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Bunte Show: Karnevalsverein „Erschter Noachteule“ startet in die Kampagne

Es wurde alles geboten, was Karneval so beliebt macht – humorvolle Büttenreden, Showtänze und mitreißende Musik. Der Karnevalsverein „Erschter Noachteule“ startet mit seiner ersten Sitzung am Samstag prunkvoll in die diesjährige Kampagne.
Die Mädels der „Weiberfassenacht Kaichen“ sind bei dieser Sitzung nicht nur Ehrengäste, sondern machen auch richtig Stimmung. Die Mädels der „Weiberfassenacht Kaichen“ sind bei dieser Sitzung nicht nur Ehrengäste, sondern machen auch richtig Stimmung.
Nidderau. 

Alle Plätze sind im Saal der Mehrzweckhalle in Erbstadt belegt. Die Halle glitzert in Silber- und Lilatönen, den Farben des Erbstädter Vereins. Cowboys, Meerjungfrauen und Bauarbeiter klatschen und schunkeln zusammen an den Tischen. So bunt wie das Publikum, ist auch das Programm der „Erschter Noachteulen“. Sitzungspräsident Frank Hens führt durch das knapp fünfstündige Programm. Nach dem Einmarsch des Elferrats heißt es zur Begrüßung. „Ein dreifach donnerndes Erschter Helau!“ Die Sitzung mit fast 180 Zuschauern zeigt, dass sich die Mühe gelohnt hat. Insgesamt seien für diese und die zwei folgenden Sitzungen schon 600 Karten verkauft worden, weiß die zweite Vorsitzende des Vereins, Bärbel Faust. Auch sie steht heute als Büttenrednerin auf der Bühne mit einer besonderen Forderung: „Frauen in den Elferrat“. „Ich nehme unsere Männer mal ein bisschen aufs Korn“, kündigt sie an.

Das Prinzenpaar richtet Grußworte an das Publikum. Bild-Zoom
Das Prinzenpaar richtet Grußworte an das Publikum.

Das Prinzenpaar David I und Dominik II begrüßt das Publikum und ist dann später noch einmal mit der neuen Showtanzgruppe und deren Schlager-Revue auf der Bühne zu sehen. Im 70er-Jahre-Stil animiert die Truppe mit Tanz und Gesang zum Mitmachen. Hoch die Beine, heißt es bei der Prinzengarde. In lila Kostümen zeigen die Gardetänzerinnen ihre Choreographie. Viele Lacher erntet Büttenredner und selbst ernannter Traummann Michael Hahn.

Auszeit gebraucht

In waschechtem Hessisch beklagt er in seiner Rede, wie schwer man es doch in der heutigen Zeit als Mann im Haus hat. „Mein Sohn kommt gerade aus den USA. Eine Auszeit hat er gebraucht“, leitet Hahn ein. „Jeder wie er’s braucht. Aber wieso eine Auszeit – der war noch nie an“. Nicht nur das Publikum im Saal lacht herzlich über die Kalauer, auch der Elferrat auf seinen erhöhten Plätzen, rechts und links von der Bühne, erfreut sich an jedem Auftritt.

Jede Gruppe bringt an diesem Abend ihr eigenes Motto mit. So hat sich das Männerballett ganz dem Thema Musical verschrieben, die „Crazy Ladys“ Cowboy und Indianer. Dass Karnevalisten zusammenhalten, wird durch die Ehrengäste der umliegenden Vereine sichtbar. Aus vielen Orten sind sie gekommen, um gemeinsam die närrische Zeit zu feiern. Miteinander applaudieren sie dem Gesang der „Silberboys“, lauschen den „Hawaldgeistern“ bei ihrem Sketch und unterstützen die Showtanzgruppe „Erschter Spätlese“.

Das Männerbalett der „Erschter Noachteule“ gibt alles auf der Bühne. Bild-Zoom
Das Männerbalett der „Erschter Noachteule“ gibt alles auf der Bühne.

Janina Bier vom Verein der „Weiberfassenacht Kaichen“ ist heute das erste Mal bei einer Erbstädter Sitzung. „Wir sind heute 14 Mädels und freuen uns, auch mal ein anderes Programm zu sehen“, erklärt sie. Da die Gruppe in der Kampagne fast jedes Wochenende selbst eingespannt ist, sei es willkommene Abwechslung, bei einem anderen Verein mitfeiern zu können. Zusammen singen und klatschen sie zu den Auftritten der Showtanzgruppe „Purple Owls“ und der Gesangseinlage der „Nachtigall vom Lindenhof“.

Urkunde erhalten

Für die passende Musik, sorgt wieder Ottfried Möller als „One Man“. „Wir bedanken uns bei dir für zwei mal elf Jahre Dienst bei den Erschter Noachteulen“, ruft ihn Hens auf die Bühne. Für all das erhält er Urkunde und Ehrennadel. Auch die vielen Helfer seien unabkömmlich, betont Hens. Zum Ende des Programms geben die Showtanzgruppen „New Age“ und die „Lollypops“ noch mal alles. Für Vorsitzende Faust ist dies einer der besten Momente. Die Erbstädterin, die seit elf Jahren Mitglied im Verein ist, freut sich immer besonders, wenn die Show vorbei ist und sie die begeisterten Zuschauer sieht. „Danach wird die Eulenbar vor die Bühne geschoben und es wird kräftig weiter gefeiert“, erzählt sie.

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