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Petterweil: Grünes Licht für kleineren Golfplatz

Von Das Genehmigungsverfahren für den Golfplatz im Westen von Karben kann beginnen. Das Stadtparlament hat dafür grünes Licht gegeben. Die Landwirtsfamilie Gauterin hatte zuvor ihre Pläne erheblich abgespeckt.
Florian Gauterin in Aktion auf der „Driving Range“: Die Familie hat ihre Pläne stark abgespeckt. Archivfoto: Dennis Pfeiffer-Goldmann Florian Gauterin in Aktion auf der „Driving Range“: Die Familie hat ihre Pläne stark abgespeckt. Archivfoto: Dennis Pfeiffer-Goldmann
Karben. 

Ihrem Familientraum sind die Gauterins in Petterweil einen kleinen Schritt näher gekommen. In seiner jüngsten Sitzung hat das Karbener Stadtparlament den Start des Genehmigungsverfahren für den Golfplatz auf dem Gelände der Familie in der Siedlung Eckhardsgraben ganz im Westen der Stadt beschlossen.

23 Hektar groß sollte der Platz ursprünglich einmal werden. Mehrere Jahre lang warben Eckhart und Gattin Gija sowie die Söhne Albrecht und Florian bei Betroffenen, Behörden und anderen Beteiligten für das Projekt. Doch zu stark waren die Widerstände, besonders auf der Ebene der Regionalplanung und innerhalb der Bauernschaft. Zu viel wertvolles Ackerland gehe verloren.

Projekt ist machbar

Daher hat die Familie, die bereits einen Abschlagplatz und einen Fußballgolfplatz nahe ihres Hofes betreibt, das Vorhaben stark zusammengeschrumpft. Nur noch vier Hektar groß soll der Golfplatz werden und mit Kurzbahnen auskommen (diese Zeitung berichtete). Auch Teile des 2,7 Hektar großen Geländes des Hofguts selbst sollen nun einbezogen werden. Der neue Golfplatz soll nördlich des Hofes entlang der Alten Heerstraße entstehen. Auch einen Teil des bisherigen „Driving Range“ soll dem neuen Golfplatz zugeschlagen werden.

Im Karbener Rathaus geht Heiko Heinzel, der Chef des Fachdienstes Bauen, davon aus, dass Projekt in dieser Größe realisierbar sind. „Das sollte machbar sein.“ Die Einschätzung begründet er damit, dass die Pläne mit dem Regionalverband Frankfurt Rhein-Main bereits „vorabgestimmt“ seien.

Das Reduzieren der Fläche mache die Genehmigung außerdem viel einfacher: Es müsse nun nicht mehr ein sehr großes „Zielabweichungsverfahren“ für den Regionalplan Südhessen laufen, erläutert Heinzel. Stattdessen genüge ein einfaches Änderungsverfahren, bei dem diese Fläche umgewidmet werde von landwirtschaftlicher Nutzung zu einem Freizeitgelände. So sind es am Ende nur zwei Grüne und ein Linker, die auch diesem erheblich kleineren Golfplatz nicht zustimmen. Obwohl SPD-Fraktionsvize Ralf Schreyer den Grünen noch zugerufen hatte: „Gebt euch einen Ruck, stimmt zu!“

Gut vertretbar

Linken-Stadtverordneter Uwe Maag wundert sich darüber, dass er „der einzige Kritiker“ zu sein scheine. Denn er stemmt sich dagegen, dass „guter Ackerboden einem Golfplatz zum Opfer“ fällt. „Das sehen wir genauso“, sagt Grünen-Fraktionschef Rainer Knak. Der Golfplatz als „reine Freizeitfläche“ sei entbehrlich. Stattdessen führe die CDU den Schutz von Ackerboden „beliebig“ ins Feld – immer dann, wenn es eben passe.

Eigentlich müsse das Projekt den Grünen doch gefallen, wundert sich Bodo Macho von den Freien Wählern. „Aus braun wird grün, hier wird nichts zubetoniert.“ Nicht nur: Die Fläche ließe sich jederzeit zurückverwandeln in einen Acker, erinnert FDP-Parlamentarier Oliver Feyl. „Da geht nichts kaputt.“

In der abgespeckten Variante sei der Golfplatz „gut vertretbar“, findet CDU-Fraktionschef Mario Beck. Wichtig sei, dass die Stadt die Existenz des landwirtschaftlichen Betriebes zu sichern helfe, indem ihm zusätzliche Geschäftsfelder ermöglicht werden. Außerdem werde Karben „als Freizeitziel attraktiver“.

Selbst Oppositionsmann Schreyer sieht das so. „Familie Gauterin hat ja auf zehn Hektar schon einiges geschaffen“, erinnert er. Nun komme bloß „noch eine Wiese dazu“, erklärt der Sozialdemokrat. „Hier wird nicht viel versiegelt.“

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