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Verkehrszählung: Keine Angst vor dieser Kamera in Karben

Klemmbrett und Kuli scheinen Geschichte: Hessen Mobil hat nach den Sommerferien untersucht, wie viele Autos, Lastwagen und Motorräder über die Straßen rund um Karben düsen. Statt menschlichen Zählern wie früher kamen dabei Videokameras zum Einsatz. Ende des Jahres sollen die Ergebnisse vorliegen.
Eine der Verkehszählungkameras hängt am Tempo 60-Schild vor dem Abzweig zum Okarbener Gewerbegebiet Am Spitzacker. 	( Eine der Verkehszählungkameras hängt am Tempo 60-Schild vor dem Abzweig zum Okarbener Gewerbegebiet Am Spitzacker. (
Karben. 

Seit mehr als eineinhalb Jahren ist die Nordumgehung Groß-Karben offen. Sie fängt den überregionalen Verkehr von und zum Main-Kinzig-Kreis und zum Wetterauer Ostkreis auf. So manche Pendlerströme haben sich bereits verlagert. Allerdings kann die Umgehung erst jetzt, da die wichtige Verbindungsstraße K 246 wieder eröffnet ist, ihre ganze Wirkung entfalten.

Zuvor, als die Kreisstraße zwischen Groß-Karben und Heldenbergen grundhaft saniert und verbreitert wurde – und somit ein Jahr gesperrt war –, rollten die Automassen wie vor dem Bau der Umfahrung durch Karben. Jetzt gibt es aber die erhoffte durchgehende Verbindung von Frankfurt und Bad Vilbel in Richtung Groß-Karben, Niddatal und Heldenbergen.

Info: An diesen Orten wurde gefilmt

Hessen Mobil hat an zehn Messpunkten Kameras installiert, um die Verkehrsmengen zu erfassen: B3/Rodheimer weg/Hauptstraße; B3/K9 Petterweiler Straße; B3/Am Heroldshain/Warthweg; B3/L3205

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Aber wie groß ist die Verkehrslast tatsächlich, die Groß-Karben und Klein-Karben erspart bleibt, weil die Autos, Laster und Zweiräder sich über die Nordumgehung statt durch die Ortskerne schieben? Das wollen die Landesverkehrsbehörde Hessen Mobil und die Stadt Karben nun genau wissen. Deshalb hat nach den Sommerferien eine Verkehrszählung stattgefunden.

Aufgefallen sein dürfte die allerdings kaum jemandem, denn angekündigt wurde sie nicht, und an den Straßen saß auch kein Personal mit Strichlisten, um die vorbeirauschenden Wagen zu notieren.

Außerhalb der Ferienzeit

Stattdessen hat Hessen Mobil an insgesamt zehn Zählpunkten GPS-gestützte Kameras installiert. Die Sprecherin der Behördel, Daniela Czirjak, erklärt, an zwei Tagen sei eine „videogestützte“ Erhebung durchgeführt worden. Dies sei notwendig, um zu erfassen, wie groß das Verkehrsaufkommen auf der B 3 außerhalb der Ferienzeiten ist, nachdem die Ortsumgehung Wöllstadt und der Nordumgehung Karben eröffnet wurden. Beobachtet worden sei jeweils der Verkehr von 6 bis 20 Uhr , Auf- und Abbau erfolgten am vorhergehenden beziehungsweise nachfolgenden Tag.

Die Zählungen seien per Videokameras ohne GPS durchgeführt worden. Die Sprecherin: „Das hat den Vorteil, dass die Zählungen im Büro ausgewertet werden können und kein Personal rekrutiert werden muss, das auch bei schlechtem Wetter den Tag über an der Straße zu sitzen hätte.“

Erfasst werde das Verkehrsaufkommen auch nach Fahrzeugklasse, also Lastwagen, Autos und Krafträdern.

Und wie sieht es mit dem Datenschutz aus? „Kennzeichen oder Personen können nicht erkannt und somit auch nicht erfasst werden“, sagt Czirjak. Seien sie ausgewertet, würden die Videos gelöscht. „Die datenschutzrechtlichen Vorgaben werden berücksichtigt“, beteuert sie. Die Daten aus der Erhebung lieferten ausschließlich Grundlagen liefern für die fachliche Analyse. Die Arbeiten habe Hessen Mobil im Vorfeld mit der Stadt Karben abgestimmt.

Ampeln optimieren

Das bestätigt Verkehrsexperte Ekkehart Böing, der stellvertretende Leiter des Fachdienstes Stadtplanung, Bauen, Verkehr und Wirtschaftsförderung: „Es handelt sich um die Nacherfassung nach Eröffnung der Nordumgehung und der Öffnung des City-Kreisels von und zum Gewerbegebiet.“

Im Rathaus hofft man so, die Verkehrsströme zu erfassen, die etwa auf der Brunnenstraße unterwegs sind oder an der Gehspitz-Kreuzung. Voraussichtlich zum Jahresende sollen die Ergebnisse vorliegen.

Eine Optimierung der Ampelschaltung wünschen sich die Autofahrer etwa an der Kreuzung Gehspitze und im gesamten Streckenabschnitt. Nachdem der überregionale Verkehr nicht mehr aus Groß-Karben auf die Kreuzung trifft, könnte es womöglich eine längere Grünphase für den Verkehr aus Klein-Karben geben. Noch hat sich in dieser Hinsicht nichts getan.

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