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Vorlese-Abenteuer: Keine Angst vor fiesen Muränen

Von So lebhaft kann eine Lesung sein. Für Vorschüler der Europäischen Schule Rhein-Main (ESRM) verwandelt Vorleser Michael Hain die Bilderbuchgeschichte von Quentin Qualle in ein turbulentes Mitmachtheater.
Halb so schlimm: Michael Hain möchte seine jungen Zuschauer und die kleine blaue Qualle Quentin im Muränenkostüm nur belustigen. Halb so schlimm: Michael Hain möchte seine jungen Zuschauer und die kleine blaue Qualle Quentin im Muränenkostüm nur belustigen.
Bad Vilbel. 

In ein kunterbuntes Theater mit allerlei phantasievollen Requisiten verwandelt sich die Primar-Bibliothek der Europäischen Schule. 50 neugierige Vorklassenschüler im Alter von vier bis fünf Jahren umringen einen Tisch mit allerlei Requisiten. „Geht’s euch richtig gut?“, fragt Michael Hain. „Ja“ – „Dann kann ich ja gehen“, ruft er keck, um Widerspruch zu ernten. Der kommt auch prompt und so kann er loslegen mit seiner szenischen Lesung.

In dem Bilderbuch „Quentin Qualle: Die Muräne hat Migräne“ geht es um ein kindgerechtes Tiefseeabenteuer, das Hain gemeinsam mit den Kindern inszeniert. Als Einstieg hat er die Figur eines kauzigen Seemanns dazu erfunden. Der schickt die Kinder an einen Strand („Augen zu!“), gibt ihnen eine Angelrute mit rotem Seemannsgarn, doch plötzlich kommt ein Gewitter auf und schon entschwinden alle in die Unterwasserwelt.

Hunger auf Seepferdchen

Alle holen tief Luft – und ein Mädchen wird durch eine schillernd blaue Perücke zur Qualle, die um Hilfe ruft. Denn die kleinen Quallenkinder sind in Gefahr. Seitdem der friedfertige Anführer der Muränen krank ist, spielen diese verrückt und entwickeln Heißhunger auf Quallenburger. Diese Fantasiewelt erweckt Hain durch liebevolle Rollenspiele gemeinsam mit seinem Publikum zum Leben. Mal ist er die fiese Muräne, mal der Sprachlehrer, der quallisch unterrichtet, mal Quentin und seine Freundin Gabi die Garnele, wobei er die Rollen nur durch die Perücke wechselt.

Nur manchmal fällt er dabei aus seiner Rolle, wenn die Kinder der lauernden Muräne sagen, wo Quentin sich versteckt: „Ihr könnt’ mich doch nicht verraten!“ Und als er nachfragt, melden sich sogar die „Verräter“ brav per Handheben. In der Geschichte geht es darum, was man erreichen kann, wenn man nur zusammenhält.

Der tapfere Quallenjunge verabreicht dem kranken Muränenanführer eine wundersame Tümpelknollenalge – und alles wird gut. Am Ende gibt es lautstarken Applaus und die Muränen werden zu Vegetariern – Schluss mit Seepferdchenspieß und Quallenburger. „Am besten fand ich, als wir alle abgetaucht sind“, sagt Marius (5).

Der unbekannte Neptun

Ausgedacht hat sich die Geschichte der Liedermacher Heinz Rudolf Kunze, sein Verlag hat den Mainzer Michael Hain mit seinem Lesetheater engagiert. Erst habe er Meeresgott Neptun zur Erzählerfigur gewählt, „aber den musste ich immer erst erklären“, erinnert er sich.

Lesen hat an der ESRM einen hohen Stellenwert, jeden Monat gibt es Vorlesungen. Allein die Primarbibliothek verleiht 8800 Bücher, berichtet Bibliotheksleiterin Uta Arias. Auch bei ESRM-Schülern seien populäre Bücher wie „Kommissar Kugelblitz“, „Gregs Tagebuch“ oder „Die Schule der magischen Tiere“ begehrt. Dann geht es gleich weiter: Hain entführt Erstklässler im Kostüm von Cowboy Klaus in den Wilden Westen.

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