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Fünf Bauabschnitte geplant: Hochwaldkrankenhaus: Umbau beginnt 2019

Von Das Hochwaldkrankenhaus soll umfangreich erweitert werden. Jetzt brachte der hessische Gesundheitsminister Stefan Grüttner (CDU) einen Förderbescheid über sieben Millionen Euro zu dem Bad Nauheimer Standort des Gesundheitszentrums Wetterau.
Hochwaldkrankenhaus 

Gesundheitszentrum Wetterau GZW

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Bad Nauheim. 

60 Millionen Euro sollen in den Um- und Neubau des Hochwaldkrankenhauses fließen. Das Bad Nauheimer Akutkrankenhaus, das zu den sechs Standorten des Gesundheitszentrums Wetterau (GZW) gehört, soll zwischen 2019 und 2024 in fünf Bauabschnitten deutlich erweitert werden. „Wir fördern das gerne“, erklärt der hessische Gesundheitsminister Stefan Grüttner, als er den Bewilligungsbescheid über sieben Millionen Euro für den ersten Bauabschnitt überbringt.

Früher hätten die Nachbarstädte Friedberg und Bad Nauheim hinsichtlich ihrer Krankenhausversorgung Doppelstrukturen vorgehalten. „Keiner war bereit, auf etwas zu verzichten. 2005 hat sich das GZW gegründet, und es hat sich etwas geändert“, freut sich der Christdemokrat.

Zunächst werde der Zentral-Operationstrakt erweitert, wie er berichtet. Dort gibt es aktuell vier Operationssäle, die um einen weiteren Saal ergänzt werden, zudem entstehen neue Räume für die Sterilgut-Aufbereitung. Wie die Klinik einmal aussieht, wenn sie fertig ist, erläutert Linus Hofrichter vom Ludwigshafener Architekturbüro „Sander Hofrichter Architekten“. „9900 Quadratmeter Nutzfläche haben wir im Bestand, 7700 Quadratmeter bauen wir dazu“, kündigt er an.

Kompakter Kubus

Um den zusätzlichen Baukörper architektonisch zu integrieren, werde ein Anbau abgebrochen. Dieses Haus liegt auf der Rückseite der Klinik. Dadurch entsteht eine Freifläche, auf der ein mehrstöckiger Ergänzungsbau angelegt wird. Auf einen seitlichen Trakt werden Stockwerke aufgesetzt, womit sich aus der hufeisenartigen Klinikanlage ein kompakter Kubus ergibt. Der Haupteingang, der jetzt vis-à-vis vom Carl-Oelemann-Weg liegt, „wandert“ um die Ecke. Künftig soll er schräg gegenüber der Kita am Hochwald liegen. Die Eingänge von Klinik und Facharztzentrum befinden sich somit näher beieinander.

Zu den baulichen Schritten gehören laut Hofrichter auch der Ausbau der Stationen von 248 auf 400 Betten, der Intensivstation von zwölf auf 30 Betten, Sanierungen in den Bestandsbauten sowie die Errichtung eines Parkdecks. Ein Mammutprojekt, für das weitere Fördermittel benötigt werden.

Woher sie kommen, schildert GZW-Geschäftsführer Dirk Fellermann: 26,2 Millionen Euro habe er beim Strukturfonds beantragt – wie es aussieht erfolgreich. Weitere zehn Millionen Euro winken als Landes-Krankenhausförderdarlehen. Sofern alles genehmigt wird, betrage die staatliche Förderquote 75 Prozent.

„Hier wurden hervorragende Bedingungen für Bad Nauheim und die Wetterau erarbeitet“, unterstreicht der Ärztliche Direktor Friedrich Grimminger. Es sei ein einzigartiger Erfolg, weshalb ihn die Diskussion der vergangenen Woche über die Kassenkredite des Wetteraukreises ans GZW ärgere (wir berichteten).

Lösung auf Augenhöhe

Auch Bürgermeister Klaus Kreß (parteilos) appelliert, das große Ganze zu sehen: „Es geht mir als Bürgermeister darum, den Standort zu erhalten.“ Der Ausbau des Krankenhauses sei eine einmalige Chance, wohingegen die Debatte um Kassenkredite niemanden weiterbringe.

Der kommissarische Landrat Jan Weckler (CDU) schließt sich an: In Bad Nauheim werde das zweite Wertgutachten zum Gesundheitszentrum Wetterau abgewartet, erklärt er. Anschließend will er mit Bürgermeister Kreß eine Lösung auf Augenhöhe finden, für die es mehrere Handlungsoptionen gebe.

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