schöneck für die Bereitstellung eines Hubsteigers, ebenso auch bei Martin Lenz, der diesen souverän durch die Wiesen zum Storchenhorst steuerte.

(red)

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