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Einschulung: „Hurra! Jetzt geht es in die Schule!“

Der erste Schultag ist ein aufregendes Ereignis für Kinder und Eltern, denn für die Kleinen beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Im Karbener Stadtteil Kloppenheim kommt noch eine Besonderheit hinzu. Die Einschulung findet nicht nur zum Schuljahresbeginn im Sommer, sondern auch zum Halbjahresbeginn im Februar statt. Dieser außergewöhnliche Turnus ist möglich, weil die Kinder in die sogenannte Flexible Schuleingangsstufe (Flex) aufgenommen werden.
Leni packt zusammen mit Schwester Marie und Mutter Romy (von links) ihren Ranzen für den ersten Schultag. Bilder > Leni packt zusammen mit Schwester Marie und Mutter Romy (von links) ihren Ranzen für den ersten Schultag.
Karben. 

Am Montag werden vier Jungen und sechs Mädchen ihren ersten Schultag in der Grundschule Kloppenheim erleben. Mit dabei ist die sechsjährige Leni. „Ich freue mich! Meine Freundin Marie kommt mit mir in die gleiche Klasse. Wir sind in der Tiger-Gruppe“, sagt sie. „Meine Freundin Lilo geht sogar schon in die vierte Klasse.“

Die neuen Schüler werden den bestehenden jahrgangsgemischten Gruppen „Tiger“, „Frösche“ und „Bären“ der flexiblen Eingangsstufe zugeteilt. Einen Vorgeschmack haben sie während eines „Schnuppertages“ schon bekommen. „Leni kam an diesem Tag mit strahlenden Augen nach Hause“, erzählt die Mutter der Sechsjährigen. Vieles über die Schule erfährt Leni auch von ihren größeren Schwestern Marie (19) und Sophie (15). Marie, die mittlerweile eine Ausbildung zur Erzieherin absolviert und das erste Etappenziel als „Staatlich geprüfte Kinderpflegerin“ bereits erreicht hat, berichtet: „Als wir hierher gezogen sind, kam ich in die vierte Klasse. Es hat mir gut gefallen.“ Sophie, die im Sommer 2008 eingeschult wurde, fährt fort: „Ich kann mich noch an den Unterricht und an die Lehrerinnen erinnern. Es war sehr schön. Ich war auch in der Tiger-Klasse.“ Das Maskottchen, den Plüsch-Tiger, habe jedes Kind auch mal mit nach Hause nehmen dürfen. „Das hat Spaß gemacht.“ Mutter Romy ergänzt: „Damals haben wir zum ersten Mal von der Flexiblen Eingangsstufe gehört. Sie wurde zu dieser Zeit eingeführt.“

Schultüte selbst gebastelt

Die Tage bis zum Schulbeginn kann Leni an einem „Pfötchen-Zettel“ abzählen. Auf dem Bild, das die Abc-Schützen im Vorfeld von der Schule bekommen haben, sind Tiger, Frosch und Bär zu sehen sowie eine bestimmte Anzahl von Pfotenabdrücken des Bären. Jeden Tag malt Leni sorgfältig eine Tatze aus. „Wenn ich alle ausgemalt habe, ist es soweit“, freut sie sich und zeigt stolz das T-Shirt, das sie im Kindergarten bemalt hat. „Hurra jetzt geht es in die Schule“ ist unter bunten Blumen und Schmetterlingen zu lesen. Auch eine Schultüte wurde im Kindergarten gebastelt. „Gefüllt ist sie noch nicht. Das wird eine Überraschung“, schmunzelt Mutter Romy.

Derweil holt Leni ihren Schulranzen, den sie zusammen mit ihrer „Ersatzoma“ Lucie gekauft hat. „Da sind magnetische Schmetterlinge dran“ sagt sie und zeigt, welche Dinge in den Ranzen gehören. „Ein Federmäppchen, ein Schlampermäppchen, eine Postmappe, Hausschuhe“, zählt sie auf. Dann packt sie Turnschläppchen und Turnschuhe in den neuen Sportbeutel. „Den Ranzen nehme ich am ersten Schultag mit in die Schule. Dann bekomme ich auch meine Schultüte“, sagt Leni. Sie freut sich, dass sie an einem solch wichtigen Tag von Mama Romy, Papa Heiko, ihren Geschwistern, ihrem Cousin und ihren Großeltern begleitet wird. „Auch meine Ersatzoma Lucie und meine Ersatz-Großeltern kommen mit.“ Mutter Romy, die als Krankenschwester tätig ist und die Säuglingsstation im Markuskrankenhaus leitet, erklärt: „Frau Hösl sowie Herr und Frau Börner sind Nachbarn, die uns bei der Betreuung von Leni helfen. Ohne sie wäre vieles nicht organisierbar.“

Einschulungsfeier zuerst

Bevor die Abc-Schützen ihre erste Schulstunde erleben, findet eine Einschulungsfeier in der katholischen Kirche St. Johannes Nepomuk in Kloppenheim statt. Die gesamte Schulgemeinde ist anwesend und heißt die Kinder willkommen. Im Anschluss an die Feierstunde, die Lehrerin Christina Geißler und Pfarrer Michael Neugber zusammen mit Schülern aus den dritten Klassen gestalten, gehen die „Neuen“ zusammen mit ihren Verwandten ins Pfarrhaus. Dort werden sie schon von ihren zukünftigen Klassenkameraden erwartet und von ihnen mit Liedern und Gedichten begrüßt. Dann gehen sie zusammen mit ihren Klassenlehrerinnen und den anderen Tigern, Fröschen und Bären in die Schule. Der „Ernst des Lebens“ kann beginnen.

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