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Dresdner Straße in Kilianstädten: Investor soll für zügige Bebauung sorgen

Ein Bauträger soll auf dem Gelände oberhalb der Feuerwehr in Kilianstädten Wohnhäuser schaffen. Das behagt allerdings nicht allen Mitgliedern des Bauausschusses.
Das Areal an der Dresdner Straße in Kilianstädten nutzt die Gemeinde derzeit als Baustellenlager – in Zusammenhang mit der Erneuerung der Ortsdurchfahrt. Hier sollen Wohnhäuser entstehen. Das Areal an der Dresdner Straße in Kilianstädten nutzt die Gemeinde derzeit als Baustellenlager – in Zusammenhang mit der Erneuerung der Ortsdurchfahrt. Hier sollen Wohnhäuser entstehen.
Schöneck. 

Gut 3600 Quadratmeter Bauland will die Gemeinde Schöneck in der Dresdner Straße in Kilianstädten verkaufen. Dabei hat man die Absicht, die Dienste eines Bauträgers in Anspruch zu nehmen.

Das jedoch ist nicht im Sinne der WAS-Fraktion. In der Sitzung des Ausschusses für Bauen, Umwelt, Verkehr, Energie und Klimaschutz stellte sie am Montag den Antrag, die Grundstücke oberhalb der Feuerwehr direkt an die einzelnen Interessenten zu verkaufen.

Gleichförmige Bebauung?

„Viele Schönecker suchen einen Bauplatz“, begründete WAS-Fraktionsvorsitzender Gernot Zehner den Vorstoß. Sobald jedoch ein Bauträger ins Spiel komme, „wird’s für viele unerschwinglich“. Unterstützung erhielt er von Angelika Klußmann (FDP), die eine allzu gleichförmige Bebauung fürchtete. Die meisten Mitglieder des Gremiums sahen dies jedoch anders: Sie lehnten den Antrag der WAS ab.

Stadtentwicklungsleiter Günter Rauch hatte zuvor erklärt, dass das Gelände ursprünglich ausschließlich für eine öffentliche Nutzung vorgesehen war. Das habe sich der vorherige Eigentümer des Areals, die Familie Thylmann-Frese, vertraglich festlegen lassen. Dass dort jetzt mit Hilfe eines Bauentwicklers Wohnbebauung entstehen soll, sei mit der Familie abgestimmt.

Henrik Frese, der an der Sitzung teilnahm, bestätigte das. Er ließ jedoch durchblicken, dass man das Einverständnis zurückziehen könnte, „wenn man jetzt wieder bei Adam und Eva anfängt“. Sprich: Wenn nun doch kein Bauträger zum Einsatz kommt. Schließlich sei man an einer zügigen Bebauung des Geländes interessiert. Eine Auffassung, die Markus Wolf (SPD) nachvollziehen konnte: „Das ist ein kleines Baugebiet, in dem man nicht viele Möglichkeiten hat. Es ist die sinnvollste Lösung, wenn das ein Bauentwickler übernimmt.“ Auch deshalb, um Baulücken zu vermeiden. Und, ergänzte Günter Rauch, die Gemeinde könnte so zehn Wohneinheiten mehr schaffen als bei einer einzelnen Vergabe der Grundstücke.

Ein Änderungsantrag der Grünen in Zusammenhang mit dem Baugebiet „Dresdner Straße“ stieß im Ausschuss ebenfalls auf wenig Gegenliebe. Darin war unter anderem gefordert worden, dass auf dem Areal Passivhäuser gebaut werden sollten, um höchste Energieeffizienz-Standards zu erfüllen. Diesem Ansinnen erteilte das Gremium eine Absage.

Bordsteine absenken

Ein weiterer Antrag der Grünen fand hingegen eine Mehrheit. Dabei ging es um die Absenkung von Bordsteinen. Bei künftigen Ausbesserungsarbeiten an Bürgersteigen in Kreuzungsbereichen soll dies künftig immer gemacht werden. In allen anderen Bereichen soll die Gemeinde prüfen, ob eine Bordstein-Absenkung notwendig ist. Die Kosten für eine barrierefreie Querung bezifferte Günter Rauch auf durchschnittlich 2000 bis 3000 Euro, je nach Gehwegbreite, Gefälle und Wasserführung.

Die CDU forderte darüber hinaus zu prüfen, an wie vielen Kreuzungen im Gemeindegebiet eine Absenkung vorzunehmen wäre. Schließlich stehe für den Unterhalt der Gemeindestraßen schon jetzt zu wenig Geld zur Verfügung. Auch diesen Antrag befürwortete der Ausschuss.

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