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Ausgefallenes Mittel: Ille Papier-Service wirbt auf Autobahnraststätten um Azubis

Jahr für Jahr gibt es mehr unbesetzte Lehrstellen. Immer ausgefallener werden die Mittel der Unternehmen, um den Nachwuchs für sich zu begeistern. Ille Papier-Service aus Altenstadt setzt vor allem auf eine flächendeckende Plakataktion an allen deutschen Autobahnraststätten.
20 neue Azubis haben bei Ille Papier-Service in Altenstadt angefangen. Doch das europaweit tätige Unternehmen konnte zwölf Lehrstellen nicht besetzen. Nun sind ungewöhnliche Werbeformen gefragt. 20 neue Azubis haben bei Ille Papier-Service in Altenstadt angefangen. Doch das europaweit tätige Unternehmen konnte zwölf Lehrstellen nicht besetzen. Nun sind ungewöhnliche Werbeformen gefragt.
Altenstadt. 

20 Nachwuchskräfte in den Berufen Servicefahrer, Lager, Kaufleute und im „Studium Plus“ haben zum Beginn des aktuellen Ausbildungsjahres ihre Lehre bei Ille Papier-Service begonnen. Sie sind an den Standorten Altenstadt, Berlin, Hamburg und Nürnberg eingesetzt. Allerdings: „Zwölf Ausbildungsstellen konnten wir leider nicht besetzen“, stellt Geschäftsführerin Marion Gottschalk fest. Dies sind in erster Linie Ausbildungsplätze für Servicefahrer.

Ille ist Spezialist für Waschraumhygiene mit 38 Niederlassungen in Europa. Die Ille-Gruppe beschäftigt knapp 500 Mitarbeiter, davon allein in Deutschland 375. Kerngeschäft ist das Serviceabonnement, das die Spendersysteme, die pünktliche Belieferung mit Nachfüllware sowie einen Geräte- und Wartungsservice umfasst. Diesen Service nutzen knapp 40 000 Kunden in Europa aus Industrie, Hotel- und Gastgewerbe, Handel und öffentlichen Einrichtungen.

Mit einem jährlichen Umsatzwachstum von über sechs Prozent ist Ille ein zukunftsträchtiger Arbeitgeber. 2017 werden 76 Millionen Euro Umsatz angestrebt.

Zwölf Prüflinge haben in diesem Jahr ihre Ausbildung bei Ille beendet. Dabei handelt es sich um zwei Absolventen im „Studium Plus“, fünf Industriekaufleute, drei Fachkräfte Lagerlogistik sowie zwei Servicefahrer.

Viel Weiterbildung möglich

Die schwierige Suche nach neuen Auszubildenden bereitet der Geschäftsführerin derweil Kopfzerbrechen. Dabei macht das Unternehmen viel, um Azubis zu gewinnen. „Neben der neuen Plakataktion setzen wir auch auf Stellenanzeigen in Zeitungen und im Internet, die Teilnahme an Ausbildungsmessen sowie Betriebsbesichtigungen für junge Leute“, betont Gottschalk.

Außerdem gebe es einen Imagefilm, der den Job des Servicefahrers vorstellt. Gottschalk verweist in diesem Zusammenhang auch auf die guten Weiterbildungs- und Fördermöglichkeiten bei Ille. „So bieten wir für die Studenten mit Bachelorabschluss ein Masterstudium an“, sagt sie. Ausgelernte Kaufleute könnten neben den vielen internen Seminaren auch gerne die Weiterbildungsmöglichkeiten über die IHK nutzen, wie zum Beispiel zum Bilanzbuchhalter, Personalkauffrau/-mann oder zum Handelsfachwirt. Gegebenenfalls sei bei Ille auch ein nebenberufliches Studium möglich.

Nebenher Führerschein

„Im Lager gibt es die Möglichkeit, nebenberuflich den Logistikmeister zu machen oder nach der zweijährigen Ausbildung noch ein Jahr zu verlängern, um den Abschluss der Fachkraft für Lagerlogistik zu erreichen“, so Gottschalk. Servicefahrern finanziert Ille in der Ausbildung den Führerschein der Klasse C1, zudem werden sie auch intern regelmäßig geschult.

Im September ist außerdem die Ille-Akademie gestartet. Sie richtet sich an Führungs- und Nachwuchsführungskräfte im kaufmännischen Bereich des Unternehmens. red

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